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JRK-Jugendarbeit ist „für die Füße“ - Jugendrotkreuz aus Kronberg und Oberursel baut einen Barfußpfad

Diese Form der Jugendarbeit ist im wahrsten, auch besten Sinne „für die Füße“: Die Jugendrotkreuz-Ortsgruppen aus Oberursel und Kronberg haben über die Pfingstfeiertage hinter dem Karl-Jüngst-Haus am Oberhöchstädter Kirchberg, der Unterkunft der DRK-Ortsvereinigung Kronberg, einen „Barfußpfad“ angelegt, Kronbergs ersten. Der wurde nicht nur zum eigenen Pläsir geschaf-fen, hier sollen auch Schul- und Kindergartenkinder erfahren kön-nen, wie die Erde unter ihren Füßen beschaffen sein kann. Auch Erwachsene können die Fußsohlen dafür sensibilisieren. Der JRK-Barfußpfad ist öffentlich zugänglich.

Das Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbandes hat über die Pfingstfeiertage Kronbergs ersten Barfußweg angelegt. Ein Barfußpfad ist eine Gehstrecke, auf der mit nackten Füßen besondere Sinneseindrücke und die damit verbundene Entspannung erlebt werden können. Sie gibt es in kurz als Fußfühlpfade mit unterschiedlichen Bodenmaterialien, aber auch als kilometerlange Barfußwanderwege. Derartige Freizeitangebote dienen dem Zweck, die Gesundheit und Bewegungskompetenz nicht nur bei Kindern zu fördern, Interesse an der Natur zu wecken oder einfach originelle Attraktionen für Veranstaltungen oder für den Fremdenverkehr zu schaffen. Offensichtlich kam die Idee gleich gut an, denn die JRK-ler, vier aus Kronberg und fünf aus Oberursel, waren mit ihrer zweitägigen Arbeit gerade fertig, als auch schon die ersten Kinder aus der Nachbarschaft zum Ausprobieren und Probelaufen kamen: „Ein Mädchen von nebenan hat uns eine ganze Weile vom Fenster aus beobachtet und offenbar nur darauf gewartet, dass wir endlich mit der Arbeit fertig wurden“, lacht Larissa Hainz-Taute, Kreisleiterin des JRK-Hochtaunus.
Das „Projekt Barfußpfad“ hat nicht viele Väter, gewissermaßen aber zwei Mütter: Larissa Hainz-Taute, die auch die JRK-Ortsgruppe Oberursel leitet, und Stephanie Liedtke, Ortsleitung der JRK- Ortsvereinigung Kronberg. Larissa Hainz-Taute hatte eigentlich vor, über Pfingsten mit ihren Kids zum Barfußpfad nach Bad Orb zu fahren, und erzählte davon bei einem JRK-Kreiskonferenz. Der Einwand kam dann ganz spontan von Stephanie Liedke: „Warum Bad Orb? Lass‘ uns doch einen eigenen Barfußpfad bauen, bei uns hinter dem DRK-Heim ist Platz genug…“
Von der Idee bis zum Konzept, Kronbergs ersten Barfußweg anzulegen, war es kein weiter Weg. Zehn verschiedene Stationen sollte er bekommen: Rindenmulch, lockere Steine, dazwischen mal ein Stück Rasen, ein Beton-Stein-Gemisch, Sand, schließlich eine Passage aus Tannenzapfen… Im Baustoffhandel Schulte in Kronberg fand man auch gleich einen Sponsor fürs Baumaterial, denn neben dem „Fußbodenbelag“ wurden auch noch Unkrautvlies für den Unterbau und Kaminholzscheite für die seitliche Begrenzung des in „P“-Form angelegten Weges gebraucht. Internetstudium über das, was alles auf einen richtigen Barfußpfad gehört, half bei den Planungen weiter.
Die Arbeit ging den Nachwuchsrettern flott von der Hand und natürlich konnten sie es nach den zwei Tage dauernden Bauarbeiten kaum erwarten, auch selbst die ersten Runden zu drehen. Am herausforderndsten waren nicht etwa die hubbeligen Steinpassagen, die alle recht zügig überwunden wurden, sondern das Feld mit den Tannenzapfen, da liefen sie dann doch „wie auf Eiern“…
Mit dem Anlegen des Weges, das wissen die JRK-Kinder und ihre Leiterinnen natürlich, ist es jedoch nicht getan. „Das JRK-Kronberg hat sich bereit erklärt, den Weg zu pflegen und instand zu halten“, freut sich Larissa Hainz-Taute, die bei einem der nächsten Gruppenstunden ganz sicher einen Ausflug nach Kronberg machen wird, über die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen. Einige Spielformate und Übungsansätze hat sie bereits im Kopf: „Man kann sich zum Beispiel mit verbundenen Augen über den Parcours führen lassen…“
In den Sozialen Medien hat der neue Barfußpfad bereits die Runde gemacht: „Es gibt bereits viele Daumen-hoch-Reaktionen“, sagt Larissa Hainz-Taute.

Bildtexte:

Nicht nur die Kinder, auch Larissa Hainz-Taute und Stephanie Liedtke, die Ortsleitungen der JRK-Ortsgruppen Oberursel und Kronberg, hatten offenbar ihren Spaß an Kronbergs erstem Barfußpfad. Foto: DRK-Pressestelle

Der neue Barfußpfad hinter dem DRK-Heim am Oberhöchstädter Kirchberg ist mit seinen zehn, die Fußsohlensensorik herausfordernden Feldern in der Form eines „P“ angelegt. Foto: DRK-Pressestelle

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