Die bereits vor einiger Zeit angestoßene Fusion der DRK-Ortsvereine Königstein und Glashütten ist nach der Zustimmung des Präsidiums des DRK-Landesverbandes Hessen nahezu vollzogen. Offiziell fehlt jetzt nur noch die formelle Information der im Herbst in Kronberg tagenden Delegiertenversammlung des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus, der damit nur noch über elf Ortsvereine – Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg, Steinbach, Königstein, Usingen, Wehrheim, Neu-Anspach, Weilrod und Schmitten – verfügt. Einzige Kommune im Hochtaunuskreis ohne eigenen DRK-Ortsverein ist damit Grävenwiesbach, was seit vielen Jahren aber vom Usinger Ortsverein mitversorgt wird.
Der Ortsverein Glashütten war innerhalb des Kreisverbandes seit Jahren mangels Personals sanitätsdienstlich und in der Organisation von Blutspendeterminen nicht mehr aktiv, auch gab es dort seit langem keine Bereitschaft mehr, die bei größeren Veranstaltungen den Sanitätswachdienst hätte stellen können.
Das Präsidium des DRK-Kreisverbandes hat die Fusion der beiden Ortsvereine und damit die Auflösung des Glashüttener Ortsvereins bereits vor einiger Zeit angeregt. Mit der nun vollzogenen Fusion ist auch die Übertragung der verbliebenen Fördermitglieder auf den Ortsverein Königstein verbunden. Die Mitgliederversammlungen der beiden Ortsvereine haben dem jeweils in getrennten Sitzungen einstimmig zugestimmt. Die beiden Vorsitzenden des Ortsvereins Königstein, Prof. Dr. Eckart Wernicke und Günther Post, sehen in dem Zusammenschluss einerseits einen organisatorisch logischen Schritt, aber auch eine Win-win-Situation. Mit der Eingliederung in dem personell stark aufgestellten Königsteiner Ortsverein könne der DRK-Gedanke nunmehr verstärkt auch nach Glashütten zurückgetragen werden. „Die Fusion soll dazu beitragen, dass es in Glashütten bald wieder regelmäßige Blutspendetermine, aber auch Angebote im Rahmen der Wohlfahrts- und Sozialarbeit des DRK gibt“, sagte Wernicke. Und Post hofft, dass es gelingt, in Glashütten neue aktive Kräfte für den Bereitschaftsdienst zu gewinnen.
Rettungsdienstlich wurde und wird Glashütten mit seinen Ortsteilen Schloßborn und Oberems von der DRK-Rettungswache in Königstein versorgt. Dort wird immer noch um den direkten Anschluss an die Bundesstraße etwas unterhalb des Kreisels mit einer auch von Polizei und Feuerwehr zu nutzenden Alarmausfahrt gerungen. Gerade auch im Hinblick auf die gesetzliche Hilfeleistungsfrist von zehn Minuten wäre eine solche Ausfahrt für den ausrückenden Rettungsdienst bei weiter entfernt liegenden Einsatzorten in Schloßborn oder Oberems sehr wichtig.
