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Auch das DRK braucht Mitglieder zur Finanzierung des Ehrenamtes

um die gestiegenen Anforderungen an Resilienz, Ausbildung und Qualität sicher zu stellen.

Am Montag startete eine Werbeaktion in Bad Homburg und Wehrheim.

„Jahrhundertregen“, die sich längst nicht mehr an den Kalender halten, Waldbrände in Folge der Dürre, wie zuletzt gleich mehrere auch im Taunus – Katastrophen sind heute fast schon an der Tagesordnung. Dementsprechend wachsen auch die Aufgaben an Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz. Diese gestiegenen Anforderungen an seine ehrenamtlichen Helfer stellt den DRK-Kreisverband Hochtaunus e.V. wie andere vor große finanzielle Herausforderungen. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation, gestiegener Preise, Anforderungen an die Resilienzsteigerung sowie die erforderliche erhöhte Vorratshaltung. Diese können aber nur er-füllt werden, wenn genügend gut ausgebildete Helfer und Material zur Verfügung stehen. Das wird immer schwieriger – der Mitgliederschwund bereitet dem Kreisverband und seinen Ortsvereinen zu-nehmend Sorge. Darunter leidet die Ausbildung der Ehrenamtlichen, bei der das DRK zu einem erheblichen Anteil auf Mitgliedsbeiträge angewiesen ist. Eine Mitgliederwerbeaktion soll da Abhilfe schaffen. Professionelle Werber sind seit Beginn dieser Woche noch bis zum 10. Oktober in Bad Homburg und Wehrheim unterwegs. Ihr Auftrag: Lust auf DRK machen, Menschen davon überzeugen, dass eine Mitgliedschaft im DRK helfen, unter Umständen sogar Leben retten kann.

Der DRK-Kreisverband Hochtaunus hat am Montag eine großangelegte Aktion zur Werbung neuer Fördermitglieder gestartet. Sechs junge Leute werden in den nächsten Tagen und Wochen in Bad Homburg und Wehrheim unterwegs sein, von Haus zu Haus gehen, für die Idee, die hinter dem Deutschen Roten Kreuz steht, werben. Wie zum Beispiel vom Ehrenamt getragene DRK, das Sanitätsdienste bei großen Festen, wie dem Laternenfest leistet und solche Feste damit überhaupt erst ermöglicht. Sowie im Notfall bei Großschadenslagen zur Unterstützung des Rettungsdienstes im Hintergrund bereitsteht. 

Auch wichtige Aufgaben in der Gesellschaft übernimmt die Wohlfahrts- und Sozialarbeit wie z.B. Lebensmittelausgaben, Gedächtnistraining, Seniorengymnastik, Sucht-Selbsthilfegruppe, werden mit der Unterstützung ermöglicht. 

Die Jugendarbeit durch das Jugendrotkreuz wie zum Beispiel der Schulsanitätsdienst, profitiert auch von der Unterstützung.

Bei der Auftaktbesprechung am Montag wünschte DRK-Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer den Werbern viel Erfolg und Freude bei ihrer Tätigkeit. Gemeinsam mit Kreisverbandspräsident Jürgen Banzer sprach er über die Aufgaben und Herausforderungen, denen sich das DRK und der Kreisverband aktuell stellen.

Der Mitgliederschwund entwickle sich zu einem ernsthaften Problem, denn nur über die Mitgliedsbeiträge sowie Erlöse aus Sanitätsdiensten, Altkleidercontainern, Blutspenden, Kleiderkammern und Spenden ließen sich die enorm wichtige Arbeit und die Ausbildung der vielen Ehrenamtlichen finanzieren. Ein weiterer Aspekt sei, dass die breite Palette der DRK-Angebote oft weniger bekannt sei und die Organisation vielfach vor allem mit Rettungseinsätzen assoziiert werde. Dieses Bild zu korrigieren, liege nun in der Hand und im Geschick der Werber. Ihr Anliegen ist es das Bild der Ehrenamtlichen im DRK in der Bevölkerung in das rechte Licht zu rücken und für dessen Arbeit den Finanziellen Rahmen zu schaffen und sicher zu stellen.

Die Werber nahmen die Herausforderung an, Menschen in einer Zeit, in der die ganze Welt durch Klimawandel und Kriege aus den Fugen zu geraten droht und auch hierzulande der Wohlstand inflationsgetrieben bröckelt, davon zu überzeugen, sich in einer Organisation wie dem DRK durch eine Fördermitgliedschaft zu engagieren. Sie wissen, dass sie an vielen Haustüren auch auf Ablehnung und Skepsis stoßen werden. Darauf sind sie nach intensiven Schulungen vorbereitet und daraus schöpfen sie mehr Motivation. Die Werber sind sehr zuversichtlich, dass es auch in Bad Homburg und Wehrheim gut funktionieren wird, wie bei früheren Aktionen im Hochtaunuskreis. 

In den letzten Tagen ist allerdings noch ein weiteres Problem dazugekommen. Nach dem DRK vorliegenden Informationen sind im Hochtaunuskreis momentan falsche Werber unterwegs, die nur vorgeben, Fördermitglieder für das Deutsche Rote Kreuz zu werben, aber anderes im Schilde führen. Das DRK bittet daher die Bevölkerung, nicht nur in Bad Homburg und Wehrheim, sondern im ganzen Landkreis, nicht auf diese falschen Werber hereinzufallen. Die vom DRK ausgesandten Werber sind an ihrer Kleidung - rote Jacken mit der Aufschrift „Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Hochtaunus“ - klar zu erkennen und selbstverständlich können sie sich auch ausweisen. Sie nehmen kein Geld- oder Sachspenden entgegen. Auf unsere Homepage „DRK-Hochtaunus.de“ finden Sie Bilder unseres Werber Teams.

Bildtext:
Das Präsidium des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus setzt auch in diesem Jahr wieder große Hoffnung in die  professionellen Werber im chicen DRK-Outfit (2. bis. 4. v.li.), die die Menschen in Bad Homburg und Wehrheim von der Notwendigkeit einer DRK-Fördermitgliedschaft überzeugen sollen. Der Ehrenamtskoordinator des Kreisverbandes, Mark Henning (li.),  sowie DRK-Kreisgeschäftsführer Heiko Selzer, DRK-Präsident Jürgen Banzer, Fördermitgliederbeauftragte Susanne Wächtershäuser und  der stellv. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Wehrheim,  Matthias Bansa (v.re.) wünschten ihnen viel Erfolg. Foto: DRK-Pressestelle

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