DRK Presseinformationen https://www.drk-hochtaunus.de de DRK Thu, 02 Feb 2023 16:08:50 +0100 Thu, 02 Feb 2023 16:08:50 +0100 TYPO3 EXT:news news-257 Mon, 30 Jan 2023 08:43:03 +0100 Nachruf - Klaus Kaupp / OV Friedrichsdorf /ueber-uns/presse-service/meldung/nachruf-klaus-kaupp-ov-friedrichsdorf.html Bestürzt und fassungslos trauern wir um unseren Kameraden Klaus Kaupp. Er verstarb plötzlich und unerwartet im Alter von nur 60 Jahren. Klaus war über 50 Jahre lang ein prägendes Mitglied des DRK in Friedrichsdorf. Er wirkte fast 30 Jahre im Vorstand, zuletzt war er für unsere Küche und als Helfer in der Bereitschaft tätig. Erst Ende letzten Jahres wurde er dafür von uns geehrt. Seine Verdienste um das DRK und die Allgemeinheit sind vielfältig. Ob Hausnotrufeinsätze für hilfsbedürftige Menschen zu Hause, ob Sanitätsdienste bei Veranstaltungen aller Art, ob Verpflegung- und Betreuungseinsätze für Menschen, die nach Unfällen gestrandet oder beispielsweise durch Brände, Bomben oder Hochwasser zeitweise evakuiert werden mussten, bis hin zu internationalen Einsätzen wie bei der zeitweisen Aussiedlung von Menschen aus Krisengebieten, beispielsweise aus Jugoslawien. Er war da, wo Menschen Hilfe brauchen. Da aber eine Organisation auch eine Verwaltung braucht und auch dort engagierte Helfer benötigt, wirkte er auch dort und schließlich auch im Vorstand der Ortsvereinigung Friedrichsdorf als Schatzmeister entscheidend mit. Er war jahrzehntelang eng eingebunden, aktiv an Aufbau und Ausgestaltung unserer Ortsvereinigung bis zu ihrem Bestand heute beteiligt und tief engagiert in den stets vorbildlichen Finanzen wie niemand sonst. Gerade diese Tätigkeit erforderte Durchsetzungsvermögen und Organisationstalent, denn Hilfsorganisationen sind finanziell von Natur aus nicht auf Rosen gebettet. Trotz dieser nicht einfachen Aufgabe hat Klaus sehr erfolgreich für das finanzielle Wohl der Ortsvereinigung Friedrichsdorf gesorgt. Mit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand unserer Ortsvereinigung – auf eigenen Wunsch und auch um mehr Zeit für die Pflege seiner schwer erkrankten Mutter zu haben – ging vor einigen Jahren also für uns aber auch für ihn eine Ära zu Ende. Seitdem engagierte sich Klaus weiterhin in der KatS-Küche in Seulberg und als Helfer der Bereitschaft. Für die 40-Jahre-Feier der OV im Herbst 2022 hatte er uns noch alle mit Erbsensuppe bekocht. Er war – und das hat er immer wieder betont und auch von anderen eingefordert – ein echter DRK-Kamerad im besten Sinne.
Klaus war also Frontmann – der selbst unzählige Male Hilfe leistete – und Organisator im Hintergrund - damit andere helfen können. Klaus war – wie es der Ehrenvorsitzende der Ortsvereinigung Friedrichsdorf, Gerhard Stier, als jahrzehntelanger Wegbegleiter einmal ausdrückte – ein Besonderer und zugleich ein Hartnäckiger wenn es darum ging, die Idee des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant, zu leben. Das DRK erkannte seine Leistungen durch zahlreiche Ehrungen aus, das Land Hessen verlieh Klaus den Ehrenbrief des Landes für besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der sozialen Gestaltung der Gesellschaft.
Klaus war darüber hinaus aber auch für viele von uns ein Freund. Unzählige gesellige Treffen, Ausflüge, gemeinsame Essen, Rotwein und/oder Käse, Gespräche über Fussball – wenn er auch Bayern München favorisierte, Urlaube an der Nordsee und anderswo in der (weiten) Welt. Klaus konnte zwar manchmal schroff wirken und hatte einen nicht immer sofort zugänglichen Humor. Er hatte aber ein großes Herz und das am rechten Fleck.
Sein Verlust schmerzt uns alle.

Jürgen Banzer
Präsident KV Hochtaunus e.V.
Dr. Marius Bergermann
Vorsitzender
OV Friedrichsdorf  

Kondolenzanschrift: DRK-Kreisverband Hochtaunus e. V., Ortsvereinigung Friedrichsdorf, Rodheimer Straße 24, 61381 Friedrichsdorf. Die Familie bittet von direkten Kontaktaufnahmen Abstand zu nehmen. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

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news-256 Mon, 23 Jan 2023 11:00:33 +0100 Pilates Gymnastik ab 50 /ueber-uns/presse-service/meldung/pilates-gymnastik-ab-50.html Der DRK-Kreisverband Hochtaunus e.V. startet mit Bewegung ins neue Jahr und bietet einen neuen Kurs „Pilates-Gymnastik ab 50“ an. Der Kurs, für den noch einige Plätze frei sind, findet donnerstags, 18 bis 19 Uhr, in der Unterkunft der DRK Ortsvereinigung Neu-Anspach, Schulstraße 1, statt. Als Kursleiterin konnte das DRK mit Saniye Akpinar-Weber eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet gewinnen. Im Pilatestraining geht es um ein systematisches Ganzkörpertraining mit dem Schwerpunkt auf Kräftigung der Bauch-, Beckenboden, Zwerchfell- und Rückenmuskulatur, erläutert Kathrin Kiefer, Leiterin der Begegnungsstätte des DRK Kreisverbandes Hochtaunus e.V.
Mit dieser Technik wird ein Muskelkorsett aufgebaut, das hilft, den Körper ökonomisch und effektiv zu bewegen. Im Fokus des Kurses steht deshalb die Körpermitte, im Pilates „Powerhouse" genannt. Atemtechnik, Haltung und Körperwahrnehmung werden geschult. Gleichgewicht, Beweglichkeit und Motorik erfahren durch gezielte, spezifische Übungen die angestrebte Kräftigung. Durch bewusste und konzentrierte Übungen, von den Füßen bis zum Scheitel, werden Bauch, Hüfte, Gesäß, Ober- und Unterkörper durch langsame, rhythmische und fließende Bewegungen mobilisiert, gekräftigt und gedehnt, Blockaden werden gelöst, Der Kurs ist für Menschen ab 50 Jahren und fitte Senior*innen konzipiert. Interessierte können sich bei Fragen direkt an Übungsleiterin Saniye Akpinar-Weber, Telefon 015751953926 wenden.

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news-255 Wed, 07 Dec 2022 15:11:01 +0100 Tagespflege schließt die Lücke zwischen häuslicher und stationärer Pflege Bürgermeister König informierte sich im KFH über DRK-Angebote /ueber-uns/presse-service/meldung/tagespflege-schliesst-die-luecke-zwischen-haeuslicher-und-stationaerer-pflege-buergermeister-koenig-informierte-sich-im-kfh-ueber-drk-angebote.html Wenn Senioren eigentlich noch in ihren eigenen vier Wänden leben könnten, aber stationär gepflegt werden müssen, weil Betreuung daheim nicht möglich ist, gerät das Zusammenleben der Generationen aus den Fugen. Eine Alternative ist die Tagespflege. Wie die funktioniert und was sie für die Senioren an Lebensqualität und ihre Angehörigen an Entlastung bringt, davon hat sich jetzt Kronbergs Bürgermeister Christoph König im Kaiserin-Friedrich-Haus überzeugt. Senioren, vor allem kranke, möglichst lange in ihrem gewohnten Lebensumfeld zu lassen, ist eine wichtige Säule moderner Geriatrie. Voraussetzung dafür ist allerdings kompetente Pflege in den eigenen vier Wänden, am besten durch Familienangehörige. Deren Arbeitsleben setzt dem aber Grenzen, sie stehen nicht rund um die Uhr als Betreuungskräfte zur Verfügung, oft bleibt da nur der Weg in die stationäre Pflege. Eine zumindest über einen längeren Zeitraum gute Alternative ist die Tagespflege. Die Pflegebedürftigen werden meist morgens abgeholt und nachmittags nach Hause zurückgebracht. In der Tagespflege bekommen sie Frühstück, Mittagessen und Nachmittagskaffee sowie die Pflege, die sie gemäß ihres Pflegegrades brauchen. Ferner macht die Einrichtung Beschäftigungsangebote wie Basteln, Spaziergänge oder Gedächtnistraining. Im Kaiserin-Friedrich-Haus, dem Alten- und Pflegeheim des Deutschen Roten Kreuzes in Kronberg (KFH), ist diese Form der teilstationären Altenpflege seit Jahren ein Erfolgsmodell. Bürgermeister Christoph König hat der Einrichtung sowie der angegliederten Kindertagesstätte „Victoria“ jetzt einen Informationsbesuch abgestattet, er wollte zum einen das neue Leitungsteam kennenlernen, sich aber auch einen Eindruck von der Tagespflege verschaffen. „Der Bedarf an Tagespflege ist da und im sozialen Gefüge der Stadt, aber auch bei der Erfüllung des Generationenvertrags ein immer wichtiger werdender Teil der Altenpflege“, sagte König. Tagespflege entlaste die Angehörigen, damit sie arbeiten gehen oder Dinge wie Einkäufe, Arztbesuche oder Treffen mit Freunden erledigen können. „Dieses Modell schließt eine wichtige Lücke zwischen ambulanter und stationärer Pflege“, stellte König im Gespräch mit Sebastian Fischer fest. Fischer ist seit Oktober Geschäftsführer des KFH und zugleich stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands. Erfreut über das Interesse des Bürgermeisters an der Alten- und Pflegeinrichtung, aber auch an der benachbarten Kindertagesstätte, erläuterte Fischer die Entwicklung der einstmals von der Witwe des 99-Tage-Kaisers Friedrich III gegründeten Einrichtung vom Hospital zur modernen Alten- und Pflegeeinrichtung. Tagespflege, für die sich auch Synergien mit der stationären Pflege ergeben, gehöre längst zum Leistungsangebot, so Fischer. Fischer warb für die Idee der Tagespflege als einer besonderen Art der Pflege, die auch für Fachkräfte interessant sei, keinen Schichtdienst bedeute und gegenüber der stationären Pflege körperlich weniger anstrengend sei. Dem Fachkräftemangel in der Pflege könne so ein Stück entgegengewirkt werden, da die Fachkräfte eben noch im Beruf bleiben, selbst wenn die körperlich stellenweise sehr belastende Tätigkeit in ambulanter und stationärer Pflege nicht mehr ausgeübt werden kann. „Die Tagespflege stellt in der Pflege sowohl für Klienten als auch für Fachkräfte eine attraktive, oft noch recht unbekannte Nische dar“, sagte Fischer. Generell sei im Kampf gegen den Fachkräftemangel ein Umdenken an mehreren Stellen notwendig. „Die Ausstattung von Pflegehelfer*innen mit mehr Kompetenz und Befugnissen oder die Umsetzung des Tariftreuegesetztes in der Pflege sind ganz wichtige Bausteine für eine Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs“, ergänzt Fischer. Was das KFH darüber hinaus als Arbeitgeber mit seinem gut ausgebildeten Team und der angenehmen Arbeitsatmosphäre tun könne, werde getan. Jasmin Berghaus, neue Leiterin Sozialer Dienst und Tagespflege im KFH, erläuterte König die aktuelle Situation, bei der noch Luft nach oben sei. Die Kapazitätsgrenze bei der Tagespflege sei noch nicht erreicht, sagte Berghaus, „12 Tagesgäste könnten wir aufnehmen, die sind es derzeit aber nicht. Wir müssen dauerhaft dafür werben und pflegenden Angehörigen signalisieren, dass wir unsere Gäste abholen und wieder nach Hause bringen. Der Fahrdienst dürfte für viele eine wichtige Entscheidungshilfe sein, offenbar ist das aber noch zu wenig bekannt“, sagt Berghaus, die hier auch auf werbende Unterstützung durch die Stadt Kronberg hofft. An dem Treffen im KFH hat auch Angelika Hartmann, Fachbereichsleiterin Soziales im Kronberger Rathaus, teilgenommen. Sie sagte, ihr sei es wichtig, dass pflegende Angehörige, die vor der Frage stehen, welche Art der Pflege für ihre Senioren die bessere ist, Unterstützung durch zielgerichtete Beratung erfahren. Dabei sollten die zu Pflegenden in die Entscheidung so weit wie möglich eingebunden werden, „Loszulassen“ sei aber auch für viele Angehörige ein Problem, das sich bei entsprechender Beratung aber lösen lasse. „Solch tiefgreifende Veränderungen sind immer schwierig und erfordern Empathie und Feingefühl“, sagte Hartmann. Matthias Kulessa ist seit Oktober Einrichtungsleiter des KFH, und sieht den finanziellen Aspekt als einen ganz entscheidenden, wenn es um das Thema Tagespflege geht: „Viele pflegende Angehörige brauchen was Tagespflege anbelangt noch Aufklärung und Beratung. Viele haben Angst vor den Kosten, wissen aber gar nicht, dass die Krankenkassen Entlastungszahlungen an aktuell vier bis sechs Tagen, an denen Tagespflege in Anspruch genommen wird, leisten.“

Bildtext: Kronbergs Bürgermeister Christoph König und die städtische Sozialamtsleiterin Angelika Hartmann informierten sich im Kaiserin-Friedrich-Haus bei Jasmin Berghaus, Leiterin Sozialer Dienst und Tagespflege, KFH-Geschäftsführer Sebastian Fischer und Einrichtungsleiter Daniel Kulessa (v.li.) über die Angebote in der Tagespflege im KFH. Foto: DRK-Pressestelle

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news-254 Thu, 01 Dec 2022 16:46:43 +0100 Und schon wieder ein Preis: Innovative Ideen und Teamarbeit, die helfen! Hessischer Katastrophenschutzpreis erneut an DRK Kreisverband Hochtaunus e.V. /ueber-uns/presse-service/meldung/und-schon-wieder-ein-preis-innovative-ideen-und-teamarbeit-die-helfen.html Wenn nach einer Flutkatastrophe die Infrastruktur zusammenbricht, wenn Hunderte Einsatzkräfte nach Vermissten suchen oder Waldbrände bekämpfen, bei Unglücken mit vielen Verletzten oder Großbränden sind die Multifunktionalen Einsatzeinheiten des DRK Kreisverbandes Hochtaunus gefragt. Sie kochen dann für die Kollegen der Rettungsorganisationen warme Mahlzeiten und Heißgetränke, geben Decken an Betroffene aus, betreuen, sichern die Lage nach hinten ab. Diese Arbeit hat den Rettern aus dem Taunus jetzt den 3. Rang des Hessischen Katastrophenschutzpreise eingebracht. Auf dem Podium kennen sie sich bereits aus, 2019 erst hat der Kreisverband nämlich schon den 1. Preis gewonnen. Der DRK Kreisverband hat zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Jahren den „Hessischen Katastrophenschutzpreis“ erhalten. 2019 erhielten die Retter aus dem Taunus bereits den 1. Preis, jetzt war es der dritte. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, als Prämie für den dritten Rang gab es für das DRK 2.000 Euro. Sieger in diesem Jahr ist der DRK Kreisverband Marburg-Gießen, Platz 2 belegt der Regionalverband Mittelhessen der Johanniter-Unfallhilfe. Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport hat den Katastrophenschutzpreis erstmals 2017 ausgelobt. Prämiert werden jeweils die drei besten Projekte im ehrenamtlichen Bevölkerungsschutz. Besonders bewertet werden von der Jury dabei innovative Ideen und über das normale Maß hinausgehendes Engagement der Helferinnen und Helfer.
Die Preisvergabe fand jetzt im Rahmen einer Feierstunde im Festsaal des Hotels Vienna House in Wetzlar statt. Sie wurde vom hessischen Innenminister Peter Beuth persönlich vorgenommen. Beuth zeigte sich von der Leistung der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz tief beeindruckt. Der Katastrophenschutz in Hessen werde fast ausschließlich ehrenamtlich getragen, sagte Beuth in seiner Laudatio und lobte die „immense Schlagkraft des Katastrophenschutzes“, mit der die Helfer etwa bei Einsätzen im Rahmen von Flutkatastrophen, bei den Waldbränden sowie der Errichtung der Notunterkünfte für ukrainische Geflüchtete im Frühjahr gezeigt hätten, dass auf sie jederzeit Verlass ist. Auch die Bereitschaft, sich dafür ständig in der Freizeit fortzubilden, verdiene höchste Anerkennung durch die Gesellschaft, aber auch durch den Staat. „Ohne den großartigen Einsatz der rund 23000 Helferinnen und Helfer in den mehr als 680 Einheiten würde unser ehrenamtliches System der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr zusammenbrechen“, sagte Beuth.
Der DRK Kreisverband Hochtaunus hatte sich in diesem Jahr mit seinem Projekt der Erweiterung und Standardisierung des Beladesatzes der Multifunktionalen Einsatzeinheiten (MFE) um den Preis beworben. Die Idee hierzu wurde aus verschiedenen Einsätzen auf Kreisebene, aber auch aus den Erfahrungen, die die Helfer im vergangenen Jahr beim Ahrtal-Hochwasser gewonnen haben, entwickelt. „Schwerpunkt dabei ist die Ausstattung der sechs Einheiten im Modulsystem. Unsere MFE können damit einfach und flexibel Verpflegungs- und Versorgungsmaterialausgaben sowie Betreuungsstellen bei verschiedensten Einsätzen wie Waldbränden, Bombenentschärfungen und Vermisstensuchen, aber auch bei Krisensituationen wie dem Komplettausfall der Infrastruktur im Ahrtal, vor Ort betreiben. Ein nach Farben kodiertes Boxensystem, das bei allen Einheiten gleich ist, hilft dabei, dass jeder sich im Einsatz überall gleich zurechtfindet“, erläutert Uwe Riehl, Rotkreuzbeauftragter des DRK Kreisverbandes, das von einer breit aufgestellten Projektgruppe erarbeitete Prinzip.
Eine sehr wichtige Komponente ist dabei das Thema Verpflegung. Bei größeren Lagen mit vielen Einsatzkräften ist die Zubereitung kleiner Mahlzeiten und Warmgetränken sowie deren Ausgabe im Schadensgebiet von größter Bedeutung.  Mit der Aktion konnte die Materialbeschaffung weiter ausgebaut und den wachsenden Anforderungen angepasst werden. „Zum Konzept gehören auch Warmhaltebehälter. Gerade jetzt im Winter ist es wichtig, den Einsatzkräften von Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen sowie den von der Lage betroffenen, vielleicht obdachlos gewordenen Menschen eine warme Mahlzeit anbieten zu können.“, unterstreicht Riehl. Bei der Vorstellung des prämierten Projekts wies er darauf hin, dass die Idee und das Vorhaben vom Team selbst entwickelt wurde und innerhalb weniger Monate umgesetzt werden konnte. Benny Ehrlein, Leiter der DRK-Bereitschaftsküche in Kronberg, war Teil der Projektgruppe. Er stellte den Zuhörern im Rahmen der Preisverleihung das Konzept im Detail vor, wobei er nicht ganz ohne Stolz erwähnte, dass es bereits Nachfragen zu dieser Arbeit aus dem ganzen Bundesgebiet gebe.

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news-253 Fri, 25 Nov 2022 09:53:16 +0100 DRK und KFG gehen gemeinsamen Weg /ueber-uns/presse-service/meldung/drk-und-kfg-gehen-gemeinsamen-weg.html Schulsanitäter am KFG im Einsatz: Die Spezialisten für blutende Nasen und verstauchte Knöchel An deutschen Schulen ereignen sich jedes Jahr mehr als eine Millionen Schulunfälle. Oft sind gerade die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung.
Um die Sicherheit an ihrer Schule zu verbessern, arbeitet das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium (KFG) in Bad Homburg fortan mit dem Jugendrotkreuz (JRK) des DRK Kreisverbandes Hochtaunus zusammen. Den offiziellen Startschuss gab der Schulleiter Jochen Henkel in Anwesenheit des JRK-Kreisleiters Hochtaunus, Johannes Hubert, am 16.11.2022.
Am KFG sind 18 Schülerinnen und Schüler jederzeit bereit, im Falle eines Unfalles sofort Erste Hilfe zu leisten.
„Auf ihren Einsatz vorbereitet wurden und werden unsere Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter durch eine offizielle Ausbildung in erweiterter Erste Hilfe“, so der Schulleiter. „Für unsere Schule bedeutet dies auf jeden Fall einen weiteren Zuwachs an Sicherheit.“ Der JRK-Kreisleiter des DRK Kreisverband Hochtaunus fügt hinzu: „Damit wird aber nicht nur die Sicherheit erhöht. Auch für die Schülerinnen und Schüler bietet dieses Projekt eine tolle Chance, schließlich übernehmen sie hier Verantwortung und lernen, damit umzugehen.“
Schulsanitäterinnen bzw. Schulsanitäter können am KFG alle Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse werden. Die „Schulsanis“ kümmern sich nicht nur um die Wartung und Pflege der Materialien und versuchen Gefahrenpotentiale zu verringern, sondern sie vertiefen und erweitern ihr Wissen um die Erste Hilfe ständig. Auch auf Schulfesten oder anderen schulischen Veranstaltungen kommen sie zum Einsatz.

„Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass die Zahl der Unfälle an Schulen mit Schulsanitätsdiensten rückläufig ist“, berichtet Johannes Hubert. „Daher freuen wir uns umso mehr über die Kooperation mit dem KFG“.

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news-252 Thu, 17 Nov 2022 09:54:12 +0100 Das Café Rotkehlchen hat noch Plätze frei /ueber-uns/presse-service/meldung/das-cafe-rotkehlchen-hat-noch-plaetze-frei-1.html Die Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz des DRK findet vor Ort in Bad Homburg statt. Es ist schon ein besonderes Café, das „Café Rotkehlchen“ des DRK-Kreisverbands Hochtaunus e.V. und besondere Menschen sind seine Gäste. In einer kleinen Runde können Menschen mit Demenz regelmäßig zum gemütlichen Beisammensein in der Kaiser-Friedrich-Promenade 5 zusammenkommen. Die bevorstehende Adventszeit lädt geradezu ein, es sich gemütlich zu machen. Es wird gemeinsam gesungen, gebastelt und gebacken – also alles, was es für eine besinnliche Vorweihnachtszeit braucht!
Es sind noch Plätze frei an den drei Nachmittagen - dienstags, donnerstags und freitags - jeweils von 14 bis 17 Uhr, an denen die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des DRK den maximal 6 Gästen ein abwechslungsreiches, aber stets auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmtes Programm anbieten. Bei Bedarf steht auch ein Fahrdienst zur Abholung bereit.
Für weitere Informationen und Anmeldungen steht Herr Jens Berger als Leitung des Fachbereichs Demenz des DRK unter 06172-129545 zur Verfügung.

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news-251 Thu, 10 Nov 2022 15:48:00 +0100 Integration mit Nadel und Faden, oder ein Nähkästchen zum Plaudern /ueber-uns/presse-service/meldung/integration-mit-nadel-und-faden-oder-ein-naehkaestchen-zum-plaudern-afghanin-hat-in-drk-fluechtlingsunterkunft-eine-naehstube-eroeffnet.html Afghanin hat in DRK-Flüchtlingsunterkunft eine Nähstube eröffnet. Die Afghanin Parwin Arifi hat in der DRK-Gemeinschaftsunterkunft Bad Homburg am Niederstedter Weg für Geflüchtete aus der Unterkunft eine Nähstube eingerichtet, in der sie für ihre Mitbewohner kostenlos Kleidung ändert und flickt. Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Katrin Hechler hat sie in ihrem neuen Reich besucht und nennt die ehrenamtliche Initiative begeistert „ein Stück gelebte Integration“. Im Hochtaunuskreis in Gemeinschaftsunterkünften lebende Geflüchtete haben die Möglichkeit gut erhaltene Kleidung für sich und ihre Familien unter anderem in den vom DRK-Kreisverband betriebenen Kleidershops, aber auch bei anderen Stellen, für kleines Geld zu beziehen. Diese Kleidung passt nicht immer, was oft den Besuch beim Änderungsschneider nötig macht und auch Geld kostet, der arbeitet schließlich nicht kostenlos. Kostenlos arbeitet dagegen seit kurzem Parwin Arifi. Sie ist mit ihrem Ehemann und den beiden Söhnen aus Afghanistan über Pakistan nach Deutschland gekommen und lebt seit März in der vom DRK-Kreisverband betriebenen Gemeinschaftsunterkunft Bad Homburg am Niederstedter Weg. Parwin Arifi hat das Schneiderhandwerk gelernt und in der Unterkunft jetzt eine Nähstube eröffnet. Dort lässt sie Säume aus zu kurzen Hosen und Jackenärmeln heraus, oder kürzt sie bis sie passen. Sie näht Knöpfe an und setzt Abnäher, wenn Jacke und Hose zu weit sein sollten, oder näht Flicken auf. Einrichtungsleiter Johannes Pegler war begeistert, als die in der Unterkunft allseits beliebte Frau auf ihn zukam und ihn fragte, ob sie eine Nähstube eröffnen kann. „Tolle Idee, wir haben sie gleich umgesetzt und ihr das schönste Zimmer im ganzen Haus, unser Frauenzimmer, gegeben“, erzählt Pegler bei einem Besuch von Kreissozialdezernentin Katrin Hechler in der Gemeinschaftsunterkunft. Hechler hatte von der Initiative erfahren und wollte sich selbst ein Bild davon machen. Eine Nähmaschine gab es bereits, andere Handarbeitsutensilien mussten beschafft worden. Zum Einzug gab es ein gutgefülltes „Nähkästchen“ als Geschenk. 
Das Zimmer im Erdgeschoss von Haus 2 diente bisher als „Frauenzimmer“ und war auch nur Frauen zugänglich. Nun befindet sich darin auch noch die Nähstube, die Funktion des „Frauenzimmers“ bleibt also erhalten. „Hier können sich die Frauen ohne ihre Männer verabreden, Tee trinken und  Parwin Arifi zuschauen, wie sie arbeitet oder auch warten, bis die Hose fertig ist, das schafft Kommunikation“, freut sich Pegler, der Parwin Arifi die Schlüssel zu dem Raum übergeben hat. Sie organisiere das selbst und vereinbare mit den Frauen auch Termine, „bis-her funktioniert das ganz prima“, sagte er. Auf die im übrigen kostenlosen Dienste von Parwin Arifi können nur Bewohner der Unterkunft zurückgreifen, nach Vereinbarung und wenn es nicht überhand nimmt, aber auch Bewohner anderer vom DRK betriebener Unterkünfte.
Kreisbeigeordnete Katrin Hechler teilte Peglers Begeisterung: „Parwin Arifi ist eine beeindruckende Frau, die sich mit ihrer Initiative für die ihrer Familie gewährte Gastfreundschaft und Geborgenheit in dieser tollen Unterkunft revanchieren möchte, phantastisch, so soll Integration sein“, sagte Hechler, die mit Interesse erfuhr, dass es in der Unterkunft auch schon eine Fahr-radwerkstatt gibt. Die Nähstube stelle da ein weiteres Angebot für die Bewohner dar.
Hechler war bei ihrem Besuch von Sebastian Fischer, dem stellvertretenden DRK-Kreisgeschäftsführer und Leiter Soziale Dienste, begleitet worden. Fischer begrüßte die Initiative von Parwin Arifi und Einrichtungsleiter Johannes Pegler ausdrücklich und nannte es bemerkenswert, dass sich Bewohner selbst auch ehrenamtlich einbringen. Solche Angebote sei-en leider lange durch die Pandemie unmöglich gemacht worden. Jetzt könne man sich aber wieder treffen und jetzt sei auch wieder die Zeit, die Einrichtungen für ehrenamtliche Angebote, die nicht zuletzt auch der Integration der Bewohner und ihrer Einbindung in die Gesellschaft dienen, zu öffnen sagte Fischer, der sich auch ehrenamtlich geleistete „Hilfe von außen“ als Hilfestellung beim Stellen von SGBII-Anträgen, aber auch bei der Wohnungssuche, bei der Hausaufgabenhilfe oder beim Spracherwerb gut vorstellen kann.
BU:

Johannes Pegler, Sebastian Fischer, Parwin Arifi, Katrin Hechler und Anna Gutwein (v.l.) freuen sich über die Eröffnung der Nähstube in der Gemeinschaftsunterkunft Bad Homburg
 

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news-250 Thu, 10 Nov 2022 10:04:25 +0100 Retten, eine sehr schöne, erfüllende Aufgabe /ueber-uns/presse-service/meldung/retten-eine-sehr-schoene-erfuellende-aufgabe.html DRK verabschiedet drei frischgebackene Notfallsanitäter. Seit 2014 bietet der DRK Kreisverband Hochtaunus eine Ausbildung zum Notfallsanitäter an. 50 junge Leute haben diesen äußerst anspruchsvollen Beruf bereits auf den Rettungswachen des DRK Kreisverband Hochtaunus erlernt. Jetzt wurden wieder drei erfolgreiche Prüfungsabsolventen verabschiedet, gleichzeitig treten fünf „neue“ als Azubis in ihre Fußstapfen. Bei einer kleinen Feier ermutigte Rettungsdienstleiter Felix Seegert die jungen Kollegen, bei der Stange zu bleiben: Retten sei ein toller Beruf, auch unter derzeit widrigen Bedingungen könne man als „NFS“ gerne zur Arbeit fahren. Der DRK Kreisverband Hochtaunus hat seit der Einführung des neuen Berufsbildes „Notfallsanitäter“ 2014, das den Beruf des „Rettungsassistenten“ abgelöst hat, 50 junge Leute zu „NFS“, wie sie sich selbst gerne abkürzen, ausgebildet. Im Lehrsaal der Rettungswache 01 am Bad Homburger Klinik-Campus wurden jetzt die erfolgreichen Absolventen des letzten Jahrgangs verabschiedet und zugleich fünf „Frischlinge“, Maximilian Wissig, Dominik Neeb, Justin Keiling, Daniel Patzer und Sophie Laufer, begrüßt, die ab sofort in ihre dreijährige Lehrzeit starten und dabei von fünf erfahrenen Praxisanleitern geführt und unterstützt werden. Felix Seegert, Leiter Rettungsdienst beim DRK, gratulierte den frischgebackenen NFS zur bestandenen Prüfung. Ein Spaziergang sei die Ausbildung mit ihren enormen Anforderungen ganz sicher nicht, umso höher seien die erreichten Abschlüsse einzuschätzen. Seegert begrüßte es, dass dem DRK Kreisverband mit Thadeus Neigenfind und Liesa Meier zwei der drei Ex-Azubis erhalten bleiben und verband dies mit der Hoffnung, dass man sehr viele Jahre auf die beiden „Neuen“ werde zählen können. Dass Retten eine sehr schöne und erfüllende Aufgabe ist, die jedoch eine besondere innere Einstellung und Haltung erfordere und nicht immer die Anerkennung in der Gesellschaft fände, haben sie in den vergangenen drei Jahren selbst schon erkannt. Dennoch betonte Seegert, dass es „eigentlich keinen Grund gibt, als NFS nicht gerne zur Arbeit zu fahren und auch immer wieder gut gelaunt in den nächsten Einsatz zu starten“. Natürlich sei es das Bestreben des DRK Kreisverbandes, den Berufsnachwuchs möglichst lange an sich zu binden. Auch DRK-Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer zeigte sich von der Komplexität der Ausbildung mit Praxisanteilen in Rettungswachen, Rettungseinsätzen und Klinken sowie in der Theorie beeindruckt. Dass sich die jungen Leute den Anforderungen gewachsen gezeigt haben, sei aller Ehren wert. Selzer versicherte aber auch den neuen NFS-Auszubildenden, dass sie mit dem DRK einen sehr guten Ausbildungsbetrieb gewählt haben und sich auf bestimmt sehr anstrengende drei Jahre, aber auch auf eine sehr freundschaftliche. kameradschaftliche Atmosphäre auf Augenhöhe mit den Praxisanleitern freuen können.

Praxisanleiter Andy Egner sagte, er sei bei solchen Momenten immer wieder überrascht, zu erleben, wie schnell drei Jahre doch vorbei sind. Es sei aber schön, zu sehen, wie gut das alles klappt und wie groß das Engagement der Azubis ist: „Wir bemühen uns, euch den Weg in eure berufliche Zukunft zu weisen und euch dabei zu unterstützen, alles können wir euch aber auch nicht beibringen, weil wir selbst nicht alles wissen, den Rest bringt dann die Erfahrung“, sagte Egner stellvertretend für seine Kollegen Frank Buschke, Klaus Momberger, Nina Pflanz, Michael Voigt und Sandra Pauls.

Thadeus Neigenfind aus Oberursel ist einer der neuen Notfallsanitäter. Er gab das Lob an die Praxisanleiter zurück. Man habe sich jederzeit an sie wenden können und sich bei ihnen bestens aufgehoben gefühlt, sie hätten sich alle sehr für die Auszubildenden eingesetzt. Für ihn selbst, der bereits eine Ausbildung als Rettungssanitäter mitgebracht hat, sei „NFS“ ein Traumberuf. Zu keinem Moment der dreijährigen Ausbildung habe er Zweifel gehabt, ob es die richtige Entscheidung war.

Zum neuen NFS-Jahrgang gehört Maximilian Wissig aus Weilrod. Er verfügt bereits über eine abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachkraft und hat irgendwann nach einer neuen Herausforderung gesucht. Dass er sich beim DRK Kreisverband um einen Ausbildungsplatz als Notfallsanitäter beworben habe, sei nicht ganz zufällig geschehen, sagte er, schließlich arbeite auch sein Vater im Rettungsdienst.

 

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Auf der Rettungswache 1 herrscht nicht nur bei den Einsatzkräften ein ständiges Kommen und Gehen, sondern auch bei den Auszubildenden: Gerade haben beim DRK Kreisverband Hochtaunus drei junge Notfallsanitäter ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, während fünf neue für die nächsten drei Jahre in ihre Fußstapfen treten. Rettungsdienstleitung, Praxisanleiter und Geschäftsführung wünschten allen Glück und Freude im neuen Beruf. Foto: DRK Pressestelle

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news-249 Fri, 28 Oct 2022 13:18:28 +0200 Neue Positionen für altgediente Köpfe /ueber-uns/presse-service/meldung/neue-positionen-fuer-altgediente-koepfe.html Führungswechsel im DRK-Altenwohn- und Pflegeheim Kaiserin Friedrich-Haus. Das Altenwohn- und Pflegeheim Kaiserin-Friedrich-Haus steht ab November unter neuer Leitung. Der bisherige Pflegedienstleiter Matthias Kulessa-Bartnitzki tritt die Nachfolge von Giuliana Kotitschke an, die nach sechs Jahren als Geschäftsführerin künftig mehr Zeit für die Familie haben möchte. DRK-Kreisverbandspräsident Jürgen Banzer hat Kotitschke jetzt mit allen Ehren verabschiedet, ihr aber auch mit auf den Weg gegeben, dass sie jederzeit zurückkommen könne. Die Aufgabe des KFH-Geschäftsführers übernimmt der stellvertretende Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Sebastian Fischer. Führungswechsel im Kaiserin-Friedrich-Haus: Giuliana Kotitschke, bislang Geschäftsführerin und Einrichtungsleiterin des vom DRK-Kreisverband Hochtaunus betriebenen Altenwohn- und Pflegeheims in Kronberg, verlässt das KFH zum Monatsende. Neuer Einrichtungsleiter ist Matthias Kulessa-Bartnitzki. Kotitschkes Aufgaben als Geschäftsführerin übernimmt, zusätzlich zu seiner Tätigkeit als stellvertretender Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Sebastian Fischer gemeinsam mit Heiko Selzer.

Die Umbesetzung der Führungspositionen im KFH macht weitere Personalrochaden nötig. Matthias Kulessa-Bartnitzki war seit 2013 Pflegedienstleiter. Seine Nachfolge tritt seine bisherige Stellvertreterin Kathrin Ehrlein an. Die ebenfalls von Ehrlein geleitete Tagespflege übernimmt Jasmin Berghaus, zusätzlich zu Ihrer Position als Leiterin des Sozialen Dienstes.

Giuliana Kotitschke gibt die Leitung des Hauses auf eigenen Wunsch ab, sie möchte sich, wie sie bei ihrer Verabschiedung durch den Präsidenten des DRK-Kreisverbandes, Jürgen Banzer, sagte, künftig mehr der Familie widmen können. Sie freue sich sehr auf diesen neuen Lebensabschnitt und räume ihr Büro deshalb auch mit dem berühmten lachenden Auge, aber auch mit einem weinenden. Die Arbeit, die sie zu Beginn 2017 von ihrem Vorgänger Manuel Gonzalez auf dessen Vorschlag hin übernommen habe, sei für sie stets mit sehr viel Freude verbunden gewesen. Von Beruf ist Kotitschke Fachwirtin im Gesundheitswesen. Ihre Aufgaben im KFH waren jedoch sehr schnell sehr weit über den reinen Verwaltungsbereich hinausgegangen. Der Umgang und die tägliche Nähe zu den Senioren, die sich der Fürsorge des KFH-Teams anvertraut haben, sei für sie immer und beinahe täglich mit vielen beglückenden Momenten und Begegnungen verbunden gewesen, sagte sie. Persönliche Dankbarkeit empfinde sie aber auch DRK-Präsident Banzer gegenüber, der sie von Anfang an nicht nur gefordert, sondern auch gefördert und ihr diese verantwortungsvolle Aufgabe zugetraut habe.

Banzer gab das Dankeschön in Form eines Blumenstraußes sofort zurück. Es seien sechs großartige Jahre gewesen, in denen Giuliana Kotitschke dem Kaiserin Friedrich-Haus mit ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer menschlichen Wärme immer wieder neue Impulse gegeben und sich im Kreisverband, aber auch im KFH-Team, großes Ansehen erworben habe. Ihr Weggang werde deshalb auch allenthalben bedauert, auch von den Bewohnern. Er persönlich habe vor Kotitschkes Entscheidung, sich künftig mehr der Familie widmen zu wollen, Respekt. In der Rotkreuz-Familie habe die scheidende KFH-Chefin jedoch immer ihren Platz und sie könne auch jederzeit wiederkommen.

Heiko Selzer, der seinen Dienst als DRK-Kreisgeschäftsführer erst im Sommer angetreten hat, bedauert, dass seine Zusammenarbeit mit Giuliana Kotitschke insofern nur von recht kurzer Dauer gewesen sei. „Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht, schade, dass es nun schon wieder vorbei ist“, sagte Selzer.

Auch Sebastian Fischer freut sich auf die neue Leitungskonstellation. Sie bedeute für ihn als stellvertretenden DRK-Kreisgeschäftsführer zwar Mehraufwand, der werde aber durch das in der Vergangenheit so eng zusammengeschweißte KFH-Team ein gutes Stück kompensiert. Auch Präsident Jürgen Banzer hat keinerlei Zweifel, dass die Weichen so wie sie jetzt gestellt sind, richtig sind: „Das alles ist eine sehr organische, gewachsene Gliederung, das wird funktionieren, da bin ich ganz sicher.“

Matthias Kulessa-Bartnitzki ist gelernter Altenpfleger. Der 44-Jährige arbeitet bereits seit 1999 im Kaiserin-Friedrich-Haus, unter anderem als Wohnbereichsleiter und zuletzt Pflegedienstleiter. Davor hat er als Schüler mehrere Praktika und Ferienjobs in der Altenpflege absolviert, „alle im Kaiserin-Friedrich-Haus“, lacht er.

 

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Die Leitung des Kaiserin-Friedrich-Hauses hat sich neu aufgestellt. Giuliana Kotitschke (Mitte) wechselt ins Privat- und Familienleben und übergibt die Einrichtungsleitung an Matthias Kulessa-Bartnitzki (3.v.re.), dessen Nachfolge als neue Pflegedienstleiterin Kathrin Ehrlein (re.) antritt. Ihr folgt Jasmin Berghaus als neue Leitung der Tagespflege. Zur Verabschiedung waren neben DRK-Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer (li.) und Kreisverbandspräsident Jürgen Banzer (3.v.li.) auch Sebastian Fischer gekommen, der künftig zusammen mit Selzer die Geschäftsführung des KFH übernimmt. Foto: DRK-Pressestelle

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news-248 Fri, 28 Oct 2022 13:16:40 +0200 Sigrid Bohrmann hat geholfen, Demenz die gesellschaftliche Stigmatisierung zu nehmen /ueber-uns/presse-service/meldung/sigrid-bohrmann-hat-geholfen-demenz-die-gesellschaftliche-stigmatisierung-zu-nehmen.html Als Helferin im „Café Rotkehlchen“ geht sie nach 13 Jahren in den Ruhestand. Die eine geht in den Ruhestand, die andere ist gerade dabei, eine neue ehrenamtliche Aufgabe zu finden: Sigrid Bohrmann hat 13 Jahre lang zunächst auf haupt-, dann ehrenamtlich im „Café Rotkehlchen“ mit demenziell erkrankten Menschen gearbeitet. Jetzt wurde sie vom DRK-Kreisverband und dem Kollegium in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Neu hinzugekommen ist als freiwillige Helferin Ina-Maria Kreber. Sie wurde herzlich willkommen geheißen. Sigrid Bohrmann gehörte beim Aufbau des „Café Rotkehlchen“ zwar nicht zu den „Müttern der allerersten Stunde“, aber zu denen der zweiten und zählt damit immer noch zu den Mitbegründern der Senioreneinrichtung des DRK-Kreisverbandes, die sich an Menschen mit demenziellen Erkrankungen wendet. Jetzt sagte sie nach fast genau 13 Jahren zunächst  hauptamtlicher, später dann ehrenamtlicher Arbeit für die Senioren zum Abschied „Servus“. Fröhlich erinnerte sie bei der kleinen Abschiedsfeier im „Café Rotkehlchen“ zu ihren Ehren an viele schöne Stunden und berührende Begegnungen mit den alten Menschen.  Deshalb falle das Aufhören auch ein wenig schwer. Dennoch freue sie sich jetzt erst einmal auf viel freie Zeit, die sie zum Teil auch mit Reisen verbringen wolle.  Die Arbeit im „Café Rotkehlchen“ habe ihr stets viel Freude bereitet, sogar so viel, dass sie nach einem erfolgreichen Berufsleben in der Immobilienbranche noch einmal die Schulbank drückte, um Alten- und Krankenpflege zu lernen. Das habe ihr später den Zugang zu den unter Demenz leidenden Menschen sehr erleichtert. Das „Café Rotkehlchen“ sei mit seiner Barrierefreiheit und dem sehr niederschwelligen Angebot der perfekte Rahmen, sagte sie.

Zum Abschied gab es vom stellvertretenden Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Sebastian Fischer, Blumen und Wein, aber auch lobende und dankende Worte, denen sich der „Café Rotkehlchen“-Gastgeber Jens Berger nur anschließen konnte. Berger hat vor einigen Jahren die Verantwortung für das „Café Rotkehlchen“ von Sigrid Bohrmann, die bis dato so etwas wie das Gesicht der Einrichtung war, übernommen und hat das Angebot Bohrmanns, weiter als Helferin dabei zu bleiben, natürlich liebend gerne angenommen.

Sebastian Fischer dankte Sigrid Bohrmann für die vielen Jahre, in denen sie mit großem persönlichem Engagement und Empathie entscheidend dazu beigetragen habe, das „Café Rotkehlchen“ zu einem Erfolgsprojekt zu machen. In dieser Form sei es mit seinem niederschwelligen Angebot, das einerseits den von Demenz betroffenen Menschen Freude bringe, dabei aber auch die pflegenden Angehörigen, die sie in der Gruppe gut aufgehoben und abwechslungsreich beschäftigt wissen, ein Stück weit entlastet, in Bad Homburg immer noch ein Alleinstellungsmerkmal. Für den DRK-Kreisverband, der 2024 mit all seinen Geschäftszweigen in eine neue Immobilie im Gewerbegebiet umziehen und damit auch den Standort mit der Begegnungsstätte in der Kaiser-Friedrich-Promenade aufgeben werde, stehe bereits jetzt fest, dass das „Café Rotkehlchen“ bestehen bleiben und in der Innenstadt eine neue Heimat finden wird. Es gebe bereits entsprechende Gespräche und man komme  dem Wunsch der Stadt Bad Homburg, diesem Betreuungsformat eine Zukunft zu geben, sehr gerne nach. Fischer sagte, das „Café Rotkehlchen“ habe großen Anteil daran, dass demenzielle Erkrankungen heute Teil einer modernen Gesellschaft sind und ihre frühere Stigmatisierung hinter sich gelassen haben. Auch Bormann sagte, Demenz habe weder etwas mit Bildung, noch mit beruflicher oder gesellschaftlicher Stellung zu tun, „es kann buchstäblich jeden von uns treffen“.

Dass jedem Abschied auch ein Anfang innewohnt, konnte Jens Berger bei der kleinen Feier für Sigrid Bohrmann mit Freude feststellen. Zum einen freue er sich schon darauf, wenn die scheidende Kollegin künftig immer mal wieder im „Café Rotkehlchen“ vorbeischaut. Zum anderen aber sei er sehr froh, mit der Bad Homburgerin Ina-Maria Kreber eine neue ehrenamtliche Helferin begrüßen zu können. Sie sei durch einen Bericht in der Zeitung auf das „Café Rotkehlchen“ aufmerksam geworden und habe sich gedacht, dass es für sie Sinn machen könnte, sich zu engagieren, sagte sie. Als Jungruheständlerin habe sie nun ja Zeit, die sie gerne sinnvoll nutzen wolle, deshalb habe sie auch gleich die vom DRK angebotene Schulung für die Arbeit in der Demenzbetreuung gebucht. Kontakt mit der Seniorenarbeit des DRK habe sie bereits in ihrer Heimat, dem Saarland gehabt, erzählte sie.

 

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Das Team des „Café Rotkehlchen“ sagt zum Abschied „Danke“: Jens Berger, Pascal Hagenah, Sigrid Bohrmann, Katia Marx, Sebastian Fischer, Ina-Maria Kreber und Renate Marx (v.li.) Foto: DRK Pressestelle

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news-247 Mon, 24 Oct 2022 09:48:37 +0200 Die Pflege – für Menschen mit Empathie ein Traumberuf /ueber-uns/presse-service/meldung/die-pflege-fuer-menschen-mit-empathie-ein-traumberuf.html Die Zeiten wandeln sich und mit ihnen wandeln sich die Berufsbilder, auch im Pflegebereich. Die Menschen werden immer älter, was stetige Anpassung an die wachsenden Bedürfnisse und Anforderungen nötig macht. Die Zusammenfassung der drei ehedem selbstständigen Alten-, Kranken- und Kinderpflegeberufe zu dem generalisierten Berufsbild der „Pflegefachkraft“ ist die Reaktion auf diese Entwicklung. Das Deutsche Rote Kreuz im Hochtaunuskreis ist sowohl im stationären Bereich mit dem Altenwohn- und Pflegeheim Kaiserin-Friedrich-Haus in Kronberg, als auch mit dem ambulanten Pflegedienst in Bad Homburg Teil dieses Systems im Ausbildungsmodul Altenpflege. Das DRK sitzt damit gewissermaßen zwar an der Quelle, leidet aber trotzdem unter dem aktuellen Pflegenotstand. Eine älter werdende Gesellschaft und die damit verbundene längere geistige und körperliche Fitness der Senioren – die Berufe der Alten- und Krankenpflege müssen sich diesem Trend permanent durch stetige Weiterentwicklung anpassen, zumal auch die Ansprüche der Senioren an Pflege wachsen. „Gerade das macht unseren Beruf sehr anspruchsvoll, aber auch sehr attraktiv – bei uns gleicht kein Tagesablauf dem anderen, ich finde, dass das sehr vielen jungen Leuten, aber auch Quersteigern, die auf der Suche nach einem erfüllenden, abwechslungsreichen Beruf sind, nicht so recht bewusst ist – daran sollten wir arbeiten, wir brauchen den Nachwuchs“, sagen unisono sowohl Kathrin Ehrlein, Pflegedienstleiterin im DRK-Altenwohn- und Pflegeheim Kaiserin-Friedrich-Haus in Kronberg (KFH) und dort auch für das Qualitätsmanagement zuständig, als auch Cathleen Spieß, Teamleiterin der Praxisanleitung des ambulanten Pflegedienstes in Bad Homburg. Das Image der Pflegeberufe, die lange als Alten-, Kinder- und Krankenpflege jeweils getrennt voneinander gelehrt wurden, seit 2020 aber „generalisiert“ in nur einem Ausbildungsgang, habe sich seitdem wegen der Flexibilisierung, der größeren Durchlässigkeit und der Möglichkeit der Spezialisierung zwar verbessert. Am Pflegenotstand, den auch das KFH spürt, habe das bislang aber wenig geändert, sagt Ehrlein. Mit 90 Mitarbeitern habe das KFH zwar einen sehr hohen Betreuungsschlüssel, der es erlaube, den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Höchstmaß an altersgerechter Pflege zu bieten, müsse dabei aber bereits auf externe Zeitarbeitskräfte zurückgreifen. „Drei Fachkraftstellen könnten wir sofort besetzen und von unseren fünf Ausbildungsplätzen ist momentan leider auch nur einer besetzt“, hofft Ehrlein, dass sich das mit Beginn des nächsten Ausbildungsjahres im April 2023 ändert und es bis dahin gelingt, die Jugend für die Pflege zu begeistern, ihr aufzuzeigen, wie groß die Karrierechancen sind, aber auch dass sich Bezahlung und Arbeitsbedingungen verbessert haben, später im Beruf, aber auch bereits in der Ausbildung, „wir bewegen uns bei den Ausbildungsvergütungen sogar im oberen Segment“, so Ehrlein.

Das DRK Hochtaunus bildet im Kaiserin-Friedrich-Haus, als auch im ambulanten Pflegedienst in Bad Homburg selbst junge Berufsanfänger, aber auch Quereinsteiger im Rahmen der Generalistik in der stationären und ambulanten Pflege aus, steht dabei aber auch in enger Kooperation mit Kliniken im Umkreis, wo die Auszubildenden praxisbezogene Schulungen in der Kranken- und Kinderkrankenpflege, sowie der Psychiatrie erhalten. Umgekehrt entsenden andere Ausbildungsbetriebe im Rahmen der Generalistik ihre Auszubildenden in stationäre und ambulante Altenpflegeeinrichtungen, wo sie ihre praktische Ausbildung in der Altenpflege erhalten, sowohl stationär, als auch ambulant.

„Der Markt in unserem Berufsspektrum wächst ohne Ende und bietet kontaktfreudigen Menschen, die gerne mit Senioren arbeiten und über die nötige Empathie verfügen, im stationären und ambulanten Bereich allerbeste Chancen“, sagt Cathleen Spieß. Spieß ist examinierte Krankenschwester und hat sich im Verlauf der Jahre auf die Praxisanleitung in der Pflege spezialisiert. Gerade in ihrer Leitungsfunktion fährt sie immer noch auch selbst „mit raus“, um den direkten Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren, aber auch, weil nur am Klienten die Praxisanleitung tatsächlich praktisch umgesetzt wird. Für sie muss Alten- und Krankenpflege, stationär wie ambulant, immer auf Augenhöhe, nie von oben herab, erfolgen und von Wertschätzung getragen sein. Diese Motivation versuche sie den Auszubildenden, aber auch den ausgelernten Kolleginnen und Kollegen zu vermitteln. „Dabei fordert und fördert die Tätigkeit lösungsorientiertes und vor allem eigenverantwortliches Handeln. Man ist zwar Teil eines Pflegeteams, das sich gegenseitig unterstützt und das einen zugehörig fühlen lässt, in der ambulanten Pflege fährt man beispielsweise jedoch die Tour als Pflegefachkraft am Ende meistens alleine. Man hat also keinen Chef oder keine Chefin, die einem ständig auf die Finger guckt“, stellt Spieß die Besonderheit des alltäglichen Arbeitens in der Pflege heraus.

Auch bei Birte Kavin Njamsi heißt es „einmal Traumberuf, immer Traumberuf“. Sie ist seit 2001 examinierte Altenpflegerin und kam 2019 ins KFH-Team, wo sie in der Tagespflege eingesetzt ist: „Schon als Jugendliche wollte ich alte Menschen betreuen. Mein Opa wurde damals zuhause von einer super netten Pflegefachkraft so liebevoll gepflegt, da war es um mich und meinen Berufswunsch geschehen“, lacht sie. Für sie bedeutet Altenpflege bei weitem nicht nur Körperpflege, sondern zu einem erheblichen Teil auch Kommunikation mit den Seniorinnen und Senioren, „von denen wir Jüngeren so viel lernen können, auch für uns selbst“.

Auch KFH-Pflegedienstleiterin Kathrin Ehrlein kann sich keinen anderen Beruf für sich vorstellen. Sie hat noch ganz klassisch Altenpflegerin gelernt, die Ausbildung dann nach einem Pflegemanagement-Studium mit dem Bachelor-Titel abgeschlossen, der sie zur Pflegedienstleitung qualifiziert. „Mein Wunsch war es schon immer, alte Menschen zu betreuen und ihnen einen angenehmen, selbstbestimmten Lebensabend zu ermöglichen. Wichtig war und ist es mir dabei, möglichst lange Zeit mit diesen Menschen verbringen und eine vertrauensvolle Beziehung zu ihnen aufbauen zu können“, sagt sie. Das gehe eben nur in der stationären und der ambulanten Altenpflege und nicht in der Klinik, wo die Verweildauer der älteren Patienten meist von eher kurzer Dauer ist.

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news-246 Mon, 24 Oct 2022 09:45:23 +0200 Rettungsdienste arbeiten am Limit /ueber-uns/presse-service/meldung/rettungsdienste-arbeiten-am-limit.html Bundesweit Engpässe in der präklinischen Notfallversorgung Die Rettungsdienste arbeiten bundesweit am Limit. Steigende Einsatzzahlen, immer mehr Bagatellfälle, die keiner Klinikeinweisung bedürfen, aber wertvolle Kapazitäten blockieren, dazu fehlendes Personal – in vielen Bereichen der Republik droht der Zusammenbruch eines über Jahrzehnte funktionierenden Systems. Beim DRK-Kreisverband hat man die Probleme im Fokus, sieht sich einem ganzen Bündel von Herausforderungen gegenüber, hat aber auch schon Lösungsansätze, wenngleich die ursächlichen Probleme primär auf Landes- und Bundesebene zu suchen sind. Stark steigende Einsatzzahlen, Nachwuchsmangel, hohe, auch Corona-bedingte Krankenstände – republikweit arbeiten die Rettungsdienste am Limit, vor allem in den bevölkerungsstarken Ballungsräumen der Millionenmetropolen München, Hamburg, Köln und Berlin. In der Hauptstadt beklagt die dort für den Rettungsdienst zuständige Berufsfeuerwehr den Notstand, bei dem es jüngst Phasen gab, in denen laut Medienberichten für die ganze Stadt gerademal ein Rettungswagen einsatzklar war. Teils werden Patienten mit Feuerwehrautos in die Kliniken gebracht. Der Notstand im Rettungsdienst wird dann ausgerufen, wenn 80 Prozent der Rettungsmittel im Einsatz sind.

Zu den Ballungsräumen der Republik zählt auch der Hochtaunuskreis mit der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Droht hier ebenfalls der Zusammenbruch des Systems? Jürgen Banzer, Präsident des DRK-Kreisverbandes, beobachtet die Entwicklung im Rettungsdienst sehr genau, er ist auch in einer gewissen Sorge, verfällt aber nicht in Panik: „Wir wollen nicht schwarzmalen, aber da entwickelt sich gerade ein Problem für unseren hauptamtlichen Rettungsdienst. Wir vom DRK, aber auch der Hochtaunuskreis als Träger des Rettungsdienstes, die Krankenkassen als Kostenträger, die Kassenärztliche Vereinigung, letztendlich aber auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) müssen so rechtzeitig geeignete, abgestimmte Maßnahmen in den Fokus nehmen und besonnen agieren, dass es nicht zum Kollaps kommt. Wir arbeiten daran.“

Banzer steht dazu gemeinsam mit DRK-Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer, dem Bereichsleiter Rettungsdienst, Felix Seegert, dessen Stellvertreter Heiko Himmelhuber, dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst beim Hochtaunuskreis, Prof. Dr. Volker Lischke sowie dem Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt im ständigen Austausch. Man arbeite intensiv an Lösungen, wisse aber auch, dass es ein sehr breitgefächertes Bündel an Herausforderungen abzuarbeiten gelte, erklärt Banzer.

Oben auf der Liste der Probleme stehe der seit ein paar Jahren anhaltende, Anstieg der Einsatzzahlen, jährlich im mittleren dreistelligen Bereich, was sich in dieser Höhe weder mit dem Bevölkerungszuwachs, noch mit Corona-Einsätzen erklären lasse. Genaue Zahlen kann das DRK nicht nennen, weil die gesetzlich zulässige Systematisierung der Indikationen dies nicht zulässt. „Unsere RTW-Besatzungen berichten aber immer häufiger, dass sie zu Patienten gerufen werden, deren Zustand oft keinerlei notfallmedizinische Versorgung erfordert – diese Bagatelleinsätze blockieren dann hochqualifizierte Helfer und Rettungsmittel, die an anderer Stelle vielleicht sehr viel dringender benötigt werden, das System stößt hier an seine Grenzen, zumal wir Patienten auch ohne notärztliche Einweisung in die Klinik fahren müssen, wenn sie das fordern“, erläutert Felix Seegert die Problematik, die noch eine weitere Facette hat: Mit der Einführung des neuen Berufsbildes „Notfallsanitäter“ (NFS) 2014 wurde die Qualifikation der Rettungskräfte zwar noch weiter angehoben. Die dreijährige Ausbildung kann jedoch nicht verkürzt werden, auch dann nicht, wenn sich fertig ausgebildete, erfahrene Rettungssanitäter weiterqualifizieren wollen. „Die drei Jahre, die es gedauert hat, bis der erste NFS-Jahrgang an den Start gehen konnte, haben ein großes Loch in unsere Personalplanung gerissen, das wir auch acht Jahre später wegen des Nachwuchsmangels noch vor uns herschieben. Unsere RTW müssen aber mit mindestens einem Notfallsanitäter besetzt sein, das ist Gesetz – gut für die Patienten, schwierig für die Umsetzung“, ergänzt Heiko Himmelhuber.

Seegert geht davon aus, dass der Anteil der Bagatelleinsätze noch zunehmen wird, auch die Zahl der Gesamteinsätze werde sich weiter erhöhen, womit die Auslastung der Rettungsmittel ebenfalls steige. Die Vorhaltung von Rettungsmitteln und Personal müsse dieser Entwicklung angepasst werden. Wie DRK-Präsident Banzer sieht auch Seegert darin ein bundesweites Problem, bei dem das Delta zwischen Bedarf und Ist-Zustand bei den Fachkräften „Notfallsanitäter“ immer größer werde. Es reiche nicht, die Quantität durch den verstärkten Einsatz so genannter Notfall-Krankentransportwagen (N-KTW) zu steigern, solange die Qualität nicht in gleichem Maße verbessert werde. Natürlich müsse jeder Patient die ihm gebührende, aber auch ressourcenschonende Hilfeleistung und Behandlung erfahren, das sei überhaupt keine Frage. Jedoch müssten die Systematisierung der Indikationen und die Disposition enger miteinander verzahnt werden, insbesondere bei der Interaktion zwischen ÄBD und Rettungsdienst, wobei man hier aber an juristische Grenzen stoße. Großen Teilen der Bevölkerung sei der Unterschied zwischen ÄBD und Rettungsdienst nicht klar: Während der ÄBD Patienten jederzeit an den Rettungsdienst überweisen kann und dies mangels Kapazitäten häufig auch tue, müsse es bei nicht indikationsbezogenen Notfällen auch in umgekehrter Richtung funktionieren, sind sich Seegert und Banzer einig. Adressiert wird damit aber noch ein weiteres Problem: Für den Rettungsdienst gilt die gesetzliche 10-minütige Hilfsfrist, binnen der ein Patient erreicht und seine Behandlung eingeleitet sein muss, für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst aber nicht, ein großes Problem für die Dispositionstaktik.

Mit einiger Sorge beobachtet DRK-Präsident Banzer auch, dass nicht nur die Einsatzzahlen extrem steigen, sondern dass die Einsätze auch immer länger dauern: „Die Kollegen berichten mir, dass Patienten mit lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen wegen knapper Bettenkapazität auf den Intensivstationen, aber auch Fachpersonalmangel in den Kliniken nach Darmstadt, Marburg, Fulda oder sogar Kassel gebracht werden müssen. Für die Vorhaltung von Rettungsmitteln und Personal hier bei uns im Hochtaunus ist es in solchen Fällen natürlich ein Problem, wenn ein RTW mit Besatzung im Extremfall vier oder fünf Stunden unterwegs ist und das Einsatzaufkommen durch effektiv weniger Rettungsmittel kompensiert werden muss.

 

Der Kreisverband versuche, dieser Entwicklung unter anderem mit einer Ausbildungsinitiative zu begegnen, „wir müssen jungen Leuten vermitteln, dass der Beruf des Notfallsanitäters aber auch der des Rettungssanitäters sehr attraktiv ist“, sagt Banzer. Er hofft, dass die jüngst im Hochtaunuskreis durchgeführte „Nacht der Ausbildung“, bei der sich auch rund 100 junge Leute auf der Rettungswache über eine Ausbildung beim DRK informiert haben, Früchte trägt. Für 2023 ist, abgesehen von der Anhebung der Ausbildungsplätze, eine signifikante Aufstockung des rettungsdienstlichen Personals im Hauptamt fest eingeplant. „Teil des Systems sind nicht zuletzt aber auch unsere ehrenamtlichen Helfer in den mit Rettungswagen ausgerüsteten Ortsvereinigungen, die bei Engpässen im Hintergrund alarmiert werden müssen“, sagt Banzer, der die enorme Einsatzbereitschaft im Ehrenamt, aber auch im Hauptamt als „Rückgrat des Rettungsdienstes“ bezeichnet: „Man kann es nicht oft genug betonen, aber diese Menschen, ganz gleich ob haupt- oder ehrenamtlich, leben die DNA des Roten Kreuzes rund um die Uhr und gehen dabei bis an ihre Belastungsgrenze, nicht selten auch darüber hinaus. Das verdient nicht nur unsere Hochachtung als Verband, sondern auch die unserer Gesellschaft.“

Entlastet werden könnte der notärztliche Rettungsdienst unter anderem durch das Pilotprojekt „Telenotarzt“, an dem der Rettungsdienst des DRK-Hochtaunus beteiligt ist: „Dabei wird ein speziell ausgebildeter Notarzt via Live-Stream direkt mit der RTW-Besatzung im Rettungswagen verbunden. Die Nachforderung eines arztbesetzten Rettungsmittels könnte sich dadurch wohl in vielen Fällen erübrigen. Wir beim DRK erhoffen uns dabei auch Entlastungen in der Versorgungsstruktur allgemein“, erläutert Seegert.

Für eine mögliche Entlastung des Rettungsdienstes kann, so die Hoffnung des DRK-Kreisverbandes, zunehmend auch die Dienstleistung des Hausnotrufes sorgen. Der dazugehörige Bereitschaftsdienst kann von der Zentralen Leitstelle bei Auslösen des Gerätes alarmiert werden. Die Kräfte können vor Ort die Lage einschätzen, gegebenenfalls weitere Hilfe anfordern oder oftmals die Notlage auch direkt beheben – beispielsweise bei einem Sturz, der keine größeren Blessuren nach sich gezogen hat. Die dabei eingesetzten Helfer sind entsprechend qualifiziert und in der Praxis ein immer wichtigerer werdender, für Entlastung des Rettungsdienstes sorgender Bestandteil der Rettungskette. „Der Hausnotruf ist ein von den Krankenkassen anerkanntes Pflegehilfsmittel bei Patienten ab Pflegegrad I, die Kosten werden also übernommen“, wirbt Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer dafür, dass sich noch weit mehr ältere und alleinstehende Menschen für dieses von mehreren namhaften Wohlfahrtsverbänden zur Verfügung gestellte, niederschwellige Angebot entscheiden. Auch Präsident Banzer sieht darin einen wirkungsvollen Ansatz bei der Entlastung des Rettungsdienstes: „Ein entscheidender Vorteil beim Hausnotruf ist, dass an mehreren Stellen im Kreisgebiet Tresore mit den Schlüsseln der Hausnotruf-Kunden stehen. Die eingesetzten Kräfte können so längst beim Patienten sein, während der Rettungsdienst oder der Bereitschaftsarzt noch vor verschlossener Türe steht und auf die Feuerwehr warten muss.“

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news-245 Fri, 07 Oct 2022 09:58:00 +0200 Menüservice des DRK muss erschwinglich bleiben /ueber-uns/presse-service/meldung/menueservice-des-drk-muss-erschwinglich-bleiben.html Preissprung um bis zu 12 Prozent wird nicht weitergegeben. Im Zeichen der Corona-Pandemie und der geopolitischen Lage gibt es in sehr vielen Bereichen des täglichen Lebens teils massive Preiserhöhungen, die von vielen Menschen bald kaum noch mitgetragen werden können. Auch der Menüservice des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus wurde von seiner langjährigen Partnerfirma „apetito“ auf die Notwendigkeit einer Anpassung der Tarife um bis zu 12 Prozent hingewiesen, dabei liegt die letzte Erhöhung gerade einmal ein halbes Jahr zurück. Der Kreisverband hat daher entschieden, die jüngste Preiserhöhung nicht an die Kunden weiterzugeben. Die Essenslieferungen seien Teil des sozialen Auftrags des DRK und müssten bezahlbar bleiben, teilt die Geschäftsführung mit. Seit etwa 50 Jahren versorgt der Kreisverband Hochtaunus des Deutschen Roten Kreuzes ältere, kranke und gehandicapte Menschen mit qualitativ hochwertigem „Essen auf Rädern“, das inzwischen „Menüservice“ heißt und eine riesige, auf die Bedürfnisse seiner Klientel abgestimmte Auswahl an Speisen unterschiedlicher Preisklassen tiefgekühlt oder auch heiß bereithält. „Wir sind stets darauf bedacht, unseren Kunden schmackhaftes Essen zu günstigen Preisen anzubieten, das wird aber immer schwieriger“, sagt Nicole Eckert, Fachbereichsbeauftragte für den Menüservice. Der soziale Gedanke habe dafür von Anfang an Pate gestanden. Das Angebot richte sich vor allem an ältere Menschen, die nicht mehr selbst einkaufen oder kochen können, wobei aber auch an Kunden gedacht sei, die nur vorübergehend, etwa nach einem Klinikaufenthalt in der Rekonvaleszenz, für eine gewisse Zeit auf den Menüservice zugreifen möchten. „Die Folgen der zweijährigen Pandemie für die Wirtschaft und die derzeitige geopolitische Lage stellen auch unseren Partner apetito, mit dem wir seit 40 Jahren sehr eng und gut zusammenarbeiten, vor immer größere Probleme“, sagt Sebastian Fischer, stellvertretender Kreisgeschäftsführer und Bereichsleiter Soziale Dienste. Er verweist auf die jüngste Preiserhöhung im März dieses Jahres um durchschnittlich 11,5 Prozent, je nach Menükategorie. Menüservice-Kunden wenden pro Monat je nach Auswahl der Speisen zwischen 250 und 400 Euro auf.

Diesen sehr deutlichen Preissprung vom Frühjahr habe das DRK noch an die Kunden weiterleiten können, wenngleich bereits hier viele Gespräche geführt wurden, die vor allem zum Zielhatten, die Gründe zu erklären und für Verständnis zu werben. Nun aber habe die nach wie vor nicht bewältigte Corona-Pandemie jedoch zu weiteren Engpässen bei der Beschaffung der Rohstoffe, beim Personal und in der Logistik dazu geführt, dass im August erneut die Preise angehoben werden sollten, zwischen 9 und sogar 12 Prozent. Die gute Nachricht: Die Geschäftsführung des DRK-Kreisverbandes hat entschieden, die Kunden nicht mit dieser erneuten, sogar noch deutlicheren Preiserhöhung zu belasten. Sebastian Fischer: „Wir sehen die Belieferung unserer Kunden mit Essen auf Rädern nach wie vor als einen Teil unseres sozialen Auftrags, einen wichtigen Bereich unserer ‚Vernetzten Hilfen‘ und nehmen die Sorge vieler, gerade älterer und alleinstehender Menüservice-Kunden, die sich fragen, wie sie die nächste Gas- oder Stromrechnung bezahlen sollen, sehr ernst. Da müssen die Preise binnen eines halben Jahres nicht um mehr als 20 Prozent steigen, das ist den Menschen einfach nicht zuzumuten.“ Da sich die Klientel inzwischen auf den ganzen Hochtaunuskreis, auch das Usinger Land verteilt, wächst beim DRK auch der logistische Aufwand bei der Verteilung.  Dennoch soll es bei den zuletzt kommunizierten Preisen bleiben. Nicht zuletzt spielt hier auch die Hoffnung mit, dass sich die Markt- und Preislage zumindest mittelfristig stabilisiert.

Nicole Eckert, seit über 20 Jahren Fachbereichsbeauftragte für den DRK-Menüservice, mag es sich gar nicht vorstellen, dass langjährige Kunden vielleicht genötigt werden, auf ihre liebgewonnenen Speisen zu verzichten, weil sie plötzlich unerschwinglich werden. Schließlich gehe es beim Menüservice auch um eine ausgewogene, altersangepasste Ernährung generell, insbesondere aber auch bei Langzeiterkrankungen wie Diabetes, ganz abgesehen davon, dass der saisonal ausgerichtete Speiseplan eine Abwechslung biete, die Alleinstehende daheim, so sie denn überhaupt noch selbst kochen, kaum realisieren können: „Wer macht sich schon eine einzelne Roulade mit Knödeln und Rotkohl oder will vielleicht eine Woche lang Schweinsbraten essen, nur weil sich eine Scheibe alleine schlecht zubereiten lässt?“

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news-244 Tue, 04 Oct 2022 09:54:00 +0200 KFH-Senioren beim MGV-Herbstkonzert /ueber-uns/presse-service/meldung/kfh-senioren-beim-mgv-herbstkonzert.html Der Männergesangsverein Kronberg hat 20 Bewohnerinnen und Bewohner des DRK-Altenwohn- und Pflegeheims Kaiserin-Friedrich-Haus zum Besuch seines Herbstkonzertes am Sonntag, 9. Oktober 2022, in die Kronberger Stadthalle eingeladen. Die Karten wurden von einem anonymen Sponsor finanziert. Das traditionelle Konzert, bei dem auch die Gesangsgruppe der 1. Kronberger Laienspielschar mitwirkt, musste zwei Jahre lang wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Es beginnt um 17 Uhr. Die KFH-Bewohner werden mit Kleinbussen zur Stadthalle gefahren und anschließend an das Konzert auch wieder zurückgebracht. „Schön, dass wir in diesem Jahr wieder für die Kronberger singen können. Dass wir auch den Senioren aus dem Kaiserin-Friedrich-Haus mit den 20 Freikarten eine Freude machen und ihnen etwas Abwechslung bieten können, ist uns sehr wichtig und ein Bedürfnis“, sagte der Vorsitzende des Männergesangvereins, Günter Müller, jetzt beim Besuch des Altenwohn- und Pflegeheims in Begleitung von Schatzmeister Hans Joachim Böhm. Giuliana Kotitschke, Leiterin des KFH, bedankte sich im Namen der Bewohner für die Freikarten. Bereits seit Jahren gebe es zwischen dem Männergesangsverein Kronberg und dem Kaiserin-Friedrich-Haus eine sehr freundschaftliche Beziehung, die mit dem Besuch des Herbstkonzertes nun einen weiteren, klangvollen Impuls erhalte. Musik und insbesondere alte, traditionelle Lieder, wie sie bei diesem Konzert sich auch vorgetragen würden, hätten ihren festen Platz im Betreuungskonzept des KFH, da sie die Erinnerung der Menschen wachhalte. Der Termin für das nächste Zusammentreffen mit den Sängern steht bereits fest, es ist das 1. Adventswochenende, dann statten die Sänger den Bewohnern des Kaiserin-Friedrich-Haus wie jedes Jahr einen Besuch ab, bei dem es dann um vorweihnachtliche Weisen geht. „Ich bin sicher, dass viele unserer Besucher dann auch wieder mitsingen werden“, sagt Kotitschke.

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news-243 Wed, 21 Sep 2022 09:51:00 +0200 DRK schlägt Brücken zwischen den Kulturen, Milieus und Generationen /ueber-uns/presse-service/meldung/drk-schlaegt-bruecken-zwischen-den-kulturen-milieus-und-generationen.html Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Köppern feierte Sommerfest. Der Kreisverband DRK Hochtaunus e.V. fördert mit seinen Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete ein gleichberechtigtes, friedliches und respektvolles Miteinander aller Menschen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, kulturellen Prägung oder weltanschaulichen Überzeugung. Ein Beispiel dafür ist die Gemeinschaftsunterkunft in der Köpperner Max-Planck-Straße, wo das multikulturelle Erfolgsrezept jetzt bei einem Kennenlernfest gelebt wurde. Der Kreisverband unterhält mehrere Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in Oberursel, Bad Homburg, Friedrichsdorf und Schloßborn. In diesen Einrichtungen leben derzeit ca. 750 Bewohner, die meisten von ihnen kommen aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak, Eritrea, Äthiopien, Kongo, Aserbaidschan und Pakistan. Noch vielfältiger ist der kunterbunte Nationenmix in der Gemeinschaftsunterkunft in der Max-Planck-Straße in Friedrichsdorf-Köppern, wo auch Menschen aus der Türkei, Jamaica, Guinea und der Ukraine untergebracht sind. „Die meisten sind vor kriegerischer Auseinandersetzungen in ihren Heimatländern geflohen, viele aber auch weil sie in ihren Heimatländern ihre Religion nicht leben konnten und deshalb verfolgt wurden“, erzählt Einrichtungsleiter Michael Volk jetzt bei einem kleinen Sommerfest auf der Wiese hinterm Haus im Gespräch mit dem stellvertretenden Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Hochtaunus, Sebastian Fischer, und Fachbereichsleiterin Leitstelle Integration, Frau Annette Goy. Die meisten Bewohner waren der Einladung zu der Gartenparty, die dem gegenseitigen Kennenlernen dienen sollte, gerne gefolgt. Unter Zelten waren bunt gedeckte Tische aufgebaut, es gab landestypische Speisen, Salate, Gegrilltes und Gebackenes aus im wahrsten Sinne „aller Herren Länder“, denn in der Unterkunft leben nur Männer im Alter zwischen 19 und 63 Jahren. Die aus Guinea stammende Hauswirtschaftsleiterin Mueni Snay hat ihnen bei der Zubereitung der Speisen ein wenig die Hand geführt.

Viele Bewohner haben bereits ihre Anerkennung als Geflüchtete, andere nur eine Duldung oder ein befristetes Bleiberecht. Einige sind bereits seit etlichen Jahren in Deutschland, entsprechend gut sind ihre Sprachkenntnisse. „Etwa ein Drittel der Männer dürfen arbeiten und tun es auch“, sagt Volk. Das fördere ihr Selbstwertgefühl, die Anerkennung dieser Menschen in der Gesellschaft und verbessere ihre Sprachkompetenz“, erklärt Volk. Insgesamt sei die Gemeinschaftsunterkunft in der Köpperner Bevölkerung sehr gut angesehen. Probleme oder Konflikte habe es bis jetzt nicht gegeben, sagt auch Ahmed Demirovic, der den Einrichtungsleiter als Betreuungshelfer unterstützt. Die Geflüchteten nähmen auch am gesellschaftlichen Leben im Umfeld der Einrichtung teil, woraus sich auch schon private Kontakte ergeben hätten. Dies werde durch die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl in Friedrichsdorf und auch durch die Teilnahme an den von der Leitstelle Integration beim Hochtaunuskreis durchgeführten „Interkulturellen Wochen“ gefördert. Auch bei der diesjährigen Ausgabe der „Interkulturellen Wochen“, vom 22. September bis zum 7. Oktober, die diesmal sogar in Friedrichsdorf mit einem „Fest der Vielfalt“ eröffnet wurde, waren die Männer aus der Max-Planck-Straße wieder mit dabei, um im wahrsten Sinne für ihre Heimatländer „Flagge zu zeigen“. Lokale Kontakte ergaben sich aber auch im Vereinsleben. Männer aus der Unterkunft haben sich mit den Fußballern aus Burgholzhausen angefreundet und nehmen inzwischen schon aktiv an Punktspielen teil. In Bewegung ist die Hausgemeinschaft aber auch in der Unterkunft selbst, wo es regelmäßig Tischtennis-Turniere und Billard-Wettbewerbe gibt.

Viele Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft haben inzwischen erfolgreich ihre Sprach- und Integrationskurse absolviert und versuchen auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Der Bedarf an Unterstützung hat sich gewandelt, besteht aber unverändert in vielfacher Hinsicht.  Sie besuchen deshalb auch regelmäßig den „Kultur- & Lern-Treff Friedrichsdorf“. Der „KuLer-Treff“ will einige dieser Bedürfnisse adressieren und Unterstützung bei der eigentlichen Integration leisten.

Durch das starke Engagement des DRK Kreisverbandes Hochtaunus im Bereich der Interkulturellen Öffnung sollen Brücken zwischen den Kulturen, Milieus und Generationen geschlagen und individuelle Potenziale gefördert werden. „Den Grundsätzen des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes zu folgen, heißt, dass wir uns für alle, insbesondere hilfsbedürftige und benachteiligte Menschen solidarisch und unparteilich einzusetzen“, sagt Sebastian Fischer. Dabei fördere das DRK ein gleichberechtigtes, friedliches und respektvolles Miteinander aller Menschen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, kulturellen Prägung oder weltanschaulichen Überzeugung.

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news-242 Tue, 13 Sep 2022 09:46:00 +0200 DRK braucht dringend Mitglieder zur Finanzierung der Ehrenamtsarbeit /ueber-uns/presse-service/meldung/drk-braucht-dringend-mitglieder-zur-finanzierung-der-ehrenamtsarbeit.html Am Montag startete die Mitgliederwerbeaktion in Bad Homburg Das DRK Hochtaunus hat einen ganzen „Strauß“ von Aufgaben zu stemmen, aber auch einen solchen an Schwierigkeiten: Der Mitgliederschwund wird zum Problem, denn die Arbeit und die Ausbildung der Ehrenamtlichen sind zu einem erheblichen Anteil auf Mitgliedsbeiträge angewiesen. Zudem gab es in der Pandemie kaum Einnahmen aus Sanitätswachdiensten, weil die meisten Veranstaltungen ausgefallen sind. Der Kreisverband hat deshalb am Montag eine breit angelegte Mitgliederwerbeaktion gestartet. An den jungen Werberteams ist es nun, in Bad Homburg „Lust auf DRK“ zu machen. Der DRK-Kreisverband Hochtaunus hat am Montag eine großangelegte Aktion zur Werbung neuer Fördermitglieder gestartet. Damit beauftragt ist ein hochmotiviertes Team junger Werber des Unternehmens hsp Fundraiser aus Berlin, das bereits bei vorangegangenen Werbeaktionen im Hochtaunuskreis sehr erfolgreich war.  Die Werber werden bis zum 8. Oktober im Gebiet Bad Homburg unterwegs sein und von Haus zu Haus gehen. Sie haben sich im Vorfeld der Aktion intensiv mit der Idee, die hinter dem Deutschen Roten Kreuz steht, befasst und freuen sich darauf, auch darüber aufklären zu können, dass es gewissermaßen zwei DRK gibt: Das mit Blaulicht und Rettungswagen, um das es bei der Werbeaktion aber nicht geht, weil diese Aufgabe in der Regel von hauptamtlichen Kräften erledigt wird, und das vom Ehrenamt getragene „Kreuz“.

DRK-Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer, der den Werbern am Montag bei der Auftaktbesprechung eine glückliche Hand, viel Überzeugungskraft, aber auch Spaß wünschte, erläuterte die drei Hauptprobleme des DRK allgemein und speziell im Kreisverbandes: Von einstmals 12000 Mitgliedern sind derzeit nur noch 7000 übrig, „der Mitgliederschwund entwickelt sich zu einem ernsthaften Problem, denn nur über die Mitgliedsbeiträge sowie Erlöse aus Sanitätswachdiensten, Altkleidercontainern, Kleiderkammern und Spenden lassen sich die enorm wichtige Arbeit und die Ausbildung unserer vielen Ehrenamtlichen finanzieren.“ Die Pandemie habe mit ausgefallenen Veranstaltungen, bei denen ansonsten Sanitätsdienste geleistet worden wären, zu enormen Einnahmeverlusten geführt. Zudem sei es irrig, anzunehmen, das DRK bekomme ja Beiträge von 7000 Mitgliedern: „Nur ein Drittel davon fließt in die Ortsvereine, ein Drittel geht an den Kreisverband zur Finanzierung übergeordneter und koordinativer Aufgaben, das dritte Drittel bekommt der Landesverband, der davon aber auch große Teile an den Bundesverband abführen muss. Damit werden dann Auslands- oder Katastrophenschutzeinsätze wie zuletzt an der Ahr finanziert.“

Auch Präsident Jürgen Banzer betonte die Bedeutung des Ehrenamtes, das aber auch nur geleistet werden könne, wenn gut ausgebildete Kräfte vor Ort dafür zur Verfügung stehen. „Das DRK im Hochtaunuskreis hat ein gutes Ansehen in der Bevölkerung. Das zeige sich immer wieder auch dadurch, dass bei Veranstaltungen, bei denen DRK-Helfer die Sanitätswachdienste leisten, häufig auch gefragt werden, wie man das DRK unterstützen kann. Gerade beim Bad Homburger Laternenfest sei das wieder der Fall gewesen, den Helfern sei sehr viel Sympathie entgegengeschlagen.“ Mit der zugreifenden Art, mit der die Werber nun von Tür zu Tür zögen, verbinde das DRK die Hoffnung, „dass möglichst viele der angesprochenen Bad Homburger ihren Worten nun auch Taten folgen lassen und auch den letzten und wichtigsten Schritt tun, nämlich ihre Unterschrift unter die Beitrittserklärung setzen“, sagte Banzer.

Manuel Gonzalez, Vorsitzender der DRK Ortsvereinigung Bad Homburg, erklärte gestern, die Ortsvereinigung Bad Homburg sei zwar eine junge und motivierte Truppe, die für das Ehrenamt brenne, weitere Unterstützung, personell wie finanziell, aber gut gebrauchen könne. „Wir möchten unter anderem unsere Jugendarbeit im JRK gerne ausbauen, uns aber auch bei den Sanitätswachdiensten, im Rettungsdienst und im Rahmen der Arbeit in unserer Multifunktionalen Einsatzeinheit besser aufstellen und der Bevölkerung damit ein Gefühl der Sicherheit vermitteln“, sagte Gonzalez. Dazu gehöre aber eine breit angelegte, fundierte Ausbildung, die zum Teil über Mitgliedsbeiträge finanziert werde.

Die Werber nahmen den Ball auf. Man sei sich der großen Herausforderung, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen, Menschen dazu bewegen zu wollen, sich in einer Organisation wie dem DRK durch eine Fördermitgliedschaft zu engagieren, bewusst. Die Kollegen wüssten auch, dass sie an vielen Haustüren vermutlich auf Ablehnung und Skepsis stoßen werden, sie seien in internen Schulungen aber auch darauf vorbereitet worden, wie damit umzugehen ist. Man sei aber dennoch sehr zuversichtlich, dass es auch in Bad Homburg ähnlich gut klappt wie bei den letzten Werbeaktionen, bei denen es gelungen sei, rund 100 Neumitglieder für das DRK zu begeistern.

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news-241 Mon, 12 Sep 2022 09:46:00 +0200 DRK – attraktiver Ausbilder und Arbeitgeber mit Herz und Verstand /ueber-uns/presse-service/meldung/drk-attraktiver-ausbilder-und-arbeitgeber-mit-herz-und-verstand.html Großes Interesse an der „Nacht der Ausbildung“ für unsere Hilfeleistungsberufe. Der DRK-Kreisverband Hochtaunus hat sich bei der 11. Bad Homburger „Nacht der Ausbildung“ einmal mehr als attraktiver Arbeitgeber und Ausbilder präsentiert. Ca. 100 junge Leute aus dem ganzen Hochtaunuskreis konnten sich über die vier angebotenen Berufsfelder aus erster Hand informieren und dabei mitnehmen, dass DRK weit mehr ist als nur Sanitäts- und Rettungsdienst. Bei der 11. Bad Homburger „Nacht der Ausbildung“ am Freitag herrschte auch auf der Rettungswache 01 des DRK Kreisverbandes Hochtaunus bis spät in den Abend hinein ein ständiges Kommen und Gehen. „Uns ist es wichtig, jungen Leuten bei der beruflichen Vororientierung Denkanstöße dafür zu geben, das Ausbildungsangebot des DRK bei der Berufswahl in ihre Überlegungen mit einzubeziehen, deshalb beteiligen wir uns auch bereits seit 2013 an der Aktion“, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer. Dass sich knapp 100 junge Leute über die vier Ausbildungswege informiert haben, sei ein Zeichen dafür, dass das DRK als attraktiver Arbeitgeber und Ausbilder in den Köpfen angekommen ist.

Für alle vier Berufsfelder standen Ausbilder, Praxisanleiter und auch Auszubildende bereit, um über ihre Arbeit aus erster Hand zu berichten. Vor der Rettungswache waren zahlreiche Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge zur Besichtigung aufgefahren worden. In der Fahrzeughalle der Wache war ein Krankentransportwagen der neusten Generation ausgestellt. Notfall- und Rettungssanitäter demonstrierten die auf dem Wagen verlasteten Hightech-Rettungsmittel, insbesondere die elektrisch betriebene und damit für die Retter rückenschonende Trage. Wenige Meter weiter informierte Fachpersonal über die Möglichkeiten, in den Pflege-, Erzieher- und Personaldienstleistungsbereich einzusteigen.

„Das Interesse der jungen Leute war sehr differenziert und wir konnten für uns mitnehmen, dass die Wertschätzung und Anerkennung, die dem Roten Kreuz in Deutschland und der ganzen Welt entgegengebracht wird, geteilt wird. Das gibt uns, die wir uns als Teil des weltweit größten Netzwerkes für Humanitäre Hilfe verstehen, Antrieb und Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass eine Tätigkeit beim Roten Kreuz mehr ist als nur ein Job ist und dass wir als Arbeitgeber mit Herz und Verstand gesehen werden“, zieht Selzer eine sehr positive Bilanz dieser Nacht der Ausbildung.

Der DRK Kreisverband Hochtaunus bietet derzeit vier Ausbildungen an. Im Zentrum steht dabei das Berufsbild des Notfallsanitäters. Das Hessische Rettungsdienstgesetz schreibt ab Januar 2023 vor, dass Rettungstransportwagen (RTW) mit mindestens einem Notfallsanitäter besetzt sein müssen. Die sehr anspruchsvolle, dreijährige Ausbildung startet zweimal pro Jahr und umfasst theoretischen und praktischen Unterricht an einer Rettungsdienstschule sowie praktische Ausbildung in einer Klinik und auf einer Lehrrettungswache. Wer „NFS“ werden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sowie körperlich und geistig fit sein. Vorausgesetzt werden Mittlere Reife oder Hauptschule mit abgeschlossener Berufsausbildung, der Führerschein Klasse B sollte vorhanden sein. Der DRK Kreisverband Hochtaunus bildet künftige Notfallsanitäter zwar sehr gerne selbst aus, sucht aber ständig fertig ausgebildetes, rettungsdienstliches Personal, insbesondere hochqualifizierte Notfallsanitäter, aber auch Rettungssanitäter.

Vom Kreisverband angeboten wird ferner eine ebenfalls dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft. Die Theorie absolvieren die Teilnehmer im Blockunterricht an einer staatlich anerkannten Altenpflegeschule. Die Praxis wird im DRK Altenwohn- und Pflegeheim Kaiserin-Friedrich-Haus in Kronberg vermittelt. Voraussetzung ist Mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, Empathie für ältere Menschen, sicherer Umgang mit PC sowie Interesse an medizinischen, pflegerischen und sozialen Aufgaben. 

Das DRK bildet auch einen kombinierten Ausbildungsgang für angehende Erzieher an, wobei die Teilnehmer zwei Jahre lang in Sozialassistenz an einer pädagogischen Fachschule unterwiesen werden, es folgen weitere zwei Jahre an einer Pflegefachschule, daran schließt sich ein einjähriges Anerkennungsjahr in einer Kindertagesstätte an. Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringt, kann den Abschluss bereits nach zwei Jahren Fachschule und einem Anerkennungsjahr erwerben. Voraussetzung sind auch hier Mittlere Reife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, keine Berührungsängste, Belastungs- und Stressresistenz.

Angeboten werden schließlich auch eine kaufmännische Personaldienstleistungsausbildung sowie eine kaufmännische Ausbildung für Gesundheitswesen, die jeweils drei Jahre dauern, bei Vorliegen bestimmter Eignungen aber auch verkürzt werden können. Zum Lernumfang bei der Personaldienstleistungsausbildung gehören Bewerber- und Personalmanagement, Löhne und Gehälter, Kaufleute im Gesundheitswesen werden in Bereichen wie Abrechnungs- und Dienstleistungsmanagement, Marketing und Kommunikation unterwiesen. Für beide Berufsbilder sind Abitur, Fachabitur, Mittlere Reife sowie Kenntnisse MS Office die Einstiegsvoraussetzung.

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news-240 Fri, 26 Aug 2022 09:42:00 +0200 Im „Café Rotkehlchen“ stehen die Türen zur Vergangenheit weit offen /ueber-uns/presse-service/meldung/im-cafe-rotkehlchen-stehen-die-tueren-zur-vergangenheit-weit-offen.html Begegnungsstätte des DRK sucht Ehrenamtshelfer. Das „Café Rotkehlen“, der vom DRK Hochtaunus angebotene Treff für Menschen mit Orientierungsproblemen, ist nach zwei Jahren Corona-Pause wieder geöffnet, Thema beim jüngsten Nachmittag war der Sommer mit seinen fruchtigen Verführungen. Die Augen der betagten Herrschaften leuchteten, wenn sie sich daran erinnerten, wie gut es früher aus der Küche geduftet hat, wenn Mutters Obstkuchen im Ofen war. Gruppenleiter Jens Berger hat noch viele solcher Ideen. Um sie alle umsetzen zu können, sucht er aber noch ehrenamtliche Helfer. Ältere Menschen, die dieser Tage an der Begegnungsstätte des DRK-Kreisverbandes in der Kaiser-Friedrich-Promenade vorbeigekommen sind, könnten sich an ihre Jugend erinnert gefühlt haben: Aus dem offenen Fenster der ersten Etage drang ein Lied aus alten Tagen – „Geh aus mein Herz und suche Freud‘“. Mancher hat die alte Melodie vielleicht mitgesummt oder sogar mitgesungen. Im „Café Rotkehlchen“, das lange wegen der Pandemie geschlossen war, treffen sich dienstags, donnerstags und freitags ältere Menschen mit Orientierungsschwächen zu Kaffee und Kuchen, dazu gibt es immer ein saisonales Programm, das unterhalten, aber auch Erinnerungen wecken soll. Jens Berger, Fachbereich Demenz, denkt sich immer „neue alte Dinge“ aus, diesmal ging es um den Sommer und die Erntezeit. Es bedurfte nur kleiner Anschubser, und schon erzählten die betagten Herrschaften, wie sie früher vom Feldschütz beim Apfelklauen erwischt wurden oder wie es daheim aus der Küche geduftet hat, wenn die Mutter Obst einkochte oder „Quetschekuche“ gebacken hat. Bei vielen begannen die Augen zu leuchten, wenn sie im Geiste an Mutters leckeren Apfelbrei schnupperten. „Den Geruch habe ich noch im Kopf“, sagte ein älterer Herr. Und nicht nur der Geruch war im Kopf geblieben, auch die meisten Lied- und Gedichttexte gingen ihnen flott und ohne abzulesen von den Lippen, „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ zum Beispiel oder „Spannenlanger Hansel und nudeldicke Dirn“.

Zum Kaffee gab es Kuchen, natürlich mit Obst belegt, denn es musste ja zum Thema passen. Zu Ende war der Nachmittag damit zwar im wiedereröffneten „Café Rotkehlchen“, die muntere Gästeschar zog dann aber weiter in den Kurpark, wo das sechsköpfige Kurensemble um Mike Mihajlovici in der Konzertmuschel am Elisabethenbrunnen Besucher mit typischer Kaffeehausmusik unterhielt. Auch das weckte Erinnerungen.

„Wir möchten unsere Gäste möglichst individuell betreuen, über die zwei Jahre der Pandemie hinweg sind uns aber viele ehrenamtliche Helfer abhandengekommen“, bedauert Jens Berger, der jetzt neue Helfer sucht, „vor allem freitags fehlt es an Helfern“. Wer also gerne mit älteren Menschen umgeht, Geduld und Einfühlungsvermögen und zwischen 14 und 17 Uhr Zeit hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist herzlich willkommen. Eine Aufwandsentschädigung und eine Schulung gibt es auch, natürlich auch viele angeregte Gespräche. Renate Marx aus Schmitten gehört seit Jahren zum Team und möchte diese Kontakte nicht mehr missen: „Ich liebe ältere Menschen, sie verdienen unseren Respekt und wir können viel von ihnen lernen“, begründet sie ihr Engagement. Auch Pascal Hagenah ist schon länger dabei, er gehört noch zur jüngeren Generation und ist ehrenamtlich bereits in der Kinder- und Jugendarbeit tätig, „Ältere fehlten mir noch zu meinem Glück, deshalb bin ich hier so gerne dabei.“

Interessenten können sich entweder direkt an Jens Berger, 06172-129545, oder an die DRK-Service-Zentrale, 06172-129565 wenden.

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news-239 Tue, 16 Aug 2022 09:40:00 +0200 „MFE-Flaschenpost“ - wenn es sein muss, sogar per Quad /ueber-uns/presse-service/meldung/mfe-flaschenpost-wenn-es-sein-muss-sogar-per-quad.html Multifunktionale Einsatzeinheiten des DRK versorgen und verpflegen Einsatzkräfte. Rund 50 Mitglieder der Multifunktionalen Einsatzeinheiten (MFE) haben am Donnerstag beim Waldbrand oberhalb von Königstein die Feuerwehrleute bei ihrem Kampf gegen die Flammen mit Essen und Getränken versorgt. Sogar ein Feuerwehrauto, das einen „Platten“ hatte, wurde durch die Beschaffung eines neuen Reifens wieder flottgemacht. Die sechs MFE im Hochtaunuskreis werden solche Einsätze künftig noch besser erledigen können. Die Kreisbereitschaftsleitung des DRK Kreisverbandes Hochtaunus hat sie am Samstag mit einem neuen, ausgeklügelten Materialkonzept noch schlagkräftiger gemacht. Zur Bekämpfung des Waldbrandes vom Donnerstag, dem oberhalb von Königstein sechs Hektar Wald zum Opfer gefallen sind, waren außer den weit mehr als 200 Feuerwehrleuten aus der ganzen Region auch 45 DRK-Helfer aus dem Hochtaunuskreis im Einsatz. Bereits kurz nachdem abzusehen war, dass der Einsatz bis in den Abend dauern würde, hatte die Einsatzleitung entschieden, die Multifunktionalen Einsatzeinheiten (MFE) des DRK-Kreisverbandes zur Unterstützung anzufordern.

Die DRK-Helfer verteilten 600 Portionen Verpflegung – Würstchen, Eis, Süßigkeiten und palettenweise Getränke an die Einsatzkräfte, im Shuttledienst zwischen der Kronberger DRK-Küche, dem Bereitstellungraum an der B 455 und der Einsatzstelle an der B8/Tillmannsweg. Zwei All Terrain-Vehicles (Quads) der Bergwacht Großer Feldberg und der Kreisbereitschaftsleitung sowie ein Allradfahrzeug des Schmittener DRK, brachten die Verpflegung bis an die vorderste Einsatzstelle mitten im Wald zu den am Rande der Erschöpfung gegen die Flammen kämpfenden Feuerwehrleuten. Der Abschnittsleiter des DRK Sven Urban und DRK-Fachberater Uwe Riehl lobten am Ende des zehnstündigen Einsatzes die gute Zusammenarbeit der MFE. „Wir haben sogar einen Ersatzreifen für ein havariertes Feuerwehrfahrzeug organisiert“, sagte Riehl und Urban ergänzt: „Auch, wenn es sehr lange gedauert hat und für alle sehr anstrengend war, so hat es dennoch auch Spaß gemacht, zu sehen, wie gut die MFE-übergreifende Arbeit geklappt hat, eine rundum gelungene Performance“. Herausfordernd waren jedoch die beengten Platzverhältnisse und das unwegsame Gelände, dass nicht immer eine schnelle Lieferung von Getränken und Essen bis nach „ganz vorne“ gewährleisten konnte.

 

Die MFE sind ein Einsatzkonzept, das besonders auf die Bedürfnisse im Hochtaunuskreis angepasst ist. Sie stehen nicht allein für Multifunktionalität, sondern auch für schnelle Einsatzbereitschaft, wenn es darum geht, die kurzfristige Verpflegung von Einsatzkräften und von den Einsatzszenarien Betroffenen sicherzustellen. Sie entlasten den Rettungsdienst und versorgen die Einsatzstellen mit Strom, Licht, Zelten, nötigenfalls auch mit Decken. Der Hochtaunuskreis ist in sechs Gebiete eingeteilt, für die jeweils eine eigene MFE zuständig ist. Bisher gab es im DRK fünf MFE für Bad Homburg (MFE 1), Oberursel und Steinbach (MFE 2), Glashütten, Kronberg; Königstein (MFE 3), Friedrichsdorf und Ober-Erlenbach (MFE 4) und das komplette Usinger Land (MFE 5). Um die Flexibilität und Schlagkraft zu erhöhen, wird der Bereich Usingen, Neu-Anspach, Weilrod und Schmitten künftig weiter von der MFE 5 versorgt, Wehrheim, Usingen und Grävenwiesbach werden zum Einsatzbereich der neuen MFE 6.

Dass die Zusammenarbeit der MFE gut funktioniert, hat sich bei dem Einsatz am Fuchsstein oberhalb Königsteins, wenige Tage zuvor aber auch beim Waldbrand am Sandplacken gezeigt. Letzten Samstag wurde die Basis für diese Kooperation noch einmal verbreitert: Die Kreisbereitschaftsleitung konnte den Vertretern der sechs MFE nach mehr als einem halben Jahr akribischer Vorarbeit neue Beladesätze übergeben, die die Arbeit am Einsatzort erleichtern sollen. Neben großen Pavillons für die Verpflegungsausgabe, die sich praktisch „von alleine aufbauen“ und ebenso schnell auch wieder abgebaut sind, gehören dazu farblich abgestimmte einheitlich bestückte Materialkisten für die Bereiche Hygiene (gelb), Verpflegung (grau) und Betreuung (blau). „Die Modulboxsätze enthalten Ge- und Verbrauchsgüter, Kaffeemaschinen, Warmhalteboxen für Heißverpflegung, Mehrweggeschirr und -besteck sowie haltbare Getränke und Lebensmittel für 50 Personen und sind im Kreis nunmehr siebenfach vorhanden“, erklärte Stefan Osthoff, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter, bei der Übergabe. Diese Ausstattung ist ergänzend zur Ausstattung des Landes Hessen, hier besetzt das DRK 2 Betreuungszüge im Hochtaunuskreis. Dessen Strukturen sind jedoch auf langfristige, überörtliche Einsätze und Katastropheneinsätze bei fehlender Infrastruktur vorgesehen. „Somit können im Landkreis kurzfristig bis zu 600 Personen versorgt werden“, sagt Osthoff und erinnert an den Großbrand in einem Reifenlager in der Silvesternacht in Bad Homburg. Das neue MFE-Konzept habe sich dabei, noch als Prototyp, mit der Vorhaltung von 450 Warmverpflegungen, der Evakuierung und Betreuung der Bewohner bewährt. Im Unterschied zum aktuellen Katastrophenschutzkonzept sieht dieses somit auch die Vorhaltung von Getränken und Lebensmitteln vor, wodurch die Züge autark und unmittelbar einsatzfähig sind. Zusätzlich wird der 7. Reservesatz zentral bei der Kronberger DRK-Bereitschaft vorgehalten, wodurch nach erfolgtem Einsatz die Einsatzbereitschaft der entsprechenden Einheit umgehend wiederhergestellt werden kann. Außerdem dient dieser Satz als zusätzliche Einsatzreserve für größere Schadenslagen.

Das einheitliche Modulboxenprinzip mit farbkodierten Euroboxen hat außerdem den Vorteil, dass alle Mitglieder aller MFE schon anhand der Kistenfarbe wissen, was in ihnen steckt.

2020 und 2021 haben sich auch durch die Covid-Pandemie ganz neue Herausforderungen für die Betreuungszüge ergeben, vor allem im Bereich der Hygiene und des Infektionsschutzes, begründet Osthoff den hohen finanziellen Aufwand von 23.000 Euro, den der Kreisverband für die Beschaffungsaktion aufbringen musste. So wurde auch hier ein Schwerpunkt auf die Infektionsschutzausrüstung der Helferinnen und Helfer gelegt.

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news-238 Wed, 20 Jul 2022 09:38:00 +0200 DRK Hochtaunus lässt seine 130 Autos bis vorerst Ende August ungewaschen /ueber-uns/presse-service/meldung/drk-hochtaunus-laesst-seine-130-autos-bis-vorerst-ende-august-ungewaschen.html DRK Kreisverband reagiert damit auf die drohende Wasserverknappung Auf den DRK-Kreisverband Hochtaunus e.V. sind momentan etwa 130 Fahrzeuge zugelassen. Bisher fielen sie bei Einsätzen und Krankenfahrten durch ihr adrettes, stets blankgewienertes Äußeres auf. Damit ist es erstmal vorbei. Die Führung des Kreisverbandes reagiert auf die drohende Verknappung beim Wasser und möchte beim Wassersparen mit gutem Beispiel vorangehen: Bis vorerst Ende August werden die Autos nicht mehr gewaschen. „Wenn wir all unsere Fahrzeuge nur einmal wöchentlich durch die Waschstraße fahren, reden wir von vielen Tausend Litern Wasser, bei der momentanen Hitze muss das nicht sein“, sagt Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer. Saubere Autos machen natürlich „mehr her“ als schmutzige. Und dennoch haben Wagenbesitzer derzeit ein schlechtes Gewissen, ihr Auto entweder selbst zu waschen oder es durch die Waschstraße zu fahren. Der DRK Kreisverband Hochtaunus rollt selbstverständlich auch gerne mit adrett geputzten Fahrzeugen zu den Einsätzen, möchte angesichts des Niederschlagsmangels und der drohenden Verknappung von Wasser aber ein Zeichen setzen. „Auch wenn wir bisher ohnehin schon nach Möglichkeit bei der Fahrzeugpflege auf Brauch-, Zisternen- oder Recyclingwasser zurückgegriffen haben, bleibt unser gesamter Fuhrpark bis Ende August ungewaschen“, sagt Heiko Selzer, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus. Er hat sich dazu eng mit der Leitung des hauptamtlichen Rettungsdienstes abgestimmt, ebenso mit den Verantwortlichen für die zahlreichen sozialen Dienste des DRK, etwa dem Menüservice und der Bereitschaften in den Ortsvereinen. Felix Seegert, Leiter des hauptamtlichen Rettungsdienstes, betont, dass es beim Waschverzicht nur um die äußere Hülle gehe. Die nach jedem Einsatz notwendigen Reinigungs- und Desinfektionsvorschriften im Inneren der Rettungsmittel blieben selbstverständlich in Kraft.

Selzer hat sich erkundigt, wie viel Wasser für eine Autowäsche verbraucht wird: „Daheim vor der Garage mit dem Gartenschlauch oder dem Hochdruckreiniger fließen da leicht 70 bis 150 Liter weg, und selbst in modernen Waschstraßen, die meist mit wiederaufbereitetem Wasser arbeiten, sind es bis zu 500 Liter pro Auto, die der Natur entzogen werden. Bei unserem Fuhrpark kommen da bei nur einmaligem Waschen pro Woche viele Tausend Liter zusammen.“ Mit dem Verzicht aufs Autowaschen übernehme das DRK Verantwortung nicht nur für die Natur und das „Lebensmittel Wasser“, sondern entsprechend seinem Auftrag auch für die Menschen, die Teil der Natur seien und ohne Wasser nicht überleben können, beschreibt Selzer die hinter der Aktion stehende Philosophie des DRK.

Allein in den zehn Ortsvereinen, des Kreisverbandes Hochtaunus, der Kreisbereitschaftsleitung und im Dienstwagenfuhrpark des Kreisverbandes gibt es 80 Fahrzeuge, die nun erstmal staubig bleiben. Dazu kommen weitere 19 Autos der sozialen Dienste sowie die 28, zum Teil sehr großen und entsprechend viel Waschwasser verbrauchenden Rettungs- und Krankentransportwagen, insgesamt also knapp 130 Autos.

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news-237 Mon, 11 Jul 2022 09:35:00 +0200 Neue Köpperner Rettungswache ist eine "riesige Verbesserung" /ueber-uns/presse-service/meldung/neue-koepperner-rettungswache-ist-eine-riesige-verbesserung.html DRK Hochtaunus investierte 2,3 Millionen Euro in die rettungsdienstliche Versorgung Friedrichsdorfs – Einweihung und Geschäftsführerwechsel Axel Bangert wurde am Freitag in großer Runde vom DRK-Kreisverband als Geschäftsführer verabschiedet, gleichzeitig erhielt sein Nachfolger Heiko Selzer Glückwünsche zur neuen Aufgabe auf dem von Bangert übergebenen, „gut gestellten Feld“. So ganz wird Bangert aber nicht ohne das DRK leben können und auch nicht wollen. Der ihm von vielen Seiten gewünschte „wohlverdiente Ruhestand“ dürfte eher zum Unruhestand geraten, bleibt er dem Verband doch als Berater in Bausachen erhalten. Gebaut wird beim DRK Hochtaunus mittelfristig viel. Jüngstes Beispiel dafür ist die neue Friedrichsdorfer Rettungswache, Bangert jüngstes, aber wohl nicht letztes Kind. Beim Sommerfest des Kreisverbandes war es an ihm, Wachleiter Dominik Müller, den symbolischen Schlüssel zum neuen Depot zu überreichen. Mit 2,3 Millionen Euro ist die neue Rettungswache im Friedrichsdorfer Stadtteil Köppern zwar um etwa 300.000,00 Euro übers geplante Baubudget hinausgeschossen. Das sei vor dem Hintergrund, dass das Depot, in dem zwei Rettungstransportwagen im 24-, bzw. 12-Stundendienst sowie ein Krankentransportwagen der neusten Generation für Einsatzfahrten bereitgehalten werden, aber zu verschmerzen, sagte Axel Bangert am Freitag bei der offiziellen Inbetriebnahme der Rettungswache in der August-Winter-Straße. Bangert, der zuvor mit allen Ehren als Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus verabschiedet und dessen Nachfolger im Amt, Heiko Selzer, begrüßt worden ist, nannte die neue Wache eine „riesige Verbesserung“ für die Sicherheit der Menschen in ganz Friedrichsdorf, wobei das Einsatzgebiet der Ersthelfer bis zur Wehrheimer Waldsiedlung reiche, aber auch den Friedrichsdorfer Streckenabschnitt der A5 umfasse. Die zehnminütige Hilfeleistungsfrist könne nun sehr viel besser eingehalten werden. Mit der neuen Rettungswache, dem ersten von vier neu zu bauenden Standorten, werde zugleich auch die zentrale Bad Homburger Wache am Krankenhaus entlastet. Von dort aus war Friedrichsdorf über Jahre rettungsdienstlich mitversorgt worden.

Bangert, dessen letztes komplett abgeschlossene Projekt die Köpperner Wache ist, bezeichnete den Weg von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe an Wachleiter Dominik Müller als steinig und lang. Zuletzt sei es aufgrund der in Schieflage geratenen Weltwirtschaft, von der auch die Bauwirtschaft nicht verschont geblieben sei, immer wieder zu Lieferengpässen beim Material gekommen. Die Beschaffung der Wärmepumpe sei dabei ein besonders langes Geduldsspiel gewesen. Eigentlich hätte die Wache bereits im Oktober 2021 fertig sein sollen, dann sei es aber doch Februar 2022 geworden. Das Warten habe sich aber gelohnt, wie die ersten Einsatzmonate bis zum Einweihungsfest gezeigt hätten.

Friedrichsdorfs Bürgermeister Lars Keitel sagte, das DRK sei in der Stadt schon immer spürbar gewesen, jetzt sei es mit der neuen Wache aber auch viel besser sichtbar. In Friedrichsdorf sei über Jahre über das Erfordernis einer leistungsfähigen Wache diskutiert worden und die Entscheidung, dafür im Gewerbegebiet Köppern vorausschauend einen Bauplatz freizuhalten, sei richtig gewesen. Keitel sagte, das DRK plage der Fachkräftemangel ebenso wie das Gewerbe. Was die Stadt tun könne, zu dessen Behebung die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, werde getan. Als Erfolgsgarant für ein funktionierendes System nannte Keitel die enge Verzahnung von hauptamtlichem und ehrenamtlichem Rettungswesen. Deshalb sei es auch nur folgerichtig, wenn auf der zweiten Hälfte des dem DRK zur Verfügung gestellten Grundstücks in absehbarer Zeit mit Unterstützung durch die Stadt Friedrichsdorf auch die Ortsvereinigung Friedrichsdorf ihr künftiges Domizil werde beziehen können.

Kreisbrandinspektor Carsten Lauer, der die Bedeutung der gesetzlichen Hilfeleistungsfristen ebenso betonte wie die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, Katastrophenschutz und Rettungswesen, lobte das Engagement der Stadt Friedrichsdorf, mit der Bereitstellung dieser strategisch idealen Fläche die Basis gelegt zu haben. Ähnlich äußert sich auch Jürgen Christmann, Vizepräsident des DRK Landesverbandes Hessen. Neue Wachen einweihen und sehen, wie gut Ehrenamt und Hauptamt kooperieren, mache er sehr gerne.

Zuvor war Axel Bangert, der die Geschäftsführung des DRK-Kreisverbandes vor fünf Jahren übernommen hat, offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden, inoffiziell bleibt er dem Kreisverband aber als Berater in Bausachen erhalten. Holger Bellino, Vizepräsident des Kreisverbandes, sagte, das DRK Hochtaunus sei Bangert zu größtem Dank verpflichtet. Er habe sich stets mit seiner ganzen Kraft für das DRK eingesetzt und es auf Kreisebene in hohem Maße weiterentwickelt. Nicht allein beim Bau der neuen Wache und in der vielfältig strukturierten Sozialarbeit habe er Spuren hinterlassen, sondern auch bei der Bewältigung von Mammutaufgaben wie der Pandemie, der Flüchtlingskrise, dem Dauereinsatz im Ahrtal und der Neustrukturierung des Rettungswesens im Hochtaunus. Auch bei den bereits in der Umsetzung befindlichen Planungen des Umzugs des Kreisverbandes ins Bad Homburger Gewerbegebiet sei Bangerts Handschrift unverkennbar. Letztendlich sei es auch Axel Bangert gewesen, der entscheidend dazu beigetragen habe, dass DRK, Feuerwehr und Katastrophenschutz im Hochtaunus auf Augenhöhe zusammenarbeiten können. Man stehe heute nicht mehr in Konkurrenz zueinander, nicht einmal mehr im Wettbewerb, „wir sind ein Team“, sagte Bellino.

DRK-Vizepräsident Markus Franz dankte Bangert ebenfalls für seinen Einsatz. Er sprach von „fünf aufregenden Jahren“, die die allergrößte Wertschätzung Bangert gegenüber erforderten. Er habe viele wichtige Weichen in die richtige Richtung gestellt und dabei auch mutig schwierige Entscheidungen getroffen, wie die Abwicklung des Hochtaunusstifts in Neu-Anspach. Das Präsidium sei absolut sicher, mit Heiko Selzer als neuem Geschäftsführer den Mann gefunden zu haben, der dieses bestens bestellte Feld übernehmen, in die „großen Fußstapfen treten“ und das DRK mit eigenen Ideen fortentwickeln kann, sagte Franz. Selzer, der wie Bangert aus dem Feuerwehr-Ehrenamt komme, brenne nach seinem Eindruck bereits lichterloh für das DRK. Eine besonders drängende Aufgabe warte bereits darauf, von ihm angepackt zu werden. Im hauptamtlichen Rettungsdienst gebe es derzeit 30 offene Stellen, die zur Sicherstellung der rettungsdienstlichen Versorgung der Bevölkerung nach Möglichkeit schnellstens mit qualifizierten Fachkräften besetzt werden sollen. Angesichts der hohen Lebenshaltungskosten im Hochtaunuskreis sei dies keine leichte Aufgabe für Selzer.

Eine freundliche Begrüßung für Selzer kam auch von Friedrichsdorfs Rathauschef Lars Keitel, der gleichzeitig für seine Bürgermeisterkollegen sprach, dem neuen Geschäftsführer ein „herzliches Willkommen in unserer Mitte“ zurief und ihm viele neue Ideen und Impulse wünschte.

Auch Kreisbrandinspektor Carsten Lauer, zugleich Chef des Katastrophenschutzes im Hochtaunus, zeigte sich Bangert gegenüber dankbar für die stets perfekte Zusammenarbeit, die er in gleichem Maße auch mit Heiko Selzer erwarte. Beide kennen und schätzen sich seit Jahren aus der Feuerwehrarbeit, weshalb Lauer auch keinerlei Zweifel daran hegt, dass es mit Selzer genau so weitergeht wie bisher mit Bangert.

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news-236 Fri, 01 Jul 2022 09:25:00 +0200 Neue Notfall-Krankentransporter für die "etwas leichteren Fälle" /ueber-uns/presse-service/meldung/neue-notfall-krankentransporter-fuer-die-etwas-leichteren-faelle.html DRK Hochtaunus rüstet seine Fahrzeugflotte weiter auf, hat aber mit Lieferengpässen zu kämpfen Der hauptamtliche Rettungsdienst des DRK Kreisverbandes Hochtaunus hat eine umfassende Verbesserung seiner Organisationsstruktur eingeleitet. Die tragenden Säulen dafür sind die gerade beschafften sechs neuen Notfall-Krankentransportwagen, die die hochwertigeren Rettungswagen bei der Abwicklung niederschwelliger Notfallszenarien entlasten sollen. Aufgrund von Lieferengpässen bei der technischen und medizinischen Ausstattung sind momentan aber nur drei der neuen N-KTW einsatzbereit. Die Rettungsdienstleitung plagen aber auch noch andere Lieferengpässe, etwa bei Ersatzteilen für die drei defekten Notarzteinsatzfahrzeuge. Versorgungsengpässe im Rettungseinsatz gibt es dennoch nicht. Der DRK Kreisverband Hochtaunus hat für den hauptamtlichen Rettungsdienst gerade sechs neue Krankentransportwagen (KTW) voll ausgestattet zum Stückpreis von rund 150.000 Euro angeschafft, die über Zusatzausstattungen zu Notfallkrankentransporter (N-KTW) aufgerüstet wurden. In dieser Konfiguration rangieren die neuen N-KTW etwas unterhalb der höherwertigen Rettungswagen (RTW), von denen es beim Kreisverband ein Dutzend gibt, davon sieben im 24 Stundendienst. Heiko Himmelhuber, stellvertretender Leiter Rettungsdienst beim DRK, erläutert den Hintergrund der kostspieligen Beschaffungsaktion. Danach ist der DRK Kreisverband Hochtaunus Teil eines zweijährigen landesweiten und wissenschaftlich begleiteten Feldversuchs auf Grundlage des Hessischen Rettungsdienstgesetzes, der nun in die Neuordnung der Bereichsplanung einfließt. „Die Versuchsphase ist abgeschlossen, das Konzept sieht vor, dass die höherwertigen Rettungsmittel wie unsere RTW durch die neuen N-KTW entlastet werden, wobei gleichzeitig auch die Vorhaltungszeiten im Tag- und Nachtdienst etwas in den Abend hinein verschoben werden. Leichtverletzte, die nach ihrer Behandlung in der Notaufnahme der Klinik oft nachts oder spätabends nachhause entlassen werden, müssen nicht mit dem RTW gefahren werden“, sagt Himmelhuber. Die N-KTW sollen bei niederschwelligen Notfällen zum Transport stabiler, nicht lebensbedrohlich verletzter oder erkrankter Patienten ohne Medikamentengabe und mit erträglichen Schmerzen („maximal 5 auf einer Schmerzskala bis 10“, Himmelhuber) eingesetzt werden. „Wir reduzieren damit die Einsätze unserer RTW und entlasten zugleich auch die DRK-Ortsvereine, die über Rettungswagen verfügen und deren ehrenamtliche Rettungs- und Notfallsanitäter derzeit noch sehr häufig meist am frühen Abend im Hintergrund in Alarmbereitschaft versetzt werden“, sagt Himmelhuber. Verkauft oder gar verschrottet werden die durch N-KTW ersetzten KTW auf keinen Fall. Die Fahrzeuge würden Teil des Reservepools, könnten aber auch noch viele Jahre in den Ortsvereinen im Ehrenamt gefahren werden.

Wann die neue N-KTW-Flotte voll eingesetzt werden kann, weiß er derzeit noch nicht: „Einsatzbereit sind erst drei, bei den anderen fehlt es noch an funktechnischer, aber auch rettungsdienstlicher Ausstattung. Selbst die auf jedem Auto zu verlastenden Rettungsrucksäcke kommen wegen Lieferengpässen nicht an Land“, bedauert Himmelhuber, der auf Lieferung bis September hofft, den aber noch weit mehr Sorgen und Probleme im Zusammenhang mit der Mobilität der Rettungsmittel umtreiben, allerdings ohne dass es zu Problemen in der Notfallversorgung käme, „wir bekamen das durch kluge Disposition bisher immer geregelt und das wird auch so bleiben“, tritt Himmelhuber Sorgen, das DRK könne zu spät zum Patienten kommen, entgegen.

Derzeit sei nur eins der drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) einsatzbereit, mit unrepariertem Unfallschaden, bei den anderen beiden fehlt es an Elektronikersatzteilen – Liefertermin: unklar. Mit viel Mühe ist es gelungen, ein neues NEF zu beschaffen, das voraussichtlich im August ausgeliefert wird. Zwei weitere NEF sollen dann im Frühjahr 2023 in Dienst gestellt werden können. Die Folge ist, dass die Notärzte derzeit mit einem Leihfahrzeug zum Einsatz ausrücken. Die Kapazität der Rettungsmittel auf der Wache an der Hochtaunusklinik in Bad Homburg ist ausreichend groß, um noch weiter zu kompensieren: Deshalb gibt es zur Überbrückung des Engpasses sogar einen weiteren KTW aus dem Reservepool, der zum Not-NEF umgerüstet ist.

Die Liste der Fahrzeugbestellungen ist damit aber noch lange nicht abgearbeitet. Für 2023 werden, ohne dass es bereits feste Liefertermine gibt, neun, bereits letztes Jahr georderte RTW-Fahrgestelle erwartet, „mit Glück klappt das rechtzeitig“, hofft Himmelhuber. Auf diese sollen dann die generalüberholten Aufbauten („Koffer“) der 2018 beschafften RTW-Flotte montiert werden. „Die Autos haben bis dahin alle Laufleistungen von 200000 km oder mehr und müssen in Absprache mit den Kostenträgern, über die die Beschaffungen refinanziert werden, entsprechend der normalen Lebens- und Einsatzdauer von fünf Jahren ersetzt werden, die Wechselkoffer müssen normalerweise erst nach zehn Jahren erneut werden“, sagt Himmelhuber, für den sich das Wechselkoffersystem, das in immer mehr Rettungs- und Hilfsorganisationen Anwendung findet, außerordentlich gut bewährt hat. Alle derzeit laufenden Fahrzeugbestellungen wurden bereits Mitte 2021 abgegeben: „Bei der derzeitigen Wirtschaftslage, von der immer mehr auch solche Fahrzeuge, wie wir sie brauchen, erfasst werden, steuern die Rettungs- und Hilfeleistungsorganisationen auf eine Mangelverwaltung zu, wer da nicht wie wir das betreiben, recht-, das heißt frühzeitig und vorausschauend bestellt, bekommt Probleme und steht irgendwann ohne Autos da“, erklärt Himmelhuber.

 

Bildunterschrift:

Die neuen N-KTW sind mit allem, was für die Behandlung und Versorgung nicht lebensbedrohlicher Verletzungen und Erkrankungen nötig ist, ausgestattet, auch was die Einbindung in die rettungsdienstliche Kommunikation anbelangt, etwa mit Mobilfunk-Tabletts zur Dokumentation des Einsatzes in Echtzeit, hier demonstriert von Heiko Himmelhuber, stellvertretender Leiter Rettungsdienst. Foto: DRK Presse

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news-235 Thu, 30 Jun 2022 10:04:02 +0200 Begleiter für den Alltag gesucht /ueber-uns/presse-service/meldung/begleiter-fuer-den-alltag-gesucht.html DRK sucht Mitarbeiter*innen für neuen „Haushalts-, Einkaufs- und Begleitdienst“. Älteren und kranken Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, ist die Idee, die das DRK Hochtaunus mit seinem neuen „Haushalts-, Einkaufs- und Begleitdienst“ verfolgt. Die Kosten des „HEB-Dienstes“, so heißt die Unterstützung bei vielen Dingen des alltäglichen Lebens kurz und bündig, wird von der Pflegekasse erstattet. Das DRK geht von einem wachsenden Bedarf im Hochtaunuskreis aus und sucht neue Mitarbeiter*innen auf Mini- und Midi-Job-Basis. Der DRK-Kreisverband Hochtaunus möchte es alten, kranken und bewegungseingeschränkten Menschen erlauben, so lange wie möglich selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben zu können, nach dem Grundsatz „So viel Selbstständigkeit wie möglich und so viel Hilfe wie nötig“. In diesem Sinne baut der DRK-Kreisverband derzeit ein neues Angebot auf, es nennt sich kurz HEB und ist die Abkürzung für „Haushalts-, Einkaufs- und Begleitdienst“. Kathrin Kiefer ist beim DRK-Kreisverband für den neuen Dienst verantwortlich und sucht nun geeignete Mitarbeiter*innen, die nach entsprechender, vom DRK angebotener Ausbildung, ältere und kranke Menschen im Alltag unterstützen möchten. Der Anfang ist bereits gemacht, eine Dame aus Bad Homburg hat sich bereits gemeldet und wird auch schon eingesetzt. „Ich bin sicher, dass es großen Bedarf an dem neuen Angebot gibt, das wir gerne im ganzen Hochtaunuskreis etablieren wollen“, sagt Kiefer. Die Aufgaben der Helferinnen und Helfer sind Begleitdienste zu Ärzten, Behördengängen und anderen Besorgungen wie zum Beispiel Unterstützung beim Einkaufen. „Kochen gehört ebenso dazu, wenn es dann auch noch gelingt, die Klienten entsprechend ihren Fähigkeiten beim Kochen mit einzubeziehen, umso besser. Kartoffelschälen geht häufig noch bis ins hohe Alter“, sagt Kiefer. Auch die Hauswirtschaft sei von dem HEB-Angebot umfasst, Dinge wie Rasenmähen oder andere Gartenarbeit sowie Reparaturen in Haus und Garten jedoch nicht. Das Reinigen der Wohnung, Aufräumen, Wäsche waschen, trocknen und bügeln, Fenster putzen, Gardinen waschen und hängen, Blumen gießen, Abwasch sowie Bettenmachen und -beziehen sind weitere Teile des Aufgabenspektrums der Alltagshelfer*innen.

Der HEB-Dienst zählt, ähnlich wie der bereits etablierte Aktivierende Besuchsdienst, zu den im Sozialgesetzbuch SGB XI geregelten Entlastungsleistungen. Bis zu 125,- Euro monatlich können sich Menschen mit einem Pflegegrad für solche Angebote, die zur Unterstützung im Alltag gedacht sind, von ihrer Pflegekasse auf Antrag erstatten lassen.  Der Bedarf an Unterstützung, die auch pflegende Angehörige entlasten soll, könne sehr unterschiedlich sein, sagt Kiefer: „Manchmal ist es auch so, dass Menschen gerade aus der Klinik kommen und nur für die Zeit der Rekonvaleszenz oder bis sie wieder richtig laufen können, Unterstützung brauchen. Auch in diesen Fällen helfen wir.“ 

Das DRK Hochtaunus sucht nun Menschen, die sich vorstellen können, im HEB-Dienst auf Mini- oder Midi-Job-Basis als „Alltagshelfer*innen“ zu arbeiten. Die Bewerber*innen sollten Spaß am Umgang mit älteren oder kranken Menschen und eine aufgeschlossene, freundliche Art haben, aber auch flexibel sein. Sie sollten über gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen, verlässlich und Empathie fähig sein. Ihre Arbeitszeiten können sie in Absprache mit den ihnen zugewiesenen Klient*innen selbst regeln. Nach Möglichkeit sollten die Bewerber*innen mobil sein. Wegekosten, auch bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, werden ihnen erstattet. Darüber hinaus werden die HEB-Mitarbeiter*innen mit einem Diensthandy ausgerüstet. Die Basisqualifikation bekommen die zukünftigen Mitarbeiter*innen über einen vom DRK-Kreisverband finanzierten Online-Kurs mit 30 Unterrichtseinheiten. Alle 6 Wochen finden Austauschtreffen im Team der Alltagshelfer*innen statt.

Bewerbungen können an bewerbungdrk-hochtaunus.de gerichtet werden. Nähere Auskünfte erteilt Kathrin Kiefer, Tel. 06172-1295-29.

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news-234 Thu, 23 Jun 2022 15:20:31 +0200 Heiko Selzer wird neuer DRK-Chef /ueber-uns/presse-service/meldung/heiko-selzer-wird-neuer-drk-chef.html Führungswechsel beim DRK Hochtaunus: Zum 1. Juli übernimmt der 55-jährige Usinger Heiko Selzer die Aufgabe des Kreisgeschäftsführers von Axel Bangert, der diese Position seit 2017 innehatte, dem Kreisverband bei wichtigen Entscheidungen aber auch weiterhin in beratender Funktion zur Verfügung stehen wird. Beide arbeiten bereits seit Wochen auf einen reibungslosen Übergang hin, gilt es doch eine ganze Reihe von bereits eingeleiteten Prozessen und Projekten nahtlos weiter zu verfolgen und zu vollenden. Dazu zählt nicht nur der Bau neuer Rettungswachen, sondern auch die zukünftige Einbindung des DRK in den Bereich des Katastrophenschutzes.  

Führungswechsel beim DRK-Kreisverband Hochtaunus: Axel Bangert, seit 2017 Geschäftsführer, übergibt diese Aufgabe zum 1. Juli an Heiko Selzer. Der 55-jährige Usinger arbeitete 30 Jahre lang für eine mittelhessische Verlagsgruppe, über 20 davon in leitender Position. Wie sein Vorgänger Bangert, der von 2005 bis 2017 Bürgermeister in Weilrod

war, bereits als Jugendlicher in die Feuerwehr seines Heimatortes Gemünden eingetreten ist und schließlich Wehrführer war, kommt auch Selzer aus dem Ehrenamt. Der Wernborner war beim Technischen Hilfswerk aktiv, er ist Mitglied der Einsatzabteilung und Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Wernborn. Er weiß also, wie „Retten, Löschen, Bergen“ geht.

Bangert übergibt Selzer das sprichwörtliche „gut bestellte Feld“, aber auch ein ganzes Arsenal an Werkzeug, damit das Feld auch gut bestellt bleibt. Es wird ein fließender Übergang. Fließend muss der auch sein, denn mehrere wichtige, von Bangert angestoßene Projekte müssen weitergeführt und vollendet werden, darunter drei für den Kreisverband und damit für das Rettungswesen im Hochtaunuskreis besonders schwierige. Deshalb haben Bangert und Selzer bereits in den letzten Wochen die Übergabe in engster Übereinstimmung vorbereitet.

Mit dem schon vor Jahren vollzogenen Umzug der Bad Homburger Rettungswache an die Hochtaunusklinik mussten und müssen zur Sicherstellung der gesetzlichen Hilfsfrist von 10 Minuten mehrere Rettungswachen neu gebaut werden, wobei sich die Suche nach geeignetem Baugrund teils als schwierig erweist. Mit der neuen Wache in Köppern, dort in der August-Winter-Straße, ist der Anfang bereits gemacht, Oberursel und Neu-Anspach und Königstein stehen noch auf der Agenda.

Die zweite „große Baustelle“, die von Selzer umgesetzt werden muss, ist die bereits eingeleitete Zusammenführung der DRK-Bereiche Verwaltung, Soziale Dienste und Katastrophenschutz auf einen zentralen Standort in der Justus-von-Liebig-Straße im Bad Homburger Gewerbegebiet.

Schließlich wird es Selzers Aufgabe sein, die von Bangert angestoßene Einbindung des Katastrophenschutzes in das Hilfeleistungs- und Rettungssystem des Landkreises entsprechend den gesetzlichen Vorgaben voranzutreiben. Dazu gehört auch die Schaffung adäquater Unterkünfte der Ortsvereinigungen. Bangert und Selzer sehen hier eine Zukunftsaufgabe und akuten Handlungsbedarf, gelte es doch sicherzustellen, dass das DRK seine ehrenamtlichen, den Katastrophenschutz abdeckenden Mitgliedern, auch künftig an sich binden kann. Nur so und nur unter geeigneten Rahmenbedingungen könne das DRK mit seinen ehrenamtlich arbeitenden Untergliederungen auf Ortsvereinsebene den wachsenden Anforderungen auf Dauer gerecht bleiben. Bei den Bauvorhaben wird Bangert dem Kreisverband weiter in beratender Funktion zur Seite stehen.

Bangert kann auf einige große, teilweise unter extremen Anstrengungen zum Erfolg gebrachten Projekte in seiner Amtszeit zurückblicken. Dazu zählen der Ausbau und der Betrieb mehrerer Gemeinschaftsunterkünfte für bis zu 700 Geflüchtete in Oberursel, Bad Homburg, Friedrichsdorf, Schmitten und Glashütten sowie der kräftezehrende Betrieb zweier Erstaufnahmelager im Auftrag des RP Gießen in Kronberg und Neu-Anspach für bis zu 1000 geflüchtete Menschen aus der Ukraine mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften. Bangert hat außerdem das Tätigkeitsfeld der ambulanten Pflege weiter ausgebaut, aber auch die Bewältigung und der Umgang der Corona-Krise im Bereich der vom DRK betriebenen Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen, der Kindertagesstätten, im Rettungsdienst oder in den ehrenamtlichen Strukturen der Kreisbereitschaft und des Katastrophenschutzes federführend geleitet. Der Ausbau des Hausnotrufes mit weit mehr als 2000 Kunden, die Etablierung eines dichten Netzwerkes sozialer Dienste mit zahllosen niederschwelligen Förderangeboten sowie die Schaffung seniorengerechter Wohnungen zeigen nach den Worten Bangerts, „dass das Rote Kreuz weit mehr als nur Blaulicht ist“.

Das ist auch eine der Leitlinien seines Nachfolgers. Im Ehrenamt sieht Heiko Selzer das Rückgrat der Organisation. Neben vielen weiteren administrativen und organisatorischen Aufgaben will er erreichen, dass die vielfältigen Aufgaben des DRK über die rund 35.000 Rettungseinsätze im Jahr hinaus von der Öffentlichkeit intensiver wahrgenommen werden: „Die Bevölkerung hat zu großen Teilen keine richtige Vorstellung davon, was das DRK alles macht und was ohne das DRK nicht mehr funktionieren würde.“ Selzer glaubt, dass das DRK weiter zum sozialen Zusammenrücken der Generationen beitragen und so zum Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält, werden kann. Gleichzeitig möchte er die Basis nach innen verbreitern und weiter intensiv für das Ehrenamt werben. Dazu gehöre auch der Austausch zwischen benachbarten Kreisverbänden, aber auch den Ortsvereinigungen untereinander: „Wir können sehr viel voneinander lernen, uns gegenseitig stützen und stärken, denn unsere Aufgaben werden mit Sicherheit nicht weniger.“

Auch der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Jürgen Banzer, ist zuversichtlich, dass mit dem Wechsel in der Geschäftsführung die Weichen in die richtige Richtung gestellt wurden. „Wir sind Axel Bangert für die geleistete Arbeit außerordentlich dankbar. Die von ihm angestoßenen und umgesetzten Entscheidungen haben den DRK Kreisverband Hochtaunus e.V. zukunftsfähig gemacht. Das Angebot, uns nach seinem Ausscheiden weiterhin in beratender Funktion zur Verfügung stehen zu wollen, nehmen wir natürlich sehr gerne an“, sagte Banzer und fügte hinzu, dass Bangerts Nachfolger Heiko Selzer das uneingeschränkte Vertrauen des Präsidiums hat, „wir sind sicher, dass er die auf ihn zukommenden großen Herausforderungen meistern wird und wünschen ihm, aber auch uns dafür viel Glück und Erfolg“.

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news-233 Thu, 02 Jun 2022 16:24:38 +0200 Kochen und Klavierspielen halten im Alter die Sinne wach /ueber-uns/presse-service/meldung/kochen-und-klavierspielen-halten-im-alter-die-sinne-wach.html Innovatives Betreuungskonzept im Kaiserin-Friedrich-Haus mit Spenden der Rind’schen Bürgerstiftung realisiert Auch wenn im Alter das Vergessen die Erinnerung verdunkelt–zwei Dinge bleiben lange präsent:  Melodien und Lieder, die man früher   gesungen   und   gespielt   hat,   und   die   Gerichte   aus Großmutters   Küche,   der   Duft   frischgebackenen   Kuchens.   Im Kaiserin-Friedrich-Haus (KFH), Altenwohn- und Pflegeheim des DRK Kreisverband Hochtaunus in Kronberg, macht man sich das Langzeitgedächtnis   der   Bewohner   zunutze:   Kochen, Backen, Klavierspielen    sind    ein    innovativer    Dreiklang, der    dank großzügiger Spenden der Rind’schen Bürgerstiftung realisiert werden konnte.

Kürzlich konnte Giuliana Kotitschke, Geschäftsführerin des KFH, mit einem innovativen Beschäftigungskonzept an den Start gehen und ein „Mobiles Kochsystem“ in Betrieb nehmen. Der kompakte, aus Massivholz gezimmerte Wagen enthält neben einem Backofen, Besteck- und Geschirrschubladen auch ein Induktionskochfeld sowie eine schwenkbare Arbeitsplatte. „Wir können den Wagen nicht nur in den Garten oder auf die Terrasse schieben, sondern auch auf die Zimmer, in denen es keine Kochgelegenheit gibt. Er passt sogar in den Aufzug und dank der schwenkbaren Arbeitsplatte kann sogar im Bett gekocht werden, wenn die Bewohner nicht mehr aufstehen können“, beschreibt die KFH-Geschäftsführerin das innovative Konzept. Dass die mobile Kochstation mit Kosten von 8.500 Euro nicht gerade billig war, gehört auch zur Wahrheit. Doch hier war die Rind’sche Bürgerstiftung mit ihrem langjährigen Vorsitzenden Hans-Dieter Homberg gerne zur Stelle. Sie hat die Kosten bereits 2020 komplett übernommen, und nicht nur die: 2021 unterstützte die Stiftung das KFH mit 5.000 Euro bei der Durchführung kultureller Veranstaltungen.

Für 2022 konnte Homberg gerade weitere 7.500 Euro aus dem Stiftungsvermögen überweisen, damit für das KFH ein Stutzflügel als Ersatz für das alte Klavier angeschafft werden konnte. Das elegante Instrument steht im Foyer und wird dort regelmäßig von Bewohnern, die das Klavierspielen noch nicht verlernt haben, zur Freude aller Zuhörer genutzt, „wir laden aber auch Klavierlehrer mit ihren Schülern ein, damit sie im Beisein der Senioren üben und so für Unterhaltung sorgen, aber auch die so wichtigen, generationsübergreifenden sozialen Kontakte ermöglichen“, erläutert Kotitschke. Damit hat die Rind’sche Bürgerstiftung das Kaiserin-Friedrich-Haus über die Pandemie hinweg mit insgesamt 21.000 Euro unterstützt, die jetzt symbolisch im Rahmen einer kleinen Feier übergeben wurden. Mit dabei waren neben Homberg und Kotitschke auch der Erste Kreisbeigeordnete Thorsten Schorr in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums sowie Heiko Selzer, als Vertreter des DRK-Kreisverbands, und, gewissermaßen in Dreifachfunktion, Markus Franz, er ist Mitglied des Vorstandes der Taunussparkasse und des DRK-Kreisverbandes und designierter Nachfolger von Hans-Dieter Homberg an der Spitze der Stiftung. Homberg verbindet viel mit dem DRK, „unter dem Kreisvorsitzenden E. Gries war ich Schatzmeister“, erzählt er.

Altenwohneinrichtungen und Hospize mit Stiftungsmitteln zu unterstützen, sei ihm ein großes Anliegen. Die alten Herrschaften würden mit Konzepten wie dem Mobilen Kochsystem aktiv gehalten, Kochen und Klavierspielen sei da genau das Richtige, sagte Homberg. Heiko Selzer freute sich, dass die Bürgerstiftung das innovative Beschäftigungskonzept des KFH mit ihrer Spende gewissermaßen„beflügele“. Er könne sich gut vorstellen, wie es für ältere Menschen ist, wenn der Duft, der beim Kuchenbacken entsteht, durch die Räume der Einrichtung zieht und damit Erinnerungen an früher weckt.

Kuratoriumsvorstand Thorsten Schorr begrüßte die unkomplizierte Spendenpraxis unter der Ägide Hombergs, der warte nicht, bis um Unterstützung nachgesucht wird, sondern mache sich immer wieder proaktiv auf die stets erfolgreiche Suche nach förderfähigen Konzepten. Dass er bereits bei Zeiten seine Nachfolge einleite und seine Aufgaben bei Markus Franz, dessen Arbeitgeber, die Taunussparkasse, nicht nur eine gute, sondern auch eine sichere Bank sei, gut aufgehoben sehe, sei ganz im Sinne des Kuratoriums. Franz sagte, er werde die Aufgabe, wenn sie ihm denn mittelfristig angetragen werde, gerne annehmen, mit Respekt und auch mit Demut. Die Stiftung mit ihrer Zielsetzung, soziale Konzepte zu unterstützen, als Teil der sozialen Infrastruktur des Landkreises weiter zu entwickeln, seiauch sein Wunsch. Dinge wie die mobile Kochstation und auch der neue Flügel trügen dazu bei, dass die Menschen, die sich für ihren Lebensabend dem Kaisern-Friedrich-Haus anvertrauen, nicht das Gefühl hätten, nur gepflegt zu werden, sondern auch im Alter entsprechend ihren verbliebenen Möglichkeiten aktiv zu leben.

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news-232 Thu, 02 Jun 2022 11:20:00 +0200 Streicheleinheiten für Körper und Seele durch „Helfer auf vier Pfoten“ /ueber-uns/presse-service/meldung/streicheleinheiten-fuer-koerper-und-seele-durch-helfer-auf-vier-pfoten.html Besuchshunde-Teams des DRK Hochtaunus können alten und kranken Menschen eine Hilfe sein ­Der DRK-Kreisverband Hochtaunus ist, im wahrsten und positivsten Sinne „auf den Hund gekommen“. Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Er kann aber noch viel mehr. Heilen zwar nicht, aber die Heilung beschleunigen und das Wohlgefühl kognitiv odermotorisch eingeschränkter Klienten fördern. Viele Studien belegen: Hunde tun dem Menschen gut, vor allem wenn es ihm nicht gut geht. Wenn Körper und Seele aus dem Gleichgewicht sind und Gespräche allein nicht mehr helfen, kommen die„Helfer auf vier Pfoten“zum Einsatz.Der DRK Kreisverband Hochtaunus verfügt bereits über drei ausgebildete Besuchshunde-Teams und lädt Einrichtungen im Pflege-und Therapiebereichein, auf diesen besonderen Service zurückzugreifen.

Tiere tun dem Menschen gut. Nicht umsonst werden Hunde gerne als die bestenFreunde des Menschen bezeichnet. Die enge, oft spontane Bindung zwischen Mensch und Tier macht man sich in der psychosozialen Betreuung bereits seit Jahrzehnten zunutze, tiergeschützte Therapien werden inzwischen von den Krankenkassen bezuschusst. Auch der DRK Kreisverband Hochtaunus versichert sich der „Hilfe auf vier Pfoten“. Der Verbandbietet den Einrichtungen der Alten-und Krankenpflege an, auf eins der drei ausgebildeten Besuchshunde-Teams zurückzugreifen, um so ihren kognitiv und motorisch eingeschränkten Klienten durch dieVisiten den oft sehr schwierigen Alltag zu erleichtern. Das Angebot des DRK richtet sich aber nicht allein an Alten-und Pflegeheime, sondern auch an Einrichtungen für körperlich und geistig behinderte Erwachseneund Kinderin Kindergärten, Schulen, Kliniken, Hospizen und auf Palliativstationen.

Kathrin Kiefer koordiniert den Besuchsdienst, sie sagt: „Es istwissenschaftlich nachgewiesen und durchvieleStudien belegt, dass der Kontakt zu Hunden beim Menschen positive Auswirkungen auf den körperlichen und seelischen Gesundheitszustand hat.“Die Anwesenheit eines freundlichen und offenen Hundes, gleich welcher Rasse, kann beim Patienten Blutdruck und Pulsfrequenz senken, zur Entspannung der Muskulaturund zur Stärkung der emotionalen Stabilitätbeitragen. Ängste oder Aggressionen, aber auch Stress können durch Streicheleinheiten abgebaut oder reduziert werden. Positive Auswirkungen können tiergestützte Besuche auch auf dieGenesungnach Schlaganfall oderHerzinfarkthaben. „Ganz wichtig ist auch, dass der Körperkontakt mit Tieren, insbesondere Hunden,zu einer Ausschüttung des Hormons Oxytocin, auch Glückshormon genannt, führt“, sagt Kiefer. Durch Studien belegt sei fernerdie Förderung der Sinnes-und Körperwahrnehmung, die Verbesserung der Motorik und des Sprachvermögenssowie die Verminderung von Gleichgewichts-oder Wahrnehmungsstörungen. Immer wieder könne festgestellt werden, dass sich durch regelmäßige Besuche der Helferteams auch dieKommunikationsfähigkeit, dieAufmerksamkeit und dasVerantwortungsbewusstseinder Klientenverbessern. Letztendlich, so Kiefer, komme es häufig auch zu einer deutlichen Steigerung des Selbstwertgefühls und zu einer Förderung der Integrationder Klientenin die Gesellschaft.

Die DRK Besuchshunde-Teams werden von qualifizierten und geprüften Hundetrainern und -trainerinnen in mehrtägigen Schulungen aus-und weitergebildet. Die Hunde müssenzuvor alle einen Wesens-und Eignungstest bestehen, am Ende der Ausbildung steht einePrüfung. Das DRKgewährleistet bei der Ausbildungeinen hohen Sicherheits-und Qualitätsstandard, auchdurch Fortbildungskursesowie einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch der Ehrenamtlichen untereinander.

Die Einsätze des Besuchshundeteams orientieren sich streng am Tierschutz. Da die Arbeit die Hunde kognitiv stark beansprucht, beträgt die Dauer eines Besuches höchstens 60 Minuten. „Der Tierschutz liegt uns sehr am Herzen,wenn es für einen Hund zu anstrengend wird, werden die Besuche auch früher abgebrochen“, sagt Kathrin Kiefer. Dass die vom DRK eingesetzten Hunde regelmäßig geimpft undentwurmt, sowie vorbeugend gegen Floh-und Zeckenbefallbehandelt sind, sei ebenso selbstverständlichwie die Einhaltung derHygieneregelnbei den Einsätzen gemäß den Vorschriften des Robert Koch Instituts (RKI).

Bei Interesse und Fragen zum Besuchsangebot:
DRK-Kreisverband Hochtaunus e.V.
Kaiser-Friedrich-Promenade 5, 61348 Bad Homburg
Ansprechpartnerin: Kathrin Kiefer
E-Mail: k.kiefer@drk-hochtaunus.de
Telefon: 06172 129529

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news-231 Wed, 18 May 2022 00:00:00 +0200 „Ausgezeichnete Arbeit“: Ehre wem Ehre gebührt - Ehrenamtliche DRK-Helfer für ihre Einsätze im Ahrtal und bei der Pandemiebewältigung ausgezeichnet /ueber-uns/presse-service/meldung/ausgezeichnete-arbeit-ehre-wem-ehre-gebuehrt-ehrenamtliche-drk-helfer-fuer-ihre-einsaetze-im-ahrtal-und-bei-der-pandemiebewaeltigung-ausgezeichnet.html Für die ehrenamtlichen Helfer des DRK steht stets der Mensch im Vordergrund.Diesmal war es anders, da standen die Helfer aus den Bereitschaften der Ortsvereinigungen und des Katastrophenschutzes einmal selbst im Vordergrund.Viele ehrenamtliche Helfern waren bis zu 350 Stunden in der Ahrtal-Fluthilfe und bei der Pandemiebewältigung im Einsatz. Dem DRK-Kreisvorstand, dem Hochtaunuskreis und den Feuerwehren war das Anlass und Verpflichtung zugleich, ihnen Dank zu sagen. ber viele Wochen und Monate waren DRK-Helferinnen und -Helferzur Linderung der Not in den von der Flut zerstörten Gebieten an der Ahr im Katastropheneinsatz und auch daheim im Hochtaunus leisteten sie unverzichtbare Dienste zur Bewältigung der Corona-Pandemie, etwa bei Testungen in den Schulen. Die Kameradschaftspflege bliebdabei größtenteils auf der Strecke, wegen der Dauerbelastung einerseits, aber auch wegen des Eigenschutzes, denn nur gesunde Helfer können helfen. Nach nunmehr zwei Jahren Dauereinsatz nahm der DRK-Kreisverband dies zum Anlass, Dank zu sagen.Der Einladung zu einem Ehrungsabendwaren fast 100 ehrenamtliche Kräfte gefolgt. Die Bad Homburger Location LOK 21 bot dafür einen angemessenen Rahmen. Auch Vertreter des Hochtaunuskreises, des Katastrophenschutzes sowie der Feuerwehren waren gekommen, um den DRK-Helfern Anerkennung zu zollen, zuvorderst derVorsitzendedes DRK-Kreisverbandes, Jürgen Banzer,aber auch der 1.Kreisbeigeordnete Thorsten Schorr und Norbert Fischer als Vorsitzenderdes Kreisfeuerwehrverbandes danktenden Einsatzkräften für ihr Engagement sowie die gute und konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.Anlässe, Dank zu sagen,gab es zahlreiche. So unterstützte das DRK von Beginn der Corona-Krise an denKatastrophenschutzstab des Hochtaunuskreisesund stellte mit den Sanitäts-und Betreuungszügen zusätzliche Kapazitäten in der Versorgung der Bevölkerung sicher.

Ebenso unterstützten die Helfer in dieser Zeit bei der Durchführung von Corona-Tests in Senioren-und Behinderteneinrichtungen, Schulen und auch in der Corona-Praxis in Bad Homburg. Parallel dazu waren DRK-Einsatzkräfte tage-, teils sogar wochenlang bei der Hochwasser-Lage in Nordrhein-Westfalen und Rheinlandpfalz im Einsatz. Hier wurden neben der sanitätsdienstlichen Betreuungder Bevölkerung auch deren Versorgung mit Frischwasser sichergestellt. Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes sowie der Psychosozialen Notfallversorgung leisteten Betroffenen, aber auchEinsatzkräften, für die das Erlebte oftmals zur schweren seelischen Belastung geworden ist, psychologische Hilfe.

Kreisbrandinspektor Carsten Lauer,Norbert Fischer, Kreisbereitschaftsleiter Mark Henning und Rotkreuzbeauftragter Uwe Riehl ehrten über 25Helfer für ihr 10-, 25-und sogar 40jähriges Engagement im Katastrophenschutz mit der hessischen Katastrophenschutzmedaille. Carsten Lauer, der auch Chef des Katastrophenschutzes im Hochtaunuskreis ist, fandfürjedenHelfer persönliche Worte, er kenne sie alle, immerhin arbeite man ja auchschon seit Jahrzenten gemeinsam an verschiedensten Einsatzstellenzusammen, sagte Lauer.Drei langjährigeHelfer konnten sich noch zusätzlich über eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen freuen, die vonThorsten Schorr überreichtwurde.

Über40DRK-Helfer wurden von Mark Henning, seinem Vertreter Stefan Osthoff und Uwe Riehl für ihr Engagement mit dereigens angefertigten DRK-Corona-Medaille für ihren zeitintensiven Dienstbei den Corona-Testungen ausgezeichnet. Riehl hob die Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft der Kollegen hervor.Henning zeigte sich angesichts der Zahl dergeleisteten ehrenamtlichen Stunden des Teamszutiefst beeindruckt. Beivielen Helfern warenbis zu 350 Stundenzusammengekommen, „das entspricht mehr als zweiMonaten regulärer Arbeitszeit“, sagte Henning.

Nur gelobt werden, entspricht nicht der DNA des DRK. Das Führungsteam des DRK gab einen Teil des Dankes gleich weiter. Ohne die vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem Hochtaunuskreis, den Feuerwehren und der DRK-Kreisgeschäftsführung hätten diese Leistungen gar nicht erbracht werden können, erklärten Henning und Riehl, indem sie Thorsten Schorr, Carsten Lauer, Norbert Fischen und DRK-Kreisgeschäftsführer Axel Bangert ebenfalls mit derDRK-Corona-Medailleauszeichneten.

Die zahlreichenHelfer, dieim Ahrtal im Einsatz waren, wurden mit einem gestickten Einsatzabzeichen für ihre intensive Arbeit gewürdigt. Auch für diesen Einsatz fand Stefan Osthoff anerkennende Worte, erwies darauf hin, dass der DRK-LKW aus Oberursel dort wochenlang mit einen wechselnden Team ausdem gesamten Kreisverband im Rahmen der Trinkwasserversorgung und Logistik im Einsatz war.Ebenso arbeitetenmehrere Helfer im DRK-Logistik-Drehkreuz in Fritzlar. Osthoffhob insbesondereauchdie wichtige psychologische Erste Hilfe des PSNV-Teams hervor.Der DRK-Einsatzstab, derfast die gesamte Zeit „online“war und die verschiedensten Einsätze gesteuerthat, wurde vonKreisvorstandsmitglied Joachim Kebbekus für seine koordinative Hintergrundarbeit mit Anerkennungund verschiedenen Auszeichnungen bedacht.

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news-230 Wed, 04 May 2022 00:00:00 +0200 Gute Koordination ist alles /ueber-uns/presse-service/meldung/gute-koordination-ist-alles.html 80 ehrenamtliche DRK-Helfer aus dem Hoch-und Main-Taunus-Kreis sorgten am 1. Mai mit dem Sanitätsdienst für einen reibungslosen Rennverlauf Wer das Radrennen am 1. Mai im Fernsehen verfolgt hat, zum Teil auch aus der von Helikoptern eingefangenen Vogelperspektive, hat sicher auch den einen oder anderen der insgesamt knapp 30 Rettungs-und Krankenwagen vom DRK an der Strecke gesehen. Wie die dort hin-und nach Einsätzen, die es bei solchen Großsportveranstaltungen immer gibt, schnell genug durch die Menge in Richtung Klinik wegkommen, wird weit abseits des Rennens, in der Zentrale des Katastrophenschutzes des DRK Hochtaunus in Köppern von mehr als einem Dutzend ehrenamtlichen Disponenten an ebenso vielen Monitoren geregelt. Ein Blick hinter die Kulissen: Radrennen wie der Klassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn“ am 1. Mai bergen immer auch die Gefahr von Stürzen und anderen Verletzungen –vor und hinter den Absperrungen. So dicht wie die Rennteilnehmer neben-, vor-und hintereinander fahren, ist es fast ein Wunder, dass dabei nicht mehr passiert. Ohne sanitätsdienstliche Begleitung wären solche Großveranstaltungen gar nicht denkbar, Sanitätsdienste sind Teil des Sicherheitskonzepts. Bis 2019 war der DRK-Kreisverband Maintaunus Partner des Veranstalters, der Gesellschaft zur Förderung des Radsports“, seit 2021 ist der DRK Kreisverband Hochtaunus mit im Boot. Die Verantwortlichkeit wechselt jährlich zwischen den beiden Kreisverbänden. In diesem Jahr wurde der Stab vom DRK Maintaunus, an der Spitze Kreisbereitschaftsführer Tobias Litz mit seinem Stellvertreter Markus König, geführt. Nächstes Jahr haben dann Mark Henning und Stefan Osthoff, die Leiter der Bereitschaften im Hochtaunus, die Einsatzleitung. Die Kommandozentrale war im Katastrophenschutzzentrum des DRK Hochtaunus in der Otto-Hahn-Straße in Köppern eingerichtet. Aufgebaut waren dort gut ein Dutzend Computerarbeitsplätze, ein Großbildschirm gab jederzeit Auskunft über den Rennverlauf, wo sich welches Fahrerfeld gerade aufhielt und wo die Einsatzfahrzeuge in Bereitschaft standen oder gerade im Einsatz waren. Unterwegs waren, verteilt auf die drei Landkreise Hochtaunus, Maintaunus und Frankfurt nicht weniger als 18 Rettungswagen, neun Notfallkrankentransportwagen sowie acht im Rennen mitfahrende Motorräder mit einem Sanitäter als Sozius.

Insgesamt sorgten etwa 150 ehrenamtliche DRK-Kräfte, 50 aus dem Hochtaunus-und 30 aus dem Maintaunuskreis und weitere 70 Einsatzkräfte teilweise aus ganz Hessen, nicht nur für die Sicherheit an der Strecke, sondern auch für die Unterstützung des hauptamtlichen Regelrettungsdienstes. Rund 40, zum überwiegenden Teil weniger gravierende Einsätze waren über den Tag verteilt abzuarbeiten. Zum Glück endeten nicht alle im Krankenhaus, das heißt, viele Verletzte konnten nach der Behandlung leichterer Blessuren im Rettungswagen entlassen werden. Hauptaufgabe der etwa 12 „IuK“-Kräfte (Information und Kommunikation) in der Disposition war es, die Einsatzfahrzeuge auf der An-und Abfahrt zum, bzw. vom Unfallort, oder zur nächsten aufnahmefähigen Klinik so zu dirigieren, dass der von zahlreichen Streckensperrungen entlang der Strecke begleitete Rennverlauf nicht beeinträchtigt wurde und die Wege möglichst kurz waren. Mit RTW oder KTW oder auch Sanitätstrupps besetzte Streckenposten hinter dem „Besenwagen“ wurden, wenn alle Radler vorbeigeflitzt waren, abgebaut. Diese Fahrzeuge wurden zur Unterstützung der noch aktiven Etappen umdirigiert und auf die Frankfurter City konzentriert. „Nach unserer Erfahrung wird es gegen Ende des Rennens wegen der sich in der Zielregion konzentrierenden Zuschauermengen, aber auch wegen der Hektik des Renngeschehens auf den letzten Metern, meistens noch einmal spannend“, sagt Moritz Höhner, an dem Tag Lagedienstleiter in der Zentrale. Zu größeren Unfällen kam es diesmal in der Schlussphase des Rennens aber zum Glück nicht.

Wir stehen ständig mit dem Veranstalter, der Rennleitung und der Polizei im Kontakt und können dank der optimalen Vernetzung aller Kräfte im Notfall unverzüglich reagieren“, sagt Stefan Osthoff, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter des DRK Hochtaunus. MTK-Bereitschaftschef Tobias Litz betont ebenfalls die sehr gute Zusammenarbeit der beiden Kreisverbände auf Augenhöhe und auch die reibungslose Organisation dieses Großeinsatzes im Vorfeld der Veranstaltung, man könne sich blind aufeinander verlassen. Wochenlang vor dem Rennen waren die Spitzen der Bereitschaften damit beschäftigt, in den beiden Kreisverbänden genügend freiwillige Kräfte zu rekrutieren,an dem Tag bereitzustehen und Dienstpläne zu schmieden, um so einen reibungslosen Ablauf seitens des Sanitätsdienstes garantieren zu können. „An genügend Köpfen fehlt es in der Regel bei so etwas nie, der Rückhalt in den Ortsvereinigungen ist groß, knifflig an der Stelle ist aber, die doch sehr vielen Einsatzfahrzeuge mit Kollegen, die die dafür nötige Qualifikation und Sanitätsausbildung haben, zu besetzen“, sagt Osthoff –und das alles ehrenamtlich.

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news-229 Thu, 31 Mar 2022 00:00:00 +0200 Einsatz beendet – Zeit zum Durchatmen /ueber-uns/presse-service/meldung/einsatz-beendet-zeit-zum-durchatmen.html Beim DRK Kreisverband Hochtaunus und seinen Katastrophenschutzhelfern ist jetzt Durchatmen angesagt: Der zweiwöchige Einsatz für Hunderte Flüchtlinge aus der Ukraine in den beiden Notunterkünften in Kronberg und Neu-Anspach ist am Wochenende abgeschlossen worden. Die Betreuung erfolgt nun durch hauptamtliche Kräfte. Die Verantwortlichen im Katastrophenschutzstab des DRK sprechen von erschütternden, bewegenden, aber auch beglückenden Begegnungen und ziehen insgesamt eine sehr positive Bilanz. Zwei Wochen lang haben Dutzende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK-Hochtaunus als Mitglieder des Katastrophenschutzes in den beiden Notunterkünften in zwei Dreifeldsporthallen an der Kronberger Altkönigschule und der Grundschule „Am Hasenberg“ in Neu-Anspach für das Wohlergeben Hunderter geflüchteter Menschen aus der Ukraine, vornehmlich Frauen, Kinder und ältere Männer gesorgt. „Der Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfer im Rahmen des hessischen Katastrophenschutzes im Hochtaunuskreis, der die beiden Hallen als Außenstellen der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen zur Verfügung gestellt hat, ist abgeschlossen“, sagen Rotkreuzbeauftragter Uwe Riehl und Ferdinand Steinsberger vom Malteser Hilfsdienst am Wochenende. Wie vorgesehen, werden die beiden Notunterkünfte nun einem gewerblichen Betreiber übergeben. Riehl: „In dieser Zeit haben wir gemeinsam mit dem beim Hochtaunuskreis gebildeten Stab für Außergewöhnliche Einsätze unter Leitung von Carsten Lauer, dem Chef des Brand-und Katastrophenschutzamtes, dem Malteser Hilfsdienst, den Feuerwehren aus dem Hochtaunuskreis und dem Technischen Hilfswerk die beiden Notunterkünfte errichtet und anschließend im 24-Stunden-Dienst betrieben. Die Zusammenarbeit erfolgte auf Augenhöhe und hat hervorragend funktioniert. Es gab viele unvorhersehbare Probleme und ständig neue, rasches Handeln bedingende Herausforderungen, die aber im engen Schulterschluss alle bewältigt werden konnten.“Das DRK habe es als seine vorrangige Aufgabe angesehen, den geflüchteten Menschen aus der Ukraine einen sicheren Platz fürdrei bis maximal 5 Tage zu bieten, in denen sie beginnen konnten, sich von den erlittenen Strapazen der Flucht zu erholen, sagte Riehl. Von Kronberg und Neu-Anspach aus wurden die Geflüchteten dann auf die hessischen Kommunen zur dauerhaften Versorgung mit Wohnraum weitergeleitet. „Wir hoffen sehr, dass diese Menschen nach dem erschütternden Verlust ihrer Heimat, der oft tagelangen Flucht und der Ungewissheit, ob ihre im Krieg kämpfenden Männer, Väter und Brüder noch am Leben sind, nun hoffentlich wenigstens vorläufig Halt und etwas Ruhe finden“, sagte Riehl.Nach den Einschränkungen durch die Pandemie habe sich noch nicht alles so eingespielt, wie man das beim DRK gewohnt war, „dennoch haben wir die Herausforderung gut gemeistert. Die Zusammenarbeit untereinander, aber auch mit den zahlreichen ehrenamtlichen Dolmetschern und Unterstützern, hat uns in diesem nicht leichten und manchmal emotional unter die Haut gehenden Einsatz getragen“, sagt auch Kreisbereitschaftsleiter Mark Henning. Unzählige Begegnungen mit den geflüchteten Menschen, berührende, auch hoffnungsvolle Momente seien aber auch schöne Erlebnisse gewesen, die alle Anstrengungen belohnt hätten und noch lange in lebhafter Erinnerung bleiben dürften. Riehl und Henning bedanken sich bei allen Einsatzkräften aus allen Ortsvereinen des Kreisverbandes, allen Fachdiensten, aber auch den Familien, die oft tagelang auf ihre Angehörigen verzichten mussten sowie den zahlreichen Arbeitgebern, die die Helferinnen und Helfer für ihren ehrenamtlichen Dienst freigestellt und damit sehr großen Anteil am Erfolg dieser Mammutaufgabe haben: „Wir sind uns sehr bewusst, dass dieses Engagement nicht selbstverständlich ist. Auch dem Hochtaunuskreis, dem Eigenbetrieb Taunus-Menü-Service, den örtlichen Kommunen mit ihren Bürgermeistern und Mitarbeiternund den vielen engagierten Mitbürgern im Kreis möchten wir für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung danken“, sagte Riehl.

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news-228 Mon, 28 Mar 2022 00:00:00 +0200 Flauschige Brückenbauer lassen Senioren strahlen - „Mobiler Streichelzoo“ gastiert im Kaiserin-Friedrich-Haus /ueber-uns/presse-service/meldung/flauschige-brueckenbauer-lassen-senioren-strahlen-mobiler-streichelzoo-gastiert-im-kaiserin-friedrich-haus.html Im Kaiserin-Friedrich-Haus, dem Alten-und Pflegeheim des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus in Kronberg, tanzen buchstäblich die Mäuse auf dem Tisch herum, und nicht nur die, auch Kaninchen und „Agathe“, das Zwerghuhn. Das alles hat aber seine Ordnung, denn die Besuche von Streichelzoo-Direktor Hans-JürgenRhein mit seiner ganzen Menagerie gehören inzwischen zum Therapieprogramm im KFH. Tiergestützte Therapieverfahren sind alternativmedizinische Behandlungsverfahren zur Heilung oder zumindest Linderung der Symptome bei psychiatrischen, psychisch/neurotischen und neurologischen Erkrankungen sowieseelischen und geistigen Behinderungen, insbesondere aber auch bei demenziellen Erkrankungen, bei denen Tiere eingesetzt werden.Dass der Kontakt zu Tieren bewusstseinsöffnende Wirkung vor allem bei Seniorenmit krankheitsbedingten,kognitiven Einschränkungen haben kann, macht man sich im Kaiserin-Friedrich-Haus, dem Alten-und Pflegeheim des DRK-Kreisverbandes in Kronberg,zunutze. Geschäftsführerin Giuliana Kotitschke und Jasmin Berghaus, Leiterin Sozialer Dienst, sind vom positiven Ansatz der tiergestützten Therapie überzeugt. Dieses Angebot wird vollumfänglich vom Förderverein der Kronberger Alzheimerstiftung, vertreten durch Brigitte Möller als Vorstandsvorsitzende, finanziert.So ist es gelungen, den durch Funk und Fernsehen bereits bekannten „Mobilen Streichelzoo“ mit seinem Direktor Hans-Jürgen Rhein dafür zu gewinnen, künftig einmal im Quartal mit seiner ganzen Menagerie im KFH für zweiStunden zu gastieren. Der Förderverein der Alzheimerstiftung generiert jährlich Spenden, mit denen Angebote, ausschließlich für die Bewohner des Kaiserin-Friedrich-Hauses, finanziert werden. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung und dass der Förderverein derStiftung auch für diesen besonderen Zoobesuch sämtliche Kosten trägt“, sagt Giuliana Kotitschke. Die ersten beiden Visiten haben bereits alle Erwartungen übertroffen: „Inder Pandemie sind wir ständig auf der Suche nach corona-konformen Events für unsere Senioren. Der mobile Streichelzoo passt perfekt in dieses Konzept“, sagt Berghaus und fährt fort: „Tiere, egal ob klein oder groß, wirken wie Türöffner, wenn man sieht, dass alte, sonst völlig in sich gekehrte Menschen plötzlich wieder lachen und strahlen, zeigt das,wie richtig dieser Therapieansatz ist.“

Derweil machen dreiweiße Mäuseundüber die lange Tafel hoppelnde Zwergkaninchenihren Job und tun das, was auch ihnen am meisten Spaß zu machen scheint: Schmusen. Zwerghuhn „Agathe“ gibt den Papagei und richtet sich auf der Schulter der 90-jährigen Gertrud Agricola fröhlich vor sich hinglucksend häuslich ein. Sie sei mit Tieren aufgewachsen, erinnert sich die alte Dame, die plötzlich alle Hände voll zu tun hat, denn zwei flauschige Häschen holen sich bei ihr ihre Streicheleinheiten ab.Gertrud Agricola strahlt, der Kontakt zu den Tieren weckt, wie bei ihrem Tischnachbarn, dem ebenfalls 90-jährigen Dieter Müller, Erinnerungen an glücklicheKindertage. „Ärzte sollten viel öfter Tiere als Medizin verschreiben“, sagt Agricola und Müller nickt zustimmend: „...ja, das wäre ein Traum!“ Nicht nur die Senioren suchen den Kontakt, auch die Tiere streichen den alten Leuten einfühlsam um die Beine, stupsen sie an, als wollten sie sagen: „Nun streichel mich schon...“, allen voran Minischwein „Gabi“, „Susi“, der wuselige Wuschel vom Stamme der Cavalier-King-Charles-Cockerspaniel, und „Zimti“, das Schaf. „Sie heißt so, weil ihr Fell die Farbe von Zimt hat“, erzählt Streichelzoo-Direktor Hans-Jürgen Rhein. Er isteigentlich gelernter Gärtner, kam2014 aber durch Zufall auf die Idee, einen eigenen Streichelzoo zu eröffnen, nachdem er von den Erfolgen der tiergestützten Therapie gehört hatte. Trainieren muss er seine Tiere kaum, „das bringen die sich schon selbst bei, die spielen sich mit ihrer besonderen, tierischen Empathie sehr schnell auf Menschen ein und werden so zu Brückenbauern, da entwickeln sich richtige Freundschaften“, sagt Rhein, der sich natürlich gerne als „Streichelzoo-Direktor“ bezeichnen lässt, ebenso gerne aber auch einfach als „Hasemann“ in „Odenwälder Platt“, von dort kommt er nämlich und dort hat er auch einen Bauernhof mit noch viel mehr Streicheltieren.

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news-227 Tue, 01 Mar 2022 00:00:00 +0100 Aufruf des DRK-Hessen: Geldspenden für die Ukraine /ueber-uns/presse-service/meldung/aufruf-des-drk-hessen-geldspenden-fuer-die-ukraine.html Die Betroffenheit angesichts der entsetzlichen Ereignisse in der Ukraine ist auch in der hessischen Bevölkerung groß. Der Wunsch, den in Not geratenen Menschen Unterstützung zu bieten ist nachvollziehbar. Die hessischen Gliederungen des DRK erreichen dazu viele Anfragen. Allerdings: Gut gemeinte, aber nicht abgestimmte Lieferungen füllen Lagerhallen und binden Transport-und Sortierkapazitäten. Es droht Infarkt der Versorgungslinien

Die Zentralen des Polnischen und Ukrainischen Roten Kreuzes weisen darauf hin, dass keinerlei Kapazitäten zur Annahme nicht abgesprochener und nicht angeforderter Hilfslieferungen und Unterstützungsangeboten bestehen. Unkoordinierte Lieferungen blockieren die bereits stark beanspruchten Logistik-und Hilfeleistungs-Strukturen und führen zu einem Infarkt lebenswichtiger Versorgungslinien. Dadurch helfen sie nicht, sondern behindern die humanitäre Arbeit vor Ort.

 

Sämtliche Hilfeleistungen für die Ukraine werden nicht in Hessen, sondern ausschließlich über das DRK-Generalsekretariat in Berlin geplant und koordiniert. Sachspenden können aufgrund der momentanen Sicherheitslage vom Deutschen Roten Kreuz nicht angenommen werden.Wenn es konkreten Bedarf an Hilfsgütern oder am Bedarf orientierte Güter für die betroffenen Gebiete gibt, informiert das DRK die Bevölkerung.

DRK bittet um Geldspenden

Das Deutsche Rote Kreuz bedankt sich für die enorme Hilfsbereitschaft der deutschen Bevölkerungen und bittet um Geldspenden für die Menschen in der Ukraine. Sie ist flexibler und effizientereinzusetzen als eine Sachspende. Dafür ist folgender zentraler Spendenzweck eingerichtet:

„Nothilfe Ukraine“
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Ukraine

Das Rote Kreuz in Hessen

Das hessische Rote Kreuz gliedert sich in 37Kreisverbände und 424Ortsvereine. Die fünf Gemeinschaften Bereitschaften, Wasserwacht, Bergwacht, Wohlfahrts-und Sozialarbeit sowie das Jugendrotkreuz sind die Elemente des Deutschen RotenKreuzes in Hessen.Wir haben 322Bereitschaften,183.328Fördermitglieder,18.451aktive Helferinnen und Helfer,darunter 4.182 Jugendrotkreuzmitglieder in 260JRK-Gruppen. Zudem arbeiten8.383 hauptamtliche Mitarbeiter im DRK Hessen.

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news-226 Mon, 28 Feb 2022 00:00:00 +0100 Moderne Rettungsmittel erleichtern Ersthelfern vom DRK die schwere Arbeit /ueber-uns/presse-service/meldung/moderne-rettungsmittel-erleichtern-ersthelfern-vom-drk-die-schwere-arbeit.html Bad Homburgerin unterstützt DRK-Kreisverband mit Großspende Bei der Beschaffung von Rettungsmitteln ist das DRK auch auf Spenden angewiesen. Eine besonders namhafte ging jetzt auf dem Konto des DRK-Hochtaunus ein. Der Bad Homburgerin Frau Edith Oehring-Henrich war es ein Anliegen, den Kreisverband bei der Beschaffung von Rettungsmitteln mit einer Zuwendung, die es bisher in ähnlicher Höhe nur selten gibt, zu unterstützen, und zwar nicht erst, wie zunächst geplant, nach ihrem Tod, sie wollte zu Lebzeitenspenden, damit das DRK nicht so lange warten muss... Etwa 36.000 Mal verlassen die Rettungswagen des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus jedes Jahr die Depots. Aufgabe der Einsatzteams ist es, in Not geratenen, kranken oder verunfallten Menschen zu helfen, oft geht es dabei um Leben und Tod. Viele dieser Einsätze bleiben nicht in den Kleidern hängen, weil sie die Retter in der Seele bewegen,das Erlebte oft nur schwer aufzuarbeiten ist. Umso wichtiger sei es, den Teams Rettungsmittel, Technik und Material an die Hand zu geben und ihnen so die oftmals sehr harte Arbeit ein wenig zu erleichtern und sie damit auch wertzuschätzen -DRK-Kreisgeschäftsführer Axel Bangert hat dies jetzt bei einem Besuch auf der Rettungswache an den Bad Homburger Hochtaunuskliniken so zum Ausdruck gebracht. Er war nicht mit leeren Händen gekommen, sondern hatte einen großen Blumenstrauß dabei. Der ging an eine Bad Homburger Bürgerin, die an dem Morgen als Ehrengast auf die Wache gekommen war, Frau Edith Oehring-Henrich. Frau Oehring-Henrich, die bis zu ihrem Ruhestand eineeigene Steuerkanzlei in Bad Homburg betrieben hatte, hat, so der Kreisgeschäftsführer Bangert, zur Begrüßung und auch zur Überraschung vieler Kollegen, eine Spende an den Kreisverband überwiesen, die es in ähnlicher Höhe nur eher selten gibt. „Das Geld versetzt uns in die Lage, unsere Mitarbeiter im haupt-, insbesondere aber auch im ehrenamtlichen Rettungsdienst noch besser mit Rettungsmitteln auszustatten, als das bisher möglich war und für die uns ein Stück weit auch die Mittel gefehlt haben“, sagteAxel Bangert.

 

Zuvor war Frau Oehring-Henrich von DRK-Mitarbeiter Bernhard Rühl daheim mit allen Ehren im Rettungswagen abgeholt und zur Visite auf die Wache gefahren worden.„Zum Glück durfte ich vorne sitzen und musste nicht hinten liegen, ich hoffe, dass das noch lange so bleibt“, lachte Frau Oehring-Henrich beim Aussteigen. Für ihre Großzügigkeit hatte die Dame eine recht einfache Erklärung: Die Idee, das DRK in dieser Formzu unterstützen, besteht schon sehr lange.Ihr Vater sei sehr schwer krank und zum Schluss Dialyse-Patient gewesen, wobei er, nachdem er nicht mehr selbst fahren konnte, immer häufiger auf die Fahrdienste des DRK habe zurückgreifen müssen. „Da habe ich erkannt, wie wichtig die Organisation ist“, sagt Frau Oehring-Henrich. Frau Edith Oehring-Henrichließ sich von Axel Bangert und Manfred Heiß vom Technikstab des Kreisverbandes durch die Wache führen und zeigte sich von dem modernen Rettungsgerät beindruckt, etwa von den elektrisch betriebenen Fahrtragen, die problemlos und rückenschonend von einem einzigen Retter bedient werden können. Auch die übrige notfallmedizinische Ausrüstung der „mobilen Intensivstationen“, wie Bangert die 200.000,00 Euro teuren High-Tech-Rettungswagen nannte, vom Beatmungsgerät bis zur tragbaren EKG-Einheit, nötigte Frau Oehring-Henrichgroßen Respekt ab. „Ich glaube, das Geld ist hier genau richtig und gut angelegt“, sagte die Spenderin, die sogar einmal, fürs Foto, auf dem Fahrersitz eines Rettungswagens Platz nehmen durfte. Für die Rückfahrt nach Hause war später auch gesorgt, „natürlich bringe ich Sie auch wieder heim“, sagte Bernhard Rühl. Mit dem Rettungswagen? „Na klar..!“

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news-225 Mon, 21 Feb 2022 00:00:00 +0100 Tanzen und Gymnastik in Kronberg /ueber-uns/presse-service/meldung/tanzen-und-gymnastik-in-kronberg.html Der DRK-Ortsverein Kronberg bietet unter dem Motto: "Mit Schwung in die Woche"abdem7. März 2022 jeden Montageinen Doppelkurs mit Wirbelsäulengymnastik (Methode Heigl)von 10:00 bis 10:45Uhrsowie Tanz für jedes Alter von 11:00 bis 11:45Uhr,an. Die Gymnastik findet wegen der Sauerstoffaufnahme im Freien statt, der Tanz im Saal des Hauses Altkönig (Hintereingang), Altkönigstr. 30. Die Kurse werden unter Einhaltung der gängigen Hygieneschutzmaßnahmen durchgeführt. EinaktuellerImpfnachweis ist notwendig.

Zehn Doppelstunden kosten 30 Euro, bei Einzelbelegung 20 Euro. Ein Einstieg für Anfänger ist jederzeit möglich.Interessierte mögen sich bei Dr. Hildegard Hutzenlaubinformieren, Telefon 06173/61107.

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news-223 Wed, 09 Feb 2022 00:00:00 +0100 Aktivierender Hausbesuch-ein Gewinnfür die Besuchten und die Besuchenden /ueber-uns/presse-service/meldung/aktivierender-hausbesuch-ein-gewinnfuer-die-besuchten-und-die-besuchenden.html „Wer rastet, der rostet“ –das gilt vor allem für ältere Menschen, die besonders unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie leiden. Viele bewegen sich aus eigenem Antrieb kaum noch. Der DRK-Kreisverband Hochtaunus hat dem Bewegungsmangel den Kampf angesagt und will sein Angebot des „Aktivierenden Hausbesuchsdienstes“weiter ausbauen und hat noch Kapazitätenfrei.Das Konzept verbindet Bewegungselemente, Sturzprävention und Gesprächselemente. Was die wenigsten wissen: ab Pflegegrad 1 können die Kosten über die Entlastungsleistungen mit der Pflegekasse abgerechnet werden. Das Angebot des aktivierenden Besuchsdienstes umfasst weder Krankenpflege oder Physiotherapie, nochEinkaufen oder hauswirtschaftlicheVerrichtungen, sondern in erster Linie die Anleitung zu gemeinsamen Bewegungsübungen, ohne dass es dabei besonderer Geräte bedarf.Dabei trägtalleine schon der regelmäßige soziale Kontakt mit den DRK-Übungsleiter*innen etwas gegen die Isolation beiund wirkt aktivierend.Auch kleine Spaziergänge gehören zumProgramm, ebenso „Gehirnjogging“, etwa beim gemeinsamen Rätseln. Alle weiteren Informationen zum Aktivierenden Hausbesuchsdienst gibt es bei Kathrin Kiefer unter 06172-129529.

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news-224 Wed, 09 Feb 2022 00:00:00 +0100 Das Café Rotkehlchen hat noch Plätze frei /ueber-uns/presse-service/meldung/das-cafe-rotkehlchen-hat-noch-plaetze-frei.html Die Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz des DRK findet vor Ort in Bad Homburg statt. Es ist schon ein besonderes Café, das „Café Rotkehlchen“ des DRK-Kreisverbands Hochtaunus e.V. und besondere Menschen sind seine Gäste. In einer kleinen Runde können Menschen mit Demenz regelmäßig zum gemütlichen Beisammenseinin der Kaiser-Friedrich-Promenade 5zusammenkommen.Es sind noch Plätze frei an den drei Nachmittagen-dienstags, donnerstags und freitags -jeweils von 14 bis 17 Uhr, an denen die haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des DRK den maximal 6 Gästen ein abwechslungsreiches, aber stets auf die jeweiligen Bedürfnisseabgestimmtes Programm anbieten. Bei Bedarf steht auch ein Fahrdienst zur Abholung bereit. Für weitere Informationen und Anmeldungen steht Herr Jens Berger als Leitung des Fachbereichs Demenz des DRK unter 06172-129545 zur Verfügung.

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news-222 Wed, 12 Jan 2022 00:00:00 +0100 Rettung auf dem „kurzen Dienstweg“ /ueber-uns/presse-service/meldung/rettung-auf-dem-kurzen-dienstweg.html Wird Schnee von der Lust zur Last, müssen die „First Responder“ des DRK ran. In Hessen müssen Einsatzstellen binnen zehn Minuten ab Alarmierung erreicht und erste Maßnahmen eingeleitet sein. Das ist im Hilfeleistungsgesetz geregelt und gilt nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für den Rettungsdienst. Gerade im ländlichen Bereich ist das bei widrigen Verkehrsverhältnissen, etwa heftigem Schneefall, bisweilen aber schwierig, wie es sich gerade am letzten Wochenende im Usinger Land gezeigt hat. ach dem Einsatz ist vor dem Einsatz: Nach dem Großbrand in der Silvesternacht in Bad Homburg, zu dessen Bekämpfung auch rund 60 ehrenamtliche Kräfte des DRK Kreisverbandes Hochtaunus und seiner örtlichen Bereitschaften beigetragen haben, mussten am Samstag morgen erneut knapp 20 Helferinnen und Helfer ihre Wochenendruhe unterbrechen, witterungsbedingt. Nach zum Teil heftigen Schneefällen in den höheren Lagen des Taunus wurde die Multifunktionale Einheit 5 (MFE 5) im Usinger Land alarmiert, um bei den mit dem plötzlichen Wintereinbruch verbundenen Verkehrsverhältnissen und dem Stromausfall in Teilen des Usinger Landes zu unterstützen. Die DRK-Helfer besetzten wie die Feuerwehren ihre Unterkünfte in Usingen, Neu-Anspach, Schmitten und Weilrod um für die Bevölkerung im Notfall Ansprechpartner zu sein. Ferner unterstützten sie den Regelrettungsdienst als First Responder. „Bei solchen Wetterereignissen benötigt der Regelrettungsdienst zwangsläufig länger, um die Einsatzorte zu erreichen, auch funktionieren unter Umständen bei einem Stromausfall die Kommunikationswege nicht mehr“, begründete Kreisbereitschaftsleiter Mark Henning die Notwendigkeit, die ehrenamtlichen Kräfte der Bereitschaften vom Frühstückstisch wegzuholen. Über den Digitalfunk können Hilfeersuchen direkt an die Rettungsleitstelle weitergegeben werden. Die eingesetzten Rettungswagender Ortsvereinigungen sind so ausgestattet, dass sie jederzeit reguläre Patiententransporte übernehmen können. Die Teams der zum Teil über Allradantrieb verfügenden Mannschaftswagen sind als Sanitäter und als Voraushelfer, im Fachjargon „First Responder“,ausgebildet. Sie verfügen über Notfallrücksäcke, Sauerstoff und Defibrillatoren und können die Erstversorgung von Notfallpatienten übernehmen bis diese von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden können. Unter der Führung von Sven Urban und Bea Heinz, Bereitschaftsleiter der Ortsvereinigungen Neu-Anspach, bzw. Weilrod, standen am Samstag 18 ehrenamtliche Rotkreuzler mit den beiden Rettungswagen der Bereitschaften Usingen und Wehrheim sowie vier Mannschaftswagen von 8 bis 12 Uhr in den DRK-Unterkünften in Usingen, Neu-Anspach, Weilrod, Wehrheim und Schmitten sowie der Bergwacht Großer Feldberg bereit, kamen aber zum Glück nicht zum Einsatz. Wegen des gleichzeitig schneebruchbedingten Stromausfalls in weiten Teilen des Usinger Landes standen zudem die in Neu-Anspach und Friedrichsdorf stationierten mobilen Stromerzeugerin Bereitstellung. Beide verfügen über eine Leistung von 60 KVA, genug, um 20 Einfamilienhäuser oder, im Katastrophenfall, Evakuierungsräume, etwa eine Schule, ein Bürgerhaus oder eine Rettungswache, mit Strom zu versorgen.Nicht bei jeder Verkehrs-, und Wetterlage lässt sich die in Hessen gesetzlich vorgegebene 10-minütige Hilfeleistungsfrist einhalten. Vor allem in ländlicheren Bereichen brauchen die Rettungsdienste bisweilen mehrZeit bei der Anfahrt. Die Frist bis zum Eintreffen wird häufig bis auf die letzte Minute ausgeschöpft –eine geschlossene Bahnschranke, ein umgestürzter Baum, eine nicht gebildete Rettungsgasse oder auch eine Schneewehe reichen da schon aus, wertvolle Zeit zu verlieren. Die Distanz zwischen Rettungswache und Einsatzort ist dabei der kritische Faktor. Von großer, oft lebensrettender Bedeutung ist es da, wenn die so genannten „First Responder“ (FR) die Zeit ab dem Eingang des Notrufs bei der Zentralen Leitstelle bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. des Notarztes beim Patienten überbrücken. „Wir haben im Hochtaunus aber nicht nur ein Netz von Rettungswachen, das dicht genug geknüpft ist, um im Normalfall Rettung innerhalb der Hilfeleistungsfrist sicherzustellen, sondern auch bestens aufgestellte Bereitschaften in unseren Ortsvereinigungen, die im Notfall mit ehrenamtlichem Personal und eigenen Rettungstransportwagen einspringen können, um die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes, bzw. der hauptamtlichen Rettungsdienstkollegen überbrücken zu können.“, erläutert der Rotkreuzbeauftragte des Kreisverbandes, Uwe Riehl.

„FR“ können Leben retten

Bei der meist verbreiteten Form des Herzkreislaufstillstandes –dem Herzkammerflimmern –sinken dieÜberlebensraten eines Patienten pro Minute um 10%. Bedingt durch denörtlichenundzeitlichen Vorteilerzielt ein First Responder-Team im Schnitt mehrere Minuten Vorsprung vor dem Rettungsdienst. Wenn wie am Wochenende die Rettungswagen der angrenzenden Rettungswachen witterungsbedingte Probleme die Einsatzfahrten verzögern, ist der lebensrettende Vorsprung der lokalen Kräfte oft noch größer. Die wichtigsten Maßnahmen der Sanitäter sind dielebenserhaltenden Basismaßnahmenwie z.B. die richtige Lagerung des Patienten, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Frühdefibrillation, Sauerstoffgabe, Wärmeerhalt, Lagemeldung bei Verkehrsunfällen.Mit Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. des Notarztes wird der Patient an diesen übergeben und die Kollegen in ihren Maßnahmen unterstützt. „Wir können bei diesen Einsätzen jede helfende Hand gut gebrauchen –wer unseren Rettungsdienst also unterstützen und sich entsprechend ausbilden lassen möchte, kann sich jederzeit an unsere örtlichen Bereitschaften wenden und ist herzlich willkommen“, sagt der Rotkreuzbeauftragte des Kreisverbandes, Uwe Riehl.

 

BU:

Um im Notfall den Regel-Rettungsdienst unterstützen zu können, waren am Samstag 18 Kräfte aller DRK-Bereitschaften im Usinger Land im Einsatz, auch in Neu-Anspach, wo (Melanie Messer,Stephan Junge, Oliver Orlopp, Sven Urban, Matthias Bansa)(v.li.n.re.) zum Glück aber nicht ausrücken mussten. Foto: DRK-Pressestelle

 

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