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DRK wart vor falschen Werbern

Der DRK-Kreisverband Hochtaunus hat am 14. September eine groß angelegte Aktion zur Gewinnung neuer Fördermitglieder gestartet. Noch bis zum 10. Oktober sind vom DRK beauftragte Werberinnen und Werber in Bad Homburg und Wehrheim inkl. Stadt- bzw. Ortsteile unterwegs, um von Haus zu Haus für die Idee des Deutschen Roten Kreuzes zu werben.
Dabei informieren sie auch darüber, dass viele Menschen das DRK ausschließlich mit Rettungswagen und Blaulicht verbinden. Im Mittelpunkt der Aktion steht jedoch vor allem das ehrenamtlich getragene DRK. Dieses übernimmt wichtige Aufgaben für die Gesellschaft, die ohne die Unterstützung von Fördermitgliedern nicht möglich wären.
Dazu gehören beispielsweise Sanitätsdienste bei großen Veranstaltungen wie dem Bad Homburger Laternenfest, die häufig erst durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ermöglicht werden. Darüber hinaus stehen die Ehrenamtlichen bei Großschadenslagen oder einer Überlastung des Regelrettungsdienstes unterstützend im Hintergrund bereit.
Auch die Wohlfahrts- und Sozialarbeit des DRK leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Angebote wie Lebensmittelausgaben, Gedächtnistraining, Seniorengymnastik oder Selbsthilfegruppen für Menschen mit Suchterkrankungen können nur mit entsprechender Unterstützung aufrechterhalten werden. Ebenso profitiert die Jugendarbeit des Jugendrotkreuzes von den Förderbeiträgen, etwa bei der Betreuung und Ausbildung von Schulsanitätsdiensten.
Ehrenamtskoordinator Mark Henning zieht deshalb eine positive Zwischenbilanz: „Die Werber berichten uns von vielen interessierten Gesprächen und auch zahlreichen Neuabschlüssen.“
Große Sorge bereitet dem DRK-Kreisverband allerdings, dass derzeit offenbar Betrüger in Teilen des Hochtaunuskreises unterwegs sind und vorgeben, neue Mitglieder für das Deutsche Rote Kreuz zu werben.
„Wir als DRK distanzieren uns auf das Allerschärfste von dieser kriminellen Aktion“, erklärt Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer. Die vom DRK beauftragten Werberinnen und Werber könnten sich jederzeit ausweisen und seien zudem eindeutig an ihrer Kleidung als DRK-Beauftragte zu erkennen.
„Wer dennoch unsicher ist, wenn es an der Haustür klingelt, kann die Identität unserer Werberinnen und Werber auf der Homepage des DRK-Kreisverbandes überprüfen. Dort ist ein Foto aller aktuell eingesetzten Werber veröffentlicht“, sagt Selzer. Zudem bestehe die Möglichkeit, telefonisch unter 06172 1295-0 beim DRK-Kreisverband nachzufragen und sich unter Angabe des Namens bestätigen zu lassen, dass die betreffende Person tatsächlich im Auftrag des DRK tätig ist.
Die Werberinnen und Werber seien für solche Situationen sensibilisiert, nähmen berechtigte Zweifel der Bürgerinnen und Bürger nicht übel und warteten eine Klärung selbstverständlich ab.
Tatsächlich ereignete sich erst vor wenigen Tagen in Oberursel ein Betrugsfall: Drei junge Frauen klingelten bei einer älteren Dame und gaben vor, im Auftrag des DRK neue Fördermitglieder zu werben. Nachdem sie in die Wohnung eingelassen worden waren, fragte eine der Frauen, ob die Seniorin einen 100-Euro-Schein wechseln könne. Als diese dem Wunsch nachkommen wollte, wurde ihr das Wechselgeld aus der Hand gerissen. Anschließend verließen die drei Täterinnen fluchtartig die Wohnung. Die betroffene Seniorin erstattete daraufhin Anzeige.

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